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Pinakothek der Moderne

Hängende Dächer und sanfte Hügel
Olympiastadt Strumpfmodell-1500

Weltberühmt ist die Dachlandschaft, die die ehemaligen olympischen Bauten auf dem Münchner Olympiagelände überzieht. Sie zählt zu den großartigsten Meisterleistungen der Architektur des 20. Jahrhunderts, ist Tourismusmagnet und Wahrzeichen der Stadt. Der Olympiapark während der Olympischen Spiele München 1972, © saai I Archiv für Architektur und Ingenieurbau, KIT Karlsruhe, Werkarchiv Behnisch & Partner Foto: Behnisch & Partner, Christian Kandzia. Zu sehen in der Sonderausstellung „Olympiastadt München. Rückblick und Ausblick“. Das transparente Dach überspannt und verbindet voll Leichtigkeit die olympischen Bauten, die in eine leicht hügelige Landschaft eingebettet sind, Tribünen und Zwischenflächen. Die Architektur und der Landschaftspark spiegeln damit eine Idee wider: Denn die Olympischen Spiele 1972 in München sollten heitere, unbeschwerte Spiele werden, Deutschland als fortschrittliches und demokratisches Land zeigen – nach dem Zweiten Weltkrieg war das besonders wichtig. Überschattet wurde das positiv gedachte Gesamtkonzept jedoch durch ein Attentat. Modell und Idee Bevor ein solcher Bau realisiert wird, kommt erst einmal die Idee. Mit einfachsten Materialien setzte der Architekt Günter Behnisch (1922 – 2010) sie in einem Modell um: mehrere Lagen Karton, Nylonstrümpfe, Stecknadeln und Stäbe dienten dazu, diese darzustellen. „Strumpfmodell“ wird es daher auch genannt. Wenn du das berühmte Strumpfmodell im Original sehen willst, dann besuche die Ausstellung „Olympiastadt München. Rückblick und Ausblick“, die vom 07.07.2022 bis zum 08.01.2023 im Architekturmuseum der TUM in den Räumen der Pinakothek der Moderne gezeigt wird! Behnisch & Partner, Ideen- und Bauwettbewerb für die Bauten und Anlagen der XX. Olympischen Spiele München 1972, Modell M 1:1000, 1967, © Architekturmuseum der TUM. Zu sehen in der Sonderausstellung „Olympiastadt München. Rückblick und Ausblick“. Mit diesem Modell gewann Günter Behnisch den Wettbewerb „Bauten und Anlagen der XX. Olympischen Spiele“. Die Inspiration zu solch einer Dachlandschaft fand Behnisch im „Deutschen Pavillon“ auf der Weltausstellung 1967 in Montreal. Diesen hatten die Architekten Frei Otto (1925 - 2015) und Rolf Gutbrod (1910 – 1999) sowie der Bauingenieur Fritz Leonhardt (1909 – 1999) entwickelt. Entsprechend lag es nahe, dass Frei Otto als Ingenieur zu Rate gezogen wurde. Denn konnte man davon ausgehen, dass die kühne Dachkonstruktion nach dem Entwurf von Günter Behnisch tatsächlich gebaut werden kann, realisierbar sein würde? Sie war es! Als absoluter Spezialist für Hängedachkonstruktionen unterstützte Frei Otto die Planungen. Sorgsam konstruiert Dächer haben ein Eigengewicht und müssen Lasten tragen können – z.B. Schnee und Windlasten. Die Kräfte, die hier entstehen, werden in den Boden umgeleitet. Meist liegen Dächer auf Wänden oder Stützen auf. Hier jedoch wirken die gekrümmten Dachflächen fast schon schwebend. Sie sind aufgehängt an insgesamt 12 großen und 36 kleinen sogenannten „Pylonen“. Mächtige Stahlseile spannen die Netzkonstruktion, die mit transparenten Acrylglasscheiben geschlossen ist. Das Foto vom Aufbau macht es deutlich! Vorbereiten des Seilnetzes auf dem Boden, Foto: Karsten de Riese, © Bayerische Staatsbibliothek München, Bildarchiv, Karsten de Riese. Zu sehen in der Sonderausstellung „Olympiastadt München. Rückblick und Ausblick“. Modell und Realität Vergleiche das Modell mit dem gebauten Dach! Wo liegen die Unterschiede zwischen dem ersten Entwurf und der Ausführung? Von links nach rechts: Der Olympiapark während der Olympischen Spiele München 1972, © saai I Archiv für Architektur und Ingenieurbau, KIT Karlsruhe, Werkarchiv Behnisch & Partner Foto: Behnisch & Partner, Christian Kandzia; Behnisch & Partner, Ideen- und Bauwettbewerb für die Bauten und Anlagen der XX. Olympischen Spiele München 1972, Modell M 1:1000, 1967, © Architekturmuseum der TUM | Blick auf die Überdachung der Tribüne des Olympiastadions von Süden, Foto: MPZ 2022 Eine Olympiastadt braucht noch mehr Doch mit neuen Sportstätten allein können noch keine Olympischen Spiele ausgerichtet werden. Tausende Sportler*innen müssen untergebracht werden, ebenso zahllose Reporter*innen. Mehrere Millionen Zuschauer wollen pünktlich die Sportstätten erreichen können. Sportbegeisterte kommen aus der ganzen Welt nach München oder sehen die Bilder aus München an Fernsehern in aller Welt. Wird eine Stadt Olympiastadt, so sind also viele weitere Bauten und Verkehrswege notwendig. Im Idealfall werden diese „Infrastrukturmaßnahmen“ so geplant, dass sie nachhaltig erhalten bleiben. Für München trifft das zu. Auch nach 50 Jahren. 1972 fanden in München die Sommerspiele der XX. Olympiade statt. Den Zuschlag dafür bekam München 1966. Es blieben also gerade einmal sechs Jahre Zeit, um die Stadt fit zu machen für dieses 17 Tage dauernde Großereignis. Landschaft gestaltet Das Olympiagelände besticht nicht nur durch das berühmte Dach! Die künstlich angelegte leicht hügelige Landschaft, in der die Sportbauten eingelassen sind, spielt eine ebenso wichtige Rolle für das Erscheinungsbild. Auch hierfür brauchte es einen Plan! Der unten abgebildete Entwurf wie auch das „Strumpfmodell“ zeigen aber nur das Zentrum des gesamten Baugeländes. Behnisch & Partner, Olympische Anlagen München 1969, © Architekturmuseum der TUM, Sign. Beh-1-26 Wie würde Dein Plan aussehen? Wie würdest du die Landschaft gestalten, die Sportstätten, Wege, Wiesen, Bäume und Wasserflächen, die Wohnhäuser für Sportler*innen, Trainer*innen und Reporter*innen im vorhandenen Grundstück unterbringen? Probiere es aus! Lade dir den Plan für dein MPZ-Album herunter und greif zu farbigen Stiften. Schematische Zeichnung des Grundstücks nach Behnisch & Partner, Wettbewerbsentwurf Olympiapark, 1969. Zeichnung: MPZ Das Grundstück für das gesamte zu bebauende Gelände hat eine unregelmäßige Form. Durschnitten wurde es durch einen Kanal aus dem 18. Jahrhundert, der das Wasser aus dem Schlosspark Nymphenburg in die Isar bringt. Südlich davon – im Plan also unterhalb des blau eingezeichneten Kanals – lag bereits der Schuttberg, der heutige Olympiaberg. Hier war nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Stadt in Trümmern lag, der Schutt der zerstörten Häuser aufgehäuft worden. (Extra hierfür hatte man Gleise gelegt die danach wieder verschwanden.) Der Berg sollte begrünt werden und für die Freizeit der Münchner*innen nutzbar sein. Der Fernsehturm war auch bereits in Bau. An drei Stellen sollten für Massenverkehrsmittel Stationen angelegt werden, um das Publikum zu den olympischen Spielstätten zu bringen: im Süden (also im Plan unten) die Trambahn, im Westen die S-Bahn und im Osten die U-Bahn-Linie 3. Eine Straße, die den Mittleren Ring schließen würde, war auch noch einzuplanen. Behnisch & Partner nutzten den Kanal – im Plan die blaue Linie – für die Landschaftsgestaltung, indem sie die gerade Begrenzung entfernten und einen künstlich angelegten See aufstauten. Diese geschwungene Linie begrenzt die Wiesen mit künstlich angelegten Stufen als Freilichttribüne. Für die Landschaftsarchitektur war übrigens Günther Grzimek (1915 – 1996) verantwortlich. Jetzt bist du dran Probiere selbst einmal aus, wie sich mit unterschiedlichen Materialien Formen finden und Modelle entwickeln lassen! Welche Ideen hast du für eine tolle Dachkonstruktion über gewellter Landschaft? Material für dein Architekturmodell. Foto: MPZ Du brauchst: Kartonagen aus der Papiertonnefarbige Ausschnitte aus alten Zeitschriften, Prospekten, Verpackungenin zwei Richtungen dehnbaren Stoff (kaputte Nylonstrümpfe, ein altes T-Shirt oder das Netz, in dem z.B. Knoblauch verkauft wird)Holzstäbe (z.B. Schaschlikstäbe, Stricknadeln oder Essstäbchen)ggf. Draht oder Pinnnadelnevtl. Seidenpapier und Kleistereine große Haushaltsschereeine Zange, falls du mit Draht arbeitestund was du sonst so findest, was eigentlich zur Wertstoffinsel oder in die Papiertonne gebracht werden müsste! So geht’s: Nutze mehrere Lagen Kartonagen als Bauland und forme erst einmal die Landschaft.Gestalte eine luftige Dachlandschaft über deiner Landschaft!Lege ggf. fest, wo Wege, Sitzgelegenheiten, Bäume, Sportstätten … sein sollen.Gibt es auch einen See oder einen Fluss? Nutze hierfür blaues Papier. Oder experimentiere mit Freunden und probiert aus, welche Dachformen sich mit dehnbaren Stoffen formen lassen! Sechs Hände wären hierzu besser als vier. Flanked by Funk - GEMAfreie Musik von https://audiohub.de Übrigens Vielfach ausgezeichnet steht heute das Gelände mit dem Olympiastation, der Olympiahalle, der Olympiaschwimmhalle und dem Fernsehturm als Ensemble unter Denkmalschutz. Seit 2017 läuft die Bewerbung zur Aufnahme in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste. Mach dich also auf und schau dir vor Ort auf dem Olympiagelände die Dachlandschaft, die die Gebäude, Tribünen und Zwischenbereiche überspannt, die großen Pylone und Betonfundamente, die die mächtigen Stahlseile aufnehmen, sowie die geformte Landschaft etwas genauer an! Wage auch einen Blick in die Olympiaschwimmhalle, die ganz ohne Stütze im Inneren auskommt und so von allen Plätzen einen perfekten Blick aufs Becken bietet. Nimm ein Skizzenbuch oder eine Kamera mit und halte interessante Details fest! Wenn du magst, teile deine Entdeckungen auf INSTAGRAM oder FACEBOOK und verwende den Hashtag #MPZOlympiastadt. Oder hast du Lust, ein neues Logo für das Olympiagelände zu entwerfen? Durchsuche dazu deine Zeichnungen und Fotos nach auffälligen Formen, die typisch für den Olympiapark und seine Dachlandschaft sind. Füge sie zu einer einzigen geschlossenen Linie zusammen und gestalte die Fläche darin farbig! NACHHALTIGKEIT 17ziele.de Das Olympiadach sollte nicht nur ein paar Wochen bestehen, sondern auch langfristig Schneemassen, Wind und Wetter aushalten. So können wir auch nach 50 Jahren noch Leichtathletik-Meisterschaften im Olympiastadion erleben, die Olympia-Schwimmhalle nutzen oder einfach die Parklandschaft genießen. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netKontextualisierung, Konstruktion, Expertentipp Passende MPZ-FührungVon hängenden Dächern, sanften Hügeln und einem modernen Outfit. Architektur und Städtebau zu den Olympischen Spielen 1972 (GS ab Jgst. 3, Horte, MS, RS, GYM, BS) Fortbildung für Lehrkräfte aller Schularten: Olympische Sommerspiele 1972. Architektur und Städtebau für München Lebensraum Stadt – nachhaltig geplant (GS ab Jgst. 3, Horte, MS, RS, GYM, BS) Passende MPZ-Online-VeranstaltungOnline-Fortbildung: Olympische Sommerspiele 1972. Architektur und Städtebau für München (Fortbildung für Lehrkräfte aller Schularten) Informationen zu den MuseenDas Architekturmuseum der TUM betreut eines der größten Architekturarchiven in Deutschland. Vom 07.07.2022 bis zum 08.01.2023 zeigt es unter anderem Sammlungsbestände zum Thema „Olympiastadt München. Rückblick und Ausblick“, ergänzt durch Leihgaben aus anderen Archiven. Einblicke in die Arbeit im Architekturarchiv bekommst du HIER. Abbildungsnachweis Titelbild und Hauptbild: Behnisch & Partner, Ideen- und Bauwettbewerb für die Bauten und Anlagen der XX. Olympischen Spiele München 1972, Modell M 1:1000, 1967, © Architekturmuseum der TUM

Sprache lernen – von Holz bis Eisen
Material

Im Deutschen kann man zu zwei ähnlichen Menschen sagen: „Sie sind aus dem gleichen Holz geschnitzt.“ Finde immer zwei Gegenstände, die aus dem gleichen Material gemacht sind, und höre dir an, wie das Material die Gegenstände beschreibt: gläserne Flaschen, Stuhl aus Holz, silberne Teekanne und vieles mehr. Mit den gezeigten Objekten aus der Pinakothek der Moderne und aus dem Bayerischen Nationalmuseum kannst du die Wörter für Material auf Deutsch hören und üben. Willst du mehr über die Bilder wissen? Dann klicke unter dem Spiel links auf rights of use: Jetzt siehst du einige Bilder mit Link. Klicke auf den Link und erfahre mehr. Und hier die Namen der Materialien noch mal zum Nachlesen:Holz, Kunststoff, Plastik, Glas, Stoff, Gold, Silber, Metall, Eisen Sammle deine eigenen Materialien!Wenn du Lust hast, nimm ein festes Papier oder einen Karton und klebe Dinge aus verschiedenen Materialien wie Büroklammer, Gummiband oder Kaugummipapier darauf. Dann schreibe zu den einzelnen Dingen, aus welchen Materialien sie bestehen. Anschließend kannst du das Blatt in dein MPZ-Album heften. Passendes MusPadMöbel – Muster – Material Passende MPZ-FührungenProgramm für Deutschklassen: Stühle, Sessel, Teller, Tassen – besondere Dinge im Designmuseum (Deutschklasse GS, Deutschklasse MS Jgst. 5–6, Deutschklasse MS Jgst. 7–9, BIJ, BIK, BS, BVJ, DK BS) Informationen zu den MuseenDie Dinge aus dem Spiel findest du in diesen Museen: Bayerischen Nationalmuseum, Die Neue Sammlung – The Design Museum und Pinakothek der Moderne. Vielleicht kannst du sie bei einem Besuch oder einem digitalen Rundgang wiederentdecken. Abbildungsnachweis Titelbild: Sprachreihe – Material. © Grafik: Fabian Hofmann

Sprache lernen – und wie wohnst du?
Möbel

Wie wohnst du? Hast du auch ein Himmelbett oder ein bequemes Sofa? Wie sieht dein Zimmer aus? Im Spiel kannst du die deutschen Wörter für Möbel entdecken. Höre genau hin, dann findest du die passenden Paare. Die Möbel stehen in der Pinakothek der Moderne, Die Neue Sammlung – The Design Museum und im Bayerischen Nationalmuseum. Vielleicht kannst du sie bei einem Besuch oder einem digitaler Rundgang wiederentdecken. Passende MPZ-FührungenProgramm für Deutschklassen: Stühle, Sessel, Teller, Tassen - besondere Dinge im Designmuseum (Deutschklasse GS, Deutschklasse MS Jgst. 5-6, Deutschklasse MS Jgst. 7-9, BIJ, BIK, BS, BVJ, DK BS)Passendes MusPadMöbel – Muster – Material Informationen zu den MuseenEntdecke die hier gezeigten Möbel und Gegenstände im Bayerischen Nationalmuseum und in der Pinakothek der Moderne, Die Neue Sammlung – The Design Museum. Abbildungsnachweis Titelbild: Sprachreihe – Möbel. © Grafik: Fabian Hofmann

Ideen für die Zukunft
Futuro

Ein UFO in der Stadt? Auf der Wiese vor der Pinakothek der Moderne findest du das FUTURO – ein „Tiny House“, wie wir es heute nennen würden. Der finnische Architekt Matti Suuronen entwarf dieses mobile Kunststoffhaus ursprünglich als Skihütte, komplett ausgestattet mit Küche, Bad, Schlaf- und Wohnraum, und schnell elektrisch beheizbar. Kaum zu glauben, dass das FUTURO schon über 50 Jahre alt ist! Die Zukunftsvision für mobiles Wohnen, die Matti Suuronen hier in den 1960er Jahren verwirklichte, besitzt auch heute noch Aktualität! FUTURO ist seriell produzierbar, bietet funktionales und zugleich komfortables Wohnen auf einer Fläche von (nur) 25m², ist gut isoliert, und der Auf- oder Abbau aus 16 Bogensegmenten gelingt in nur zwei Tagen. Durch den Stahlrohrrahmen, auf dem das Kunststoffgehäuse aufliegt, ist es für jedes Gelände geeignet und hält sogar Erdbeben und Stürmen stand.Das Münchner FUTURO Haus, das du dir zu bestimmten Zeiten (wann genau, erfährst du HIER) auch von innen ansehen kannst, ist bis auf eine umlaufende Bank leer. Wie könnte eine nach heutigen Maßstäben zukunftsweisende Möblierung aussehen? Nachhaltigkeit ist das Thema unserer Zeit, und viele Designerinnen und Designer liefern hier spannende Ideen. Schau dir unsere Auswahl aus dem reichen Bestand der Neuen Sammlung – The Design Museum an. Schiebe den Regler unter dem Bild von links nach rechts und erfahre mehr zu diesen Objekten: Deine Meinung ist gefragt! Hast du andere Vorschläge oder Ideen für zukunftsweisende Produkte oder Themen, um die sich Designer*innen deiner Meinung nach kümmern sollten? Trage deine Ideen hier in unserer Wortwolke ein. Wenn Vorschläge öfter genannt werden, erscheinen sie entsprechend größer. Du kannst auch mit deiner Handykamera diesen Code scannen! Robotic und KI Ein spannendes Zukunftsthema ist auch die Robotic und die KI, die Künstliche Intelligenz. Dazu stellen wir dir den Roboterassistenten „GARMI“ vor, der an der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) der Technischen Universität München (TUM) entwickelt wurde. Diese fünf Bilder geben dir einen Einblick, wo GARMI überall eingesetzt wird: Wenn du mehr zu GARMI erfahren willst, schau dir diesen kurzen Film an. Softwaretools und Architektur Welchen Einfluss Computer auf unsere gebaute Umwelt – die Architektur also – haben, zeigte die Sonderausstellung Die Architekturmaschine des Architekturmuseums der TUM, die du auch online besuchen kannst. Computer werden für den Entwurf oder die Berechnung komplizierter Tragwerke genutzt. Sie sind aber auch ein Medium, um Entwürfe zu präsentieren, sie zu erklären und zu bewerben. Mehr dazu findest du HIER. Doch wo geht die Reise noch hin? Zeitreise Reise in die Zukunft und stell dir vor, dein Zuhause wäre mit nachhaltigen Möbeln ausgestattet. Und jetzt kommen noch digitale Medien und künstliche Intelligenz (KI) dazu: Du sitzt in deinem Zimmer und steuerst mit Sprache oder Gesten … Was würdest du dir wünschen? Einen Roboter, der dir Getränke bringt, während du Hausaufgaben machst? Urlaubsbilder, die an die Wand projiziert werden? Den Film deiner Wünsche oder das, was du für Schule, Berufsausbildung oder Studium lernen musst, aufbereitet als Augmented Reality (AR), als erweiterte Realität, die computergenerierte Informationen einblendet?Brauchst du dein Handy überhaupt noch? Und wie würde das die Ausstattung deines Zimmers verändern? Lass dich von Keiichi Matsudas Video Hyper-Reality inspirieren. Keiichi Matsuda, Hyper-Reality, 2016. © Keiichi Matsuda – zu sehen in der Sonderausstellung „Die Architekturmaschine“ des Architekturmuseums der TUM Begib dich in Gedanken auf die Straße und überleg dir, wie die Häuser aussehen würden, wären sie mit all den bunten Bildern deiner Vorstellungen überlagert. Zeichne ein Bild dieser Welt und teile es, wenn du magst, via Facebook oder Instagram. Verwende den Hashtag #MPZzukunft. Nachhaltigkeit Möchtest du mehr erfahren zum Thema Nachhaltigkeit? Dann kannst du dich hier über die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN informieren oder deinen ökologischen Fußabdruck bestimmen. Informationen zu StudiengängenInteressieren dich Design, Architektur, Robotic und KI? Dann informiere dich über Zugangsvoraussetzungen und Studiengänge an Universitäten und Hochschulen. Einige Beispiele erhältst du über diese Links:MSRM, Architektur Bachelore of Arts, Master Robotics, Cognition, Intelligence, Bachelor of Engineering - Robotik, Bachelor Architektur, Bachelor of Arts Design Passende MPZ-Online-VeranstaltungMusPad: Nachhaltigkeit – unsere Spuren auf der Erde (BS, GYM, MS, RS)MusPad: Design – Form, Funktion, Fantasie, Future (GS ab Jgst. 3, MS, RS, GYM, BS) Passende MPZ-FührungenFokus Nachhaltigkeit: Designobjekte in der Diskussion (GS ab Jgst. 3, MS, RS, GYM, BS)Nachhaltig bauen (GS ab Jgst. 3, MS, RS, GYM, BS)Architekturmuseum aktuell (MS, RS, GS ab Jgst. 3, GYM, Horte, BS) Informationen zu den MuseenDie Neue Sammlung – The Design Museum präsentiert den neuen Ausstellungsbereich X-D-E-P-O-T seit September 2021 und zeigt von 16.07.2021 bis 18.09.2022 eine spannende Ausstellung zu KI und Robotic mit interaktivem Laboratorium in der Pinakothek der Moderne.Das Architekturmuseum der TUM hat eine umfangreiche Sammlung zur Architektur vom 16. Jahrhundert bis heute. Die Ausstellungen zu wechselnden Themen werden jeweils in der Pinakothek der Moderne präsentiert. Abbildungsnachweis Titelbild: Matti Suuronen, FUTURO Haus (Ausschnitt), 1965/68. © Die Neue Sammlung – The Design Museum, Foto: A. Laurenzo

Abenteuer Schmuck: Schmuckkunst
Brosche aus Eisen, Lot, Email, Granate, Pyrit und Neodymscheibenmagnet

Starte mit uns ins Abenteuer Schmuck! Bevor du eigene, kreative Anstecker oder Broschen gestaltest, liefert dir die außergewöhnliche Schmuckkunst aus der Danner-Rotunde, dem Schmuckraum in der Pinakothek der Moderne, jede Menge Anregungen, wie fantasievoll und vielseitig Schmuck sein kann. An diesen fünf Beispielen zu Halsschmuck kannst du erkennen, was mit „Schmuckkunst“ gemeint ist. Schau dir die unterschiedlichen Materialien an: Natürlich – Gold und Silber, das sind typische „edle“ Materialien für Schmuck. – Die verwenden Schmuckkünstler*innen auch gerne, aber darüber hinaus eben auch viel ungewöhnliches, „unedles“ Material. Ai Weiwei nutzt zum Beispiel Porzellan für seinen Anhänger „Sonnenblumenkern“ oder David Watkins rosafarbenes Acrylglas für "Hinged Loop". Schmuckkünstler*innen ist es wichtig, für ihre Idee das passende Material zu finden. Edel oder unedel ist dabei ganz nebensächlich. Manchmal ist es aber auch anders herum: Ein Material spricht sie an, das vielleicht noch nie zu Schmuck verarbeitet wurde, und sie nehmen sich die Freiheit, daraus Schmuck zu machen. Freiheit – das ist überhaupt ein ganz wichtiger Punkt, wenn es um Schmuckkunst geht: Keine Grenzen bei den Materialien, keine Grenzen bei der Form, sondern kreative Freiheit! Manchmal entsteht aus dieser Freiheit heraus sogar Schmuckkunst, die im Alltag gar nicht getragen werden kann. Die Schmuckkünstler*innen überraschen mit ihren Ideen, ihrem Humor und ihren außergewöhnlichen Schmuckformen, manchmal regen sie uns auch zum Nachdenken an oder spielen mit unseren Assoziationen. Schiebe den Regler unter dem Bild von links nach rechts und erfahre mehr zu diesen Schmuckobjekten. Löse jetzt unser schwieriges Memospiel und kombiniere das Schmuckstück mit seiner möglichen Inspirationsquelle! Wenn du ein Paar gefunden hast, erfährst du mehr dazu. Du kannst den Text dann ganz in Ruhe lesen, denn solange er sichtbar ist, stoppt die Zeitmessung. Gestalte deinen eigenen Anstecker © Museumspädagogisches Zentrum Welche Brosche oder welche Inspirationsquelle spricht dich denn am meisten an? Und wohin führt dich deine Kreativität, wenn du nun deine eigenen Anstecker für Tasche, Jacke, Mütze, Hose … gestaltest?  Trage dazu erst einmal einiges (Recycling-) Material und Werkzeug zusammen. Die Fotos geben dir Anregungen, was sich alles eignet. Wenn du das MPZ-Materialpäckchen bestellt hast, verwende auch das Material aus dem Umschlag „Tag 1 Schmuckkunst“. Und hier siehst du Ideen von Andrea, Johanna und Verena. Teile deine Ideen mit uns auf Instagram oder Facebook und verwende dafür den Hashtag #MPZschmuck! Dann können wir nach und nach unsere Fotoreihe mit euren Bildern erweitern!Diese wunderbaren Kreationen wurden bereits von euch geteilt: Studium SchmuckkunstSchmuckkünstler*innen haben nach der Ausbildung in einer Goldschmiede oder an einer Fachschule meist ein Studium an einer Akademie der Bildenden Künste, zum Beispiel in München, absolviert. „Die Akademie versteht sich als Versuchslabor …“ kannst du auf der Webseite lesen. Wenn du dir das Lehrangebot ansiehst, erfährst du, dass Schmuck zum Bereich der „Freien Kunst“ gehört - wie auch Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Medienkunst, Grafik, Bühnenbild und -kostüm. Übrigens: Der Schmuckraum in der Pinakothek der Moderne heißt Danner-Rotunde aufgrund der engen Verbindung mit der Danner-Stiftung. Die „Benno und Therese Danner’sche Kunstgewerbestiftung“ gründete Therese Danner 1920 in München mit dem Ziel, das Kunsthandwerk zu fördern. Ein Schwerpunkt war von Anfang an Schmuck und der Aufbau einer internationalen Schmucksammlung. Viele Objekte dieser Sammlung kannst du dir in der Danner-Rotunde ansehen. Nicht nur die einzelnen Stücke, sondern auch deren Zusammenstellung in den Vitrinen werden dich zum Staunen bringen. Passender Beitrag auf XponatKonstruktion Passende MPZ-FührungSchmuckkunst – faszinierend, inspirierend! (GS ab Jgst. 3, MS, RS, GYM) Abbildungsnachweis Titelbild: Bettina Dittlmann. Brosche „Wohin“, 2019. Eisen, Lot, Emaille, Granate, Pyrit, Neodymscheibenmagnet. Danner-Preis 2020. Die Neue Sammlung - The Design Museum. Erwerbung mit Unterstützung der Paul und Katrin Basiner-Stiftung. © Foto: Danner-Stiftung, Eva Jünger

Sprache verbindet – Sprache lernen

Bäume, Obst und Jahreszeiten. Farbe, Mode und Design. Wohnen, Stadt und Verkehrsmittel. Tiere, Uhrzeit oder Feste: für Deutschklassen und Sprachlerngruppen bietet das MPZ vielfältige Angebote in 17 Münchner Museen und im Stadtraum an. Jedes Mal steht ein Wortfeld im Mittelpunkt. Zum Thema „Wohnen“ werden z.B. die schönen Räume der Münchner Residenz unter die Lupe genommen und so der Wortschatz rund um das Arbeitszimmer, das Schlafzimmer, das Badezimmer und das Esszimmer vertieft.Ein „Bausteinkoffer“ voller Methoden und Materialien macht das jeweilige Thema anschaulich.Mit differenzierten Aufgabenstellungen wird dabei der individuelle Sprachstand der Teilnehmenden  berücksichtigt. Alle gemeinsam können so die Ausstellungsstücke entdecken und die Museumswelt erleben. So macht Spracherwerb Spaß! Aus den etwa 40 MPZ-Angeboten in den Münchner Museen haben wir zwei methodische Beispiele für Sie ausgesucht. Sie können sie auch im Unterricht einsetzen. Kommen Sie persönlich mit Ihrer Gruppe. Die Führungen sind kostenfrei. Sprache lernen mit Kunstwerken August Macke, Mädchen unter Bäumen, 1914. © Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, München Deutsch als Zweitsprache und zugleich Kunst bzw. Design vermitteln sowie eigenes kreatives Gestalten ermöglichen – das gelingt vor den Exponaten der Sammlung Moderne Kunst und der Neuen Sammlung – The Design Museum in der Pinakothek der Moderne. Die beeindruckenden, leuchtend farbigen Gemälde der modernen Kunst regen an, die Vielfalt der Farben zu entdecken und spielerisch den Wortschatz rund um das Thema Farbe zu erweitern. Sind die einfachsten Farbnamen und der Farbkreis gelernt und auch die Abstufung in Hell-, Mittel- und Dunkelwerte verstanden, lassen sich mit Hilfe von Bildwortkarten Komposita bilden, um weitere Farbnuancen benennen zu können. Schülerinnen und Schüler erkennen zum Beispiel tannengrüne oder limettengrüne Farben im Blattwerk der Bäume, wenn sie August Mackes Gemälde „Mädchen unter Bäumen“ genau betrachten. Auch die Kleider der Mädchen werden anfangs einfach blau oder dunkelblau beschrieben, auf der Suche nach noch passenderen Farbnamen dann ozean- und himmelblau gefunden. Durch einen Klick auf die Informationssymbole im Gemälde des folgenden Spiels erscheinen einige anschauliche Beispiele, denen man die Farbkleckse am rechten Rand zuordnen kann.Folgendes Element funktioniert am besten ab einer Bildschirmbreite von 700 Pixeln (Tablet, PC). Anschließende eigene Experimente im Farbmischen mit Trocken- oder Nassfarben verfestigen die Kenntnisse zu Farben und Farbkreis, zugleich machen sie den Schülerinnen und Schülern viel Spaß. Für die selbst hergestellten Farbkarten finden sie ebenfalls und häufig sehr fantasievolle Farbnamen.  Sprache lernen mit Designobjekten Die Neue Sammlung – The Design Museum in der Pinakothek der Moderne präsentiert eine große Vielfalt an Gegenständen: Möbel, Geschirr, Elektro- und Sportgeräte, Fahrzeuge und vieles mehr. An den Objekten können Schülerinnen und Schüler ganz anschaulich den Wortschatz zu Alltagsgegenständen lernen und vertiefen. Bildkarten und Materialproben helfen ihnen dabei. Die Objekte regen zudem an, die eigene Kreativität in Skizzen zu erproben. © Museumspädagogisches Zentrum Ein überdimensioniertes Setzregal, die Eingangswand der Neuen Sammlung – The Design Museum, stellt eindrucksvoll und als Auftakt des Rundgangs den Sammlungsbereich Design mit mehr als 30 Exponaten vor. Für die Deutschklassen oder BIK ist dies eine optimale Vermittlungssituation, da hier, immer abgestimmt auf den jeweiligen Sprachstand der Schülerinnen und Schüler, der Wortschatz spielerisch auf ganz unterschiedliche Art und Weise eingeübt werden kann. Eine einfache Möglichkeit des spielerischen Spracherwerbs zeigt unser Quiz, bei dem die Begriffe den einzelnen Objekten zugeordnet werden können. Was ist was im Setzregal? Möbel, Fahrzeug oder Elektrogerät? Ein Klick auf die Info-Symbole verrät es. Basiswortschatz lässt sich z.B. mit dem Spiel „Ich sehe etwas, was du nicht siehst und das ist…“ trainieren. Neben der Farbabfrage kann auch das Material thematisiert werden: „Was ist aus Holz?“- „Der Tisch!“ Sprachlich etwas höhere Anforderungen stellt die Aufgabe, als Antwort nicht nur das Objekt, sondern auch die damit verbundene Tätigkeit zu beschreiben: Z.B. „Was ist aus Kunststoff?“ – „Der schwarze Stuhl ist aus Kunststoff. Ich sitze auf dem Stuhl.“Folgendes Element funktioniert am besten ab einer Bildschirmbreite von 700 Pixeln (Tablet, PC). Das Setzregal mit gezeichneten Objekten finden Sie hier. Die Schülerinnen und Schüler können die gelernten Begriffe eintragen und noch einmal vertiefen.  Zur Überprüfung dient ein beigefügtes Lösungsblatt mit den zugeordneten Begriffen. Die besondere Lernumgebung Museum und die beeindruckenden Originale motivieren die Kinder und Jugendlichen. Zugleich machen die Sprachspiele zu den Exponaten Freude, schaffen Erfolgserlebnisse und Selbstvertrauen. - Wichtige Voraussetzungen, die das Erlernen der neuen Sprache positiv unterstützen.  Mehr aus unserer Reihe Sprache verbindet Sprachfördernde Angebote des MPZfür Deutschklassen an Grund-, Mittel und Berufsschulen sowie Deutschlernkurse Passende Beiträge auf XponatSprache lernen mit Kunst: Farbkarten, Ich sehe was, was du nicht siehstSprache lernen mit Design: Stuhl Entwurf: Michael Thonet, Hersteller: Gebrüder Thonet, WienStuhl Nr. 14 | um 1856, Materialprobe Passende MPZ-FührungenProgramm für Deutschklassen in der Pinakothek der Moderne - Sammlung Moderne Kunst: Die Welt der Farben in der Kunst Programm für Deutschklassen in der Pinakothek der Moderne - Die Neue Sammlung: Stühle, Sessel, Teller, Tassen - besondere Dinge im Designmuseum Informationen zum MuseumIn der Pinakothek der Moderne präsentieren vier Museen zu Kunst, Design, Architektur und Graphik ihre Sammlungen. Alle vier Museen bespielt auch das interkulturelle und kostenfreie Projekt „KunstWerkRaum“, zu dem wir Sie herzlich einladen, sobald Gruppenveranstaltungen wieder möglich sind. Abbildungsnachweis Titelbild: © Museumspädagogisches Zentrum