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Brosche aus Eisen, Lot, Email, Granate, Pyrit und Neodymscheibenmagnet

Abenteuer Schmuck: Schmuckkunst

Starte mit uns ins Abenteuer Schmuck! Bevor du eigene, kreative Anstecker oder Broschen gestaltest, liefert dir die außergewöhnliche Schmuckkunst aus der Danner-Rotunde, dem Schmuckraum in der Pinakothek der Moderne, jede Menge Anregungen, wie fantasievoll, witzig und vielseitig Schmuck sein kann.

An dieser Fotoreihe kannst du erkennen, was mit „Schmuckkunst“ gemeint ist. Schau dir die unterschiedlichen Materialien an: Natürlich – Gold und Silber, das sind typische „edle“ Materialien für Schmuck. – Die verwenden Schmuckkünstler*innen auch gerne, aber darüber hinaus eben auch viel ungewöhnliches, „unedles“ Material. Ai Weiwei nutzt zum Beispiel Porzellan für seinen Anhänger „Sonnenblumenkern“ oder David Watkins rosafarbenes Acrylglas. Schmuckkünstler*innen ist es wichtig, für ihre Idee das passende Material zu finden. Edel oder unedel ist dabei ganz nebensächlich. Manchmal ist es aber auch anders herum: Ein Material spricht sie an, das vielleicht noch nie zu Schmuck verarbeitet wurde, und sie nehmen sich die Freiheit, daraus Schmuck zu machen.

Freiheit – das ist überhaupt ein ganz wichtiger Punkt, wenn es um Schmuckkunst geht: Keine Grenzen bei den Materialien, keine Grenzen bei der Form, sondern kreative Freiheit! Manchmal entsteht aus dieser Freiheit heraus sogar Schmuckkunst, die im Alltag gar nicht getragen werden kann.
Der Halsschmuck von David Watkins ist zwar tragbar, aber er führt auf jeden Fall ein Eigenleben. Die gerundeten Bügel aus Acrylglas sind nur in den zwei Scharnieren auf Schulterhöhe, sonst aber nicht beweglich. Deshalb passt sich der Halsschmuck nicht den Bewegungen des Körpers an, sondern bildet in seiner klaren, geometrischen Form einen Kontrast zum Körper.

Manchmal überraschen die Schmuckkünstler*innen mit ihren Ideen, ihrem Humor und ihren außergewöhnlichen Schmuckformen, manchmal regen sie uns auch zum Nachdenken an oder spielen mit unseren Assoziationen. Schiebe den Regler unter dem Bild von links nach rechts und erfahre mehr zu diesen Schmuckobjekten.

Löse unser schwieriges Memospiel und kombiniere die Inspirationsquelle mit dem jeweiligen Schmuckstück! Wenn du ein Paar gefunden hast, erfährst du mehr dazu. Du kannst den Text dann ganz in Ruhe lesen, denn solange er sichtbar ist, stoppt die Zeitmessung.

Gestalte deinen eigenen Anhänger

Befestigungsmöglichkeiten
© Museumspädagogisches Zentrum

Jetzt wirst du selbst aktiv und gestaltest eigene Anstecker für Tasche, Jacke, Mütze, Hose …

Trage dazu erst einmal einiges Material und Werkzeug zusammen, zum Beispiel Recyclingmaterial wie bunte Papiere, Karton, Zeitschriften, Aludeckel, Schokoladenpapiere, Gemüsenetze und andere Verpackungen, Schnüre, Bänder, Wollreste, Draht, Stoffreste, Perlen oder Knöpfe und was dir sonst noch einfällt.

Außerdem brauchst du einen Bleistift, evtl. Buntstifte, Kleber, Schere, evtl. Drahtzange.

Zum Befestigen eignen sich Buttons, Sicherheitsnadeln oder auch Büroklammern.

Wenn du das MPZ-Materialpäckchen bestellt hast, verwende das Material aus dem Umschlag „Tag 1 Schmuckkunst“.

Teile deine Ideen mit uns auf Instagram oder Facebook und verwende dafür den Hashtag #MPZschmuck!
Diese wunderbaren Kreationen wurden bereits von euch geteilt:

Studium Schmuckkunst
Schmuckkünstler*innen haben meist ein Studium an einer Akademie der Bildenden Künste, zum Beispiel in München, absolviert. „Die Akademie versteht sich als Versuchslabor …“ kannst du auf der Webseite lesen. Wenn du dir das Lehrangebot ansiehst, erfährst du, dass Schmuck zum Bereich der „Freien Kunst“ gehört – wie auch Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Medienkunst, Grafik, Bühnenbild und -kostüm.

Übrigens: Der Schmuckraum in der Pinakothek der Moderne heißt Danner-Rotunde aufgrund der engen Verbindung mit der Danner-Stiftung. Die „Benno und Therese Danner’sche Kunstgewerbestiftung“ gründete Therese Danner 1920 in München mit dem Ziel, das Kunsthandwerk zu fördern. Ein Schwerpunkt war von Anfang an Schmuck und der Aufbau einer internationalen Schmucksammlung. Viele Objekte dieser Sammlung kannst du dir in der Danner-Rotunde ansehen. Nicht nur die einzelnen Stücke, sondern auch deren Zusammenstellung in den Vitrinen werden dich zum Staunen bringen.
Außerdem präsentiert Die Neue Sammlung – The Design Museum bis 17.01.2021 die Ausstellung „Danner-Preis 2020. 100 Jahre Danner-Stiftung“ Eines der Schmuckstücke, die du in unserem Beitrag kennengelernt hast, hat den diesjährigen Danner-Preis bekommen. Welches ist es?

Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.net
Konstruktion

Passende MPZ-Führung
Schmuckkunst – faszinierend, inspirierend! (GS ab Jgst. 3, MS, RS, GYM)

Abbildungsnachweis Titelbild: Bettina Dittlmann. Brosche „Wohin“, 2019. Eisen, Lot, Emaille, Granate, Pyrit, Neodymscheibenmagnet. © Danner-Preis 2020. Foto: Danner-Stiftung. Eva Jünger (Ausschnitt)

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