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Schnabelschuhe aus Eisen als Teil einer Ritterrüstung

Vielfalt entdecken … in der Mode

ready to go – die Schuhvielfalt im Münchner Stadtmuseum

In unserem letzten Beitrag hast du Schuhe in unterschiedlichen Modestyles kennengelernt. Heute wollen wir dir einige ungewöhnliche Modelle vorstellen, die speziell zum Schutz, aber auch als „Schmuck“ getragen wurden. Und natürlich haben wir am Schluss auch wieder eine kreative Gestaltungsidee für dich.

Je nach Wetterlage tragen wir unterschiedliche Kleidung: Im Sommer haben wir es gerne leicht und luftig. Ist es nass, gehen wir lieber mit Regenjacke und Gummistiefeln nach draußen. Im Winter tragen wir warme Kleidung und feste Schuhe.

Schon immer haben Menschen spezielles Schuhwerk getragen, um ihre Füße zu schützen. Edle Herren aus dem Ritterstand trugen bei Turnieren Ritterrüstungen und an den Füßen Eisenschuhe. Zunächst waren sehr spitze Schnabelschuhe, später breite Kuhmaulschuhe der letzte Hit.

Moderne Helden tragen heutzutage keine unbequemen Eisenschuhe, sondern High-Tech-Stiefel mit Stahlkappen zum Schutz der Zehen und Füße, wie das coole schwarze Exemplar für Feuerwehrleute, das ihr hier seht.

Feuerwehrstiefel im Vergleich zu Schnabel- und Kuhmäuler"-Schuhen aus Eisen
Abbildungen von links nach rechts: Feuerwehrstiefel Haix Fire Hero 2, 2019; „Schnabelschuh“/Eisenschuh um 1480, Paraderüstung; „Kuhmäuler“/Eisenschuh um 1520, Paraderüstung (Ausschnitt); alle © Münchner Stadtmuseum

Bei vornehmen Damen waren vor mehr als 400 Jahren eigenartige hohe „Stelzenschuhe“ modern, sogenannte Chopinen. Auf ihre Dienerinnen gestützt stolzierten sie durch die Gassen von Venedig. Die Chopinen dienten als Schutz vor Abfall und Dreck, doch vor allem konnten sich damit die wohlhabenden Frauen über andere erheben. Hier findest du einen Film und einen Hörbeitrag des Münchner Stadtmuseums zu den Chopinen.

Eine merkwürdige Sache war der „Schuh für den Schuh“. Solche Überschuhe wurden früher häufig von Damen getragen, die ihre eleganten und kostbaren Pumps vor Nässe und Schmutz schützen wollten, so z.B. die schwarzen „Überzieher“, die über die goldfarbenen Stöckelschuhe gezogen werden konnten. Die hochhackigen roten Pumps wurden dagegen komplett mit einer durchsichtigen Plastikhülle „verpackt“. Es war bestimmt ein lustiger Anblick, wenn eine vornehme Dame sich damit auf den Weg zur Oper machte.

19 Zentimeter hohe Stelzenschuhe, zweierlei wasserdichte Überschuhe für Pumps
Abbildungen: links: Chopinen, Venedig 1580/90, Stelze Holzkern 19cm, Leihgabe Bayerisches Nationalmuseum, © Bayerisches Nationalmuseum; oben: Pumps Spezialanfertigung Prange, rotes Glattleder, Hamburg 1960 mit Überschuhe Kunststoffolie; unten: Pumps Lamégewebe versilbert mit Überschuh schwarz, Gummi USA 1930/35; beide © Münchner Stadtmuseum

Der Hin- und Weg-Schuh – Schuhe gestalten aus Papier

Wir haben uns für dich einen besonderen Überschuh ausgedacht, mit dem du deine eigenen Schuhe verkleiden kannst. Es ist ein „Hin-und Weg-Schuh aus Papier“. Für die Straße ist er allerdings weniger geeignet.
Wenn du wissen möchtest, wie du einen solchen Schuh selbst herstellen kannst, sieh dir das folgende Video an. Beim Klick auf ANLEITUNG und PAPIERVORLAGE findest du alles, was du außerdem brauchst.

Übrigens: All diese Schuhe kannst du dir in der Ausstellung „Ready to go“ im Münchner Stadtmuseum ansehen, wo noch viele weitere Schuhmodelle zu sehen sind.

Facebook/Instagram: #MPZupcycling
Teie deine Schuhe auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag #MPZvielfalt.
Du kannst uns auch gerne ein Foto an die Email digital@mpz-bayern.de schicken.

Mehr über das Museum
Das Münchner Stadtmuseum hat seit 12.5.2020 wieder geöffnet. Hier kannst du die Vielfalt an Schuhen in der aktuellen und bis zum 17. Januar 2021 verlängerten Ausstellung „Ready to go! Schuhe bewegen“ gleich vor Ort entdecken.

Mehr aus der Reihe „Vielfalt entdecken …“

Abbildungsnachweis Titelbild: „Schnabelschuh“/Eisenschuh um 1480, Paraderüstung, © Münchner Stadtmuseum

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