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Author: Verena Eckardt

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Geschenkpapiere selbst gemacht!
Geschenkpapier
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Tut euch zu zweit, besser zu dritt oder zu viert zusammen, dann macht das Gestalten von Geschenkpapieren besonders viel Spaß! Wie immer inspiriert uns ein Objekt aus einem Museum, diesmal ein Gemälde von Wassily Kandinsky aus der Pinakothek der Moderne. Inspiration Kunst Wassily Kandinsky, Träumerische Improvisation, 1913, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Pinakothek der Moderne, München (Zuletzt aktualisiert am 15.09.2020) Schaut euch dieses Bild einmal genau an. Welcher Name oder Titel würde euch dazu einfallen? Schreibt gerne eure Ideen in unsere Wortwolke, so sehen wir, wie viele unterschiedliche Ideen es gibt! Du kannst auch mit deiner Handykamera diesen Code scannen! Wahrscheinlich kommt ihr auf viele Ideen, die in ganz unterschiedliche Richtungen gehen! Kein Wunder! – Denn die vielen bunten Farben, unterschiedlichen Formen, Striche, Punkte und ihre Verteilung im Bild regen die Fantasie sehr stark an. Es ist ein abstraktes Bild, das nichts aus der realen Welt abbildet. Die Farben und Formen und ihre Zusammenstellung lösen aber Bilder oder Assoziationen in uns aus, die ganz unterschiedlich sein können. Wassily Kandinsky nennt dieses Gemälde „Träumerische Improvisation“. Improvisation, improvisieren – das bedeutet, etwas spontan und kreativ zu tun. Nicht geplant, sondern eher spielerisch. Das Adjektiv „träumerisch“ verstärkt diese Absicht noch. Wassily Kandinsky hat mit dieser Art der Malerei vor über 100 Jahren eine ganz neue Kunst geschaffen. Mit der Technik des Improvisierens gestaltet ihr jetzt gemeinsam außergewöhnliche Geschenkpapier-Bilder! Nützlich wäre dafür ein größerer Tisch, den ihr am besten mit Zeitungspapier abdeckt. Tragt die hier abgebildeten Materialien zusammen. Vielleicht möchte sich auch jemand um eine passende Musik kümmern? Altpapier wie Packpapier, Papiertüten, Einwickelpapiere z. B. von Bäckereien, Bleistifte, Buntstifte, Wachsmalkreiden, Pinsel, Schere, Frottage-Materialien (z. B. Küchenreiben, Siebe, raues Holz, Obstnetze etc.), Wollreste, Schnüre. © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Andrea Feuchtmayr Große Papiere, Packpapier oder aufgeschnittene Papiertüten legt ihr so auf den Tisch, dass ihr gleichzeitig von verschiedenen Seiten daran arbeiten könnt. Kleinere Papiere lasst ihr zur Weitergestaltung von einem Platz zum nächsten wandern, so dass immer Gemeinschaftspapiere entstehen.Tipp: Zu starke Knicke bei aufgeschnittenen Papiertüten lassen sich gut glatt bügeln. Als erstes Frottage! Das braucht ihr: Aufgeschnittene Papiertüten, Packpapier, Einwickelpapiere und Frottage-Materialien wie Küchenreiben, Siebe, Gemüsenetze, raues Holz u. a.Legt alle Frottage-Materialien unter die Papiere. Mit flach geführten Wachsmalkreiden übertragt ihr die unterschiedlichen Strukturen auf eure Papiere.Jetzt zeigen die Papiere eine farbige Grundmusterung, die sich prima weitergestalten lässt!© Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Andrea Feuchtmayr Geschenkpapiermotive dazu! Für wen und für welchen Anlass macht ihr denn euer Geschenkpapier? Ist es ein Geburtstag? Eine Hochzeit? Ein religiöses Fest? Oder einfach ein Zwischendurch-Geschenk, mit dem ihr jemandem eine Freude machen wollt? Überlegt, welche Motive, Zeichen, Symbole euch für den Anlass, die Person oder das Geschenk einfallen! Blumen, Glückskleeblätter, Tiere, Herzen, Smileys …??? Vielleicht habt ihr auch einige Backförmchen, die sich vom Motiv her eignen? Dann könnt ihr auch die verwenden. Mit verschiedenen Buntstiften oder Wachsmalkreiden zeichnet ihr eure Motive auf die Papiere, groß, klein, verstreut oder gehäufelt – so wie es auch Wassily Kandinsky in seinem Bild gemacht hat. Tauscht immer wieder die Plätze, damit die Papiere von allen Seiten gestaltet werden. © Museumspädagogisches Zentrum , Foto: Andrea Feuchtmayr Collage für Löcher, Risse und mehr Hat euer Papier vielleicht an einigen Stellen Löcher oder Risse oder habt ihr Lust, das Papier mit der Collagetechnik weiter zu gestalten? So geht‘s: Altpapierreste gestaltet ihr zuerst wieder farbig und gemustert mit der Frottage-Technik.Schneidet verschiedene Motive aus. Um Löcher zu reparieren, müssen die Motive ein ganzes Stück größer sein als die kaputten Stellen. Mehlkleber herstellen Zum Kleben verwendet ihr selbst hergestellten, umweltfreundlichen Mehlkleber! So könnt ihr nicht wieder verwendbares Geschenkpapier ohne Bedenken in die Papiertonne werfen. Und so könnt ihr Mehlkleber selbst herstellen. Schiebt dazu den Regler unter dem Bild Schritt für Schritt nach rechts und folgt der Anleitung unter den Bildern. Verpacken ohne Klebefilm Auch Päckchen packen könnt ihr umweltfreundlich ohne Plastik-Klebestreifen! Wie es geht, erfahrt ihr, wenn ihr den Regler wieder nach rechts schiebt und der Anleitung unter den Bildern folgt!Tipp: Zu zweit und mit 4 Händen geht’s einfacher! Geschenk zu groß, Papier zu klein? Da hilft ein Falz! Zwei Papiere könnt ihr mit einem Falz zu einem großen Papier zusammenfügen. Der Falz lässt sich dann auch gestalterisch für euer Päckchen nutzen. So geht’s: Sicher werdet ihr mit euren außergewöhnlich verpackten Geschenken viel Freude bereiten. Toll, was man aus Altpapier so zaubern kann! Und gleichzeitig habt ihr nachhaltige, umweltfreundliche Recyclingverpackungen hergestellt! Denkt auch nach dem Feiern ans Recycling, werft nur Papier in die Altpapiertonne und nur diejenigen Papiere, die sich nicht weiterverarbeiten lassen. Bestimmt gibt es ja bald wieder eine Gelegenheit, mit selbst gestaltetem Geschenkpapier jemandem eine Freude zu bereiten.Viel Spaß bei euren von Wassily Kandinsky inspirierten Geschenkpapier-Improvisationen! Abbildungsnachweis Titelbild: © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Andrea Feuchtmayr

Die Anfänge Münchens
Frau mit Salzbreze neben Salzblock im Museum
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Sicher warst du schon einmal an der Isar – zum Radfahren, um Isarkiesel zu sammeln oder um am Wasser zu spielen. Als ich das letzte Mal auf der Ludwigsbrücke stand, habe ich daran gedacht, dass die Menschen an dieser Stelle schon seit Jahrhunderten die Isar überqueren. Oft gehen wir an solchen Plätzen oder an Gebäuden achtlos vorbei, ohne sie richtig zu sehen. Dabei steckt hinter vielen eine spannende Geschichte. Willst du wissen, was die Isar und diese Brücke mit der Gründung Münchens zu tun haben? Oder hättest du gerne einen Tipp, wo du „Weißes Gold“ im Münchner Stadtmuseum findest? Dann schau dir diesen Film an: Denselben Film findest du hier in Leichter Sprache (A2): Passende MPZ-FührungenDas Münchner Kindl geht auf Reisen in die Vergangenheit – Münchner Geschichten von damals und heute (Kindergartenkinder ab 5 Jahren)Mein München (Kindergartenkinder und deren Eltern)Blick auf das mittelalterliche München – Geschichte(n) im Museum und in der Stadt (GS ab Jgst. 3, MS, RS, GYM, Horte)„Typisch München!“ – Vom Mittelalter bis in die Barockzeit (MS ab Jgst. 7, RS ab Jgst. 7, GYM ab Jgst. 7, BS)München im Mittelalter – ein Spaziergang durch andere Zeiten (GS ab Jgst. 3, MS, RS, GYM) Informationen zum MuseumDas Münchner Stadtmuseum bietet eine große Bandbreite an Dauerausstellungen. Dazu gehören die stadthistorische Ausstellung „Typisch München!“ und die darin integrierte Ausstellung „Migration bewegt die Stadt. Perspektiven wechseln“. Außerdem gibt es noch die Sammlung Puppentheater/Schaustellerei, die Ausstellung „Nationalsozialismus in München sowie die Sammlung Musik. Du kannst regelmäßig Sonderausstellungen zu verschiedensten Themen besuchen, unter anderem aus der beachtlichen Sammlung Fotografie und der Sammlung Mode. Abbildungsnachweis Titelbild: Filmstill, © Museumspädagogisches Zentrum

Auf den zweiten Blick
Auszug aus der Zunftordnung der Abensberger Brauer

Alte Möbel zeigen, wie die Welt früher war – und das in all ihren Facetten. Nehmen wir doch zum Beispiel mal ein Möbelstück unter die Lupe, das es bei uns in jedem Haus und sogar fast in jedem Zimmer gibt: einen Schrank. Auf den ersten Blick wirkt er unauffällig und recht bunt – nichts Besonderes. Aber ein zweiter Blick lohnt sich! Entdeckt, was sich hier für Geheimnisse verbergen! Ihr werdet merken: Gerade die scheinbar „einfachen“ Dingen können uns sehr viel Interessantes verraten, wenn wir sie genauer unter die Lupe nehmen. Schaut euch diesen Schrank genau an. So einen Schrank kann man in keinem Möbelhaus kaufen. Er ist schon sehr alt und seine Entstehungsgeschichte unterscheidet sich stark von derjenigen heutiger Möbelstücke. © Stadtmuseum Abensberg Den Anfang macht der Schreiner. Auf Bestellung seiner Kunden besorgt er zunächst das benötigte Holz.Dieses bearbeitet er in der eigenen Werkstatt. Er nutzt dabei Werkzeuge wie Sägen und Hobel. Manche der Geräte gibt es immer noch, andere sind mittlerweile vergessen. Es wurde alles per Hand bedient – und das war ziemlich anstrengend. Habt ihr mal versucht, einen dicken Baumstamm mit einer Blattsäge zu durchtrennen? Jeder Handwerker hatte Vorschriften, an die er sich halten musste. Er gehörte zu einer festen Gruppe von Handwerkern, einer sogenannten Zunft. All diese Zünfte (z.B. die Schreiner, die Schlosser oder die Schmiede) mussten bestimmte Regeln befolgen, die in der Zunftordnung festgelegt waren. Ausschnitt aus der Zunftordnung der Abensberger Brauer, © Stadtmuseum Abensberg Für die Schreiner bedeutete das – neben Preisabsprachen und Qualitätskontrolle – vor allem eines: Um ihre Möbel zusammenzubauen, durften sie keine Nägel benutzen! Sie konnten die Einzelteile lediglich durch Zapfen oder Bolzen miteinander verbinden. Denn als Schreiner war ihnen nur das Arbeiten mit Holz gestattet – nicht mit Eisen. Das war anderen Zünften vorbehalten, zum Beispiel den Schlossern. Sie arbeiteten mit Metall und waren fähig und vor allem berechtigt, dieses Material zu erhitzen und zu beschlagen. Sie fertigten Schlösser und Schlüssel sowie Scharniere und Beschläge – und so wurden zum Beispiel Schrankkorpus und Türen miteinander verbunden. Im Zusammenspiel ergibt sich aus der Arbeit der einzelnen Handwerker ein fertiger Schrank, dem nun nur noch die richtige Bemalung fehlt. Dafür macht der Schrank sich auf zum nächsten Handwerker: dem Maler. Dort bekommt er ordentlich Farbe und kann danach endlich zu seinem Aufstellungsort gebracht werden. So entstanden durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Handwerker einzigartige Möbel. Sie waren aufgrund ihrer aufwendigen Herstellung für die Menschen sehr viel wertvoller als wir es uns heute vorstellen können und wurden selbstverständlich über Generationen vererbt.Wissen wir alte, aufwendig hergestellte Möbel und schöne Erbstücke überhaupt noch zu schätzen?!Heute fährst du mit deinen Eltern in Einrichtungsläden und kaufst fertige Bausets. Oftmals bestehen diese nicht mal aus richtigem Holz. Habt ihr zuhause ein schönes Möbelstück, das handwerklich toll gearbeitet ist? Oder gibt es in eurer Familie gar ein Erbstück? Neben der Bedeutung, die ein sorgsam gehütetes Familienerbstück besitzen kann, spielt hier auch der nachhaltige, also der durchdachte Umgang mit Rohstoffen eine Rolle. Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Fall, dass man für einen Schrank „echtes“, umweltverträglich gewachsenes und geschlagenes Holz von heimischen Bäumen verwendet. Schließlich verarbeitet man es so, dass das daraus entstehende Produkt kein Wegwerfartikel ist, sondern uns wertvoll ist und bleibt. – Einfach so, wie die Menschen das früher ganz selbstverständlich gemacht haben. Geht auf die Suche nach einem tollen Möbelstück mit Geschichte oder baut selbst ein (nachhaltiges) Möbelstück – eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Teile deine Ideen mit uns auf Instagram oder Facebook und verwende den Hashtag #MPZnachhaltig.Viel Spaß! © Stadtmuseum Abensberg Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netSchrank, Truhe, Werbetext schreiben, Konstruktion, Detailfokus Mehr zum Thema Upcycling in unserer Reihe „Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik“ Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Informationen zum MuseumWer war Graf Babo? Und warum hatte die Stadtmauer 40 Türme? Wen besiegte Napoleon vor den Toren der Stadt,wer ist der Vater der bayerischen Geschichtsschreibung und warum hatte Ötzi einen Abensberger Feuerstein dabei? Entdeckt im Stadtmuseum Abensberg die facettenreiche Vergangenheit der Stadt, von der Steinzeit, den Babonen und Aventinus bis zu den Krippen des Sebastian Osterrieder. Hier kannst du schon einmal eine Rundgang unternehmen. © Stadtmuseum Abensberg Abbildungsnachweis Titelbild: Ausschnitt aus der Zunftordnung der Abensberger Brauer, © Stadtmuseum Abensberg (Ausschnitt)

Märchen in Murnau
Steine mit Märchenfiguren bemalt

Kamele, eine Kuh, im Hintergrund ein antiker Tempel vor einer Bergkulisse. Pferde, Ziegen, ein Hund, ein Lamm und viele Menschen vor einem Brunnen. Ein Mann, der unter einem großen alten Baum auf dem höchsten Brunnenrand sitzt. – Zu sehen ist all das auf einem Gemälde, das im Schloßmuseum Murnau hängt. Johann Michael Wittmer, ein Maler aus Murnau, hat es vor fast zweihundert Jahren gemalt. Was da wohl los ist? Hier erfährst du es: Johann Michael Wittmer, Äsop, dem phrygischen Volk seine Fabeln erzählend, 1875, © Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv Was fällt wohl dem Haustechniker des Schloßmuseums, einer Restauratorin und Kindern aus Murnau zu dem Bild ein? Xaver und Max, © Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv Angela Hückel, Restauratorin, © Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv Werkzeug des Haustechnikers, © Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv Und HIER (auf der verlinkten Seite etwas weiter unten) schildern noch mehr Personen ihre Eindrücke! Äsop, der Mann auf dem Brunnen, erzählt Geschichten von Tieren. Diese Tiere können sprechen und haben Eigenschaften wie Menschen. HIER kannst du einige der Geschichten hören. Sportmärchen Ödön von Horváth, © Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv Ein anderer berühmter Schriftsteller will Eigenschaften von Menschen mit Geschichten aus der Welt des Sports offenlegen: Ödön von Horváth. Er lebte vor etwa 100 Jahren in Murnau. Als junger Mann wohnte und arbeitete er dort fast zehn Jahre lang in einer Villa, die sein Vater gebaut hatte. Er machte gerne Bergtouren, schwamm im Staffelsee und interessierte sich auch für andere Sportarten. Mit nur 36 Jahren starb er in Paris, wo er bei einem Gewitter von einem herabfallenden Ast erschlagen wurde. Die ersten Texte, die ihn als Schriftsteller bekannt machten, nannte er „Sportmärchen“. Ein Blick über den Riegsee nach Murnau mit Kirche und Schoßmuseum, im Hintergrund die schneebedeckten Alpen mit dem höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze (rechts). Angeregt durch diese Landschaft und seine Erlebnisse dort schrieb Ödön von Horváth seine „Sportmärchen“. Fünf davon verstecken sich hinter den Spots. Beim Zuhören einfach die Augen schließen, dann kommen die eigenen Bilder von selbst … Ist es schwer, ein Märchen oder eine Fabel zu schreiben? Leichter wird es sicher, wenn man sich Anregungen holt. Bei einem Besuch im Schloßmuseum Murnau zum Beispiel. Das Bild „Fabeltier“ von Franz Marc lädt ein, sich eine Geschichte darüber auszudenken. Was sagt wohl die Katze, die Gabriele Münter gemalt hat? Und wer wohnt auf ihren Bildern hinter den blauen Bergen? Märchensteine Märchensteine helfen auch, wenn man Geschichten erfinden möchte. Hier findest du die Anleitung! Ein Besuch im Schloßmuseum Murnau ist auf jeden Fall immer märchenhaft! Entdecker-Stationen, Mit-Mach-Hefte und Suchspiele für das Museum sowie die jeweilige Sonderausstellung, Bastelbögen, Kinder-Kreativ-Postkarten: die Kunstvermittlung am Schloßmuseum Murnau hält vieles bereit für Jung und Alt. Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netPostkarte schreiben, Vertonung, Innerer Monolog Passende MPZ-FührungMärchen und Sagen erwachen zum Leben (GS, Horte) Mehr über das MuseumHier findest du noch mehr Informationen zum Schlossmuseum Murnau. Zu Ödön von Horváth erfährst du in der Horváth-Abteilung des Museums und hier mehr. Abbildungsnachweis Titelbild: © Schloßmuseum Murnau, Foto: Anja Piontek

Abenteuer Schmuck: eine Weltreise
Details einer Kette aus bunten Federn
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Heute begeben wir uns im Museum Fünf Kontinente auf die Suche nach außergewöhnlichem Schmuck. Schmuck kann auch Körperbemalung sein. Die gibt es vergänglich oder dauerhaft, als Tätowierung. Wir betrachten heute Schmuck von den Kontinenten ASIEN, OZEANIEN und SÜDAMERIKA. Asien Die Bemalung mit Henna, einer pflanzlichen Farbe, hat in Asien eine lange Tradition. Vor allem in Indien ist sie weit verbreitet. Bei verschiedenen Festen bemalen sich die Menschen mit Henna. Die aufwendigsten und schönsten Motive werden vor einer Hochzeit für die Braut gemalt. Hier siehst du in einem Video, wie man eine Bemalung mit Henna selbst machen kann. Ozeanien Tattoos für die Ewigkeit sind unter anderem bei den Einwohnern Ozeaniens üblich. Auch hier haben die Muster bestimmte Bedeutungen und es gibt genaue Regeln, wer welches Muster tragen darf. Tätowierungen (oder auch Tatauierungen) gelten in Ozeanien als Schutz für den Körper. Vor allem aber zeigen sie die gesellschaftliche Stellung und Familie des Trägers oder der Trägerin. Die Frauenfigur links ist am ganzen Körper tätowiert. Genauso der kleine „Klettertiki“ auf der rechten Seite. Die Originale befinden sich im Museum Fünf Kontinente. © Museum Fünf Kontinente, links: Foto: Marietta Weidner; rechts: Foto: Nicolai Kästner Wir nennen ihn Klettertiki, weil er auf diesem Stelzentritt ganz nach oben klettert. Die Tikifiguren gibt es auf den Marquesas-Inseln in der Südsee. Sie sind menschenähnliche Wesen mit übernatürlichen Kräften. Südamerika Auch die Kayapó aus Brasilien sind bekannt für ihren Körperschmuck. Aber nicht nur Bemalung sondern auch Federschmuck ist dort sehr wichtig. Ihr kennt sicher die Federhauben der Ureinwohner Nordamerikas. In Südamerika gibt es ebenfalls beeindruckenden Federschmuck. Die langen Federn bei diesem linken Kopfschmuck sind Schwanzfedern vom Ara. Der Halsschmuck mit Federn stammt auch von den Kayapó aus Brasilien. © Museum Fünf Kontinente, Foto: Marietta Weidner Bei der Herstellung des Federschmucks gibt es – genau wie bei der Körperbemalung und Tätowierung – vorgeschriebene Regeln. Die Federn und die anderen Materialien, zum Beispiel die Pflanzensamen als Perlen, erzählen etwas über den stolzen Besitzer des Schmucks. Gestalte deine eigene Federkette Wenn ihr auch eine Halskette mit Federn bauen wollt, braucht ihr Federn, Perlen und Wolle und/oder ein Lederband. Und dann könnt ihr loslegen…. © Museumspädagogisches Zentrum Informationen zum Museum… und wenn ihr noch mehr über Tatoos und Körperschmuck oder über die Menschen, die diesen Schmuck tragen, wissen wollt, geht doch einfach ins Museum Fünf Kontinente. Abbildungsanchweis Titelbild: © Museum Fünf Kontinente, Foto: Marietta Weidner (Ausschnitt)

Abenteuer Schmuck: Die Etrusker
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Schau dir das Bild an: Wie gefällt dir diese Landschaft? Hättest du Lust, dort zu leben? © Staatliche Antikensammlungen München Das Bild zeigt eine Hügellandschaft in der Toskana. Vielleicht hast du dort schon einmal Urlaub gemacht. Dann hast du dich auf uraltem Etruskerland befunden. Denn von der römischen Bezeichnung „Tusci“ für das Volk der Etrusker leitet sich die Bezeichnung „Toskana“ ab. Das Gebiet der Etrusker reichte aber weit über die Toskana hinaus. In ihrer Blütezeit im 7. und 6. Jahrhundert vor Christus herrschten sie von der Po-Ebene in Norditalien bis südlich von Neapel. Spuren ihrer Kultur finden wir aber über einen sehr viel längeren Zeitraum hinweg, vom 9. bis zum 1. Jahrhundert vor Christus. A4H9J9 Cerveteri Lazio Italy The Etruscan archaeological site of the Necropolis of Banditaccia DAS VOLK DER ETRUSKER Die Etrusker waren ein geheimnisvolles Volk. Noch heute wissen wir nicht, woher sie kamen. Lebten sie schon immer in Mittelitalien und waren also „Eingeborene“? Oder sind sie aus Kleinasien eingewandert? Heute neigen die Wissenschaftler zu der Annahme, dass die Etrusker hervorgegangen sind aus einer Verbindung von bereits in Mittelitalien ansässigen Völkern und Einwanderern aus dem Osten. Es gibt zahlreiche etruskische Inschriften. Doch die Sprache können wir zwar lesen, aber nicht verstehen. Dadurch bleiben viele Fragen offen. Was wir von den Etruskern wissen, haben wir aus den vielen Grabfunden abgeleitet, die wir kennen. Die Etrusker bauten nämliche riesige Grabhügel für ihre Toten und bestatteten sie mit reichen Beigaben. Die Staatlichen Antikensammlungen in München besitzen eine sehr große Sammlung von etruskischen Funden, die du dir im Museum anschauen kannst. SCHMUCKSTÜCKE Dabei fallen die wunderschönen Schmuckstücke aus Gold auf. Gold gab es in der Toskana kaum. Aber es gab Eisen, das die Etrusker gegen Gold tauschen konnten. Sehr schnell lernten sie, mit dem Werkstoff Gold umzugehen, und wurden vor über 2500 Jahren die größten Meister der Goldschmiedekunst, vor allem dank einer ganz besonderen Technik: Sie schmolzen Gold zu winzig kleinen Kügelchen, dem Granulat, und löteten diese auf geformte Goldbleche. Dabei schafften sie es, dass die Goldkügelchen nicht zerliefen. Zwischen den Granulatkügelchen brachten sie hauchdünne Fäden aus Golddraht an, das Filigran. Die feinsten dieser Drähte sind weniger als einen Millimeter dünn – eine ungeheure Leistung in dieser Zeit ohne Lupen und andere moderne Hilfsmittel! Etruskischer Schmuck In der Vergrößerung kannst du die winzigen Kügelchen (Granulat) und feinen Drähte (Filigran) aus Gold gut erkennen.Manche Schmuckstücke waren auch mit kleinen Tieren verziert.© Staatliche Antikensammlungen München, Foto: Renate Kühling GESTALTE DEIN EIGENES SCHMUCKSTÜCK Hast du Lust, dein eigenes Schmuckstück zu kreieren? Die Anleitung hilft dir dabei. Vorlagen-für-Prägung-AnhängerHerunterladen Wenn du keine Goldfolie zu Hause hast (vielleicht noch vom letzten Weihnachten), kannst du auch die Metalldeckel von Joghurt- oder Quarkbechern benutzen. Und statt Perlen kannst du Alufolie zu Kugeln drehen und mit einer Nadel durchstechen. Achte darauf, dass die Prägung mit den Erhebungen immer die Vorderseite bildet. So kannst du Granulat und Filigran nachbilden. Möchtest du noch mehr über die Etrusker erfahren? Dann komm doch in die Staatlichen Antikensammlungen in München. Dort kannst du dir neben etruskischen Schmuckstücken noch viele weiterespannende Funde ansehen, die dir etwas über dieses rätselhafte Volk verraten. Damit du den Geheimnissen der Etrusker auf die Spur kommst, haben wir vom MPZ einige Entdecker-Blätter für dich gemacht. Hier kannst du sie herunterladen. Drucke sie aus und mache dich im Museum auf die Suche. Entdecker-BlätterHerunterladen Außerdem kannst du, wenn es wieder möglich ist, auch deinen Geburtstag mit den Etruskern feiern: Das MPZ bietet einen Geburtstag für Kinder und Jugendliche an: Zeit zum Glücklichsein – zu Gast bei einem etruskischen Gelage. Abbildungsnachweis Titelbild: © Staatliche Antikensammlungen München, Foto: Renate Kühling (Ausschnitt)

Abenteuer Schmuck: Schmuckkunst
Brosche aus Eisen, Lot, Email, Granate, Pyrit und Neodymscheibenmagnet

Starte mit uns ins Abenteuer Schmuck! Bevor du eigene, kreative Anstecker oder Broschen gestaltest, liefert dir die außergewöhnliche Schmuckkunst aus der Danner-Rotunde, dem Schmuckraum in der Pinakothek der Moderne, jede Menge Anregungen, wie fantasievoll und vielseitig Schmuck sein kann. An diesen fünf Beispielen zu Halsschmuck kannst du erkennen, was mit „Schmuckkunst“ gemeint ist. Schau dir die unterschiedlichen Materialien an: Natürlich – Gold und Silber, das sind typische „edle“ Materialien für Schmuck. – Die verwenden Schmuckkünstler*innen auch gerne, aber darüber hinaus eben auch viel ungewöhnliches, „unedles“ Material. Ai Weiwei nutzt zum Beispiel Porzellan für seinen Anhänger „Sonnenblumenkern“ oder David Watkins rosafarbenes Acrylglas für "Hinged Loop". Schmuckkünstler*innen ist es wichtig, für ihre Idee das passende Material zu finden. Edel oder unedel ist dabei ganz nebensächlich. Manchmal ist es aber auch anders herum: Ein Material spricht sie an, das vielleicht noch nie zu Schmuck verarbeitet wurde, und sie nehmen sich die Freiheit, daraus Schmuck zu machen. Freiheit – das ist überhaupt ein ganz wichtiger Punkt, wenn es um Schmuckkunst geht: Keine Grenzen bei den Materialien, keine Grenzen bei der Form, sondern kreative Freiheit! Manchmal entsteht aus dieser Freiheit heraus sogar Schmuckkunst, die im Alltag gar nicht getragen werden kann. Die Schmuckkünstler*innen überraschen mit ihren Ideen, ihrem Humor und ihren außergewöhnlichen Schmuckformen, manchmal regen sie uns auch zum Nachdenken an oder spielen mit unseren Assoziationen. Schiebe den Regler unter dem Bild von links nach rechts und erfahre mehr zu diesen Schmuckobjekten. Löse jetzt unser schwieriges Memospiel und kombiniere das Schmuckstück mit seiner möglichen Inspirationsquelle! Wenn du ein Paar gefunden hast, erfährst du mehr dazu. Du kannst den Text dann ganz in Ruhe lesen, denn solange er sichtbar ist, stoppt die Zeitmessung. Gestalte deinen eigenen Anstecker © Museumspädagogisches Zentrum Welche Brosche oder welche Inspirationsquelle spricht dich denn am meisten an? Und wohin führt dich deine Kreativität, wenn du nun deine eigenen Anstecker für Tasche, Jacke, Mütze, Hose … gestaltest?  Trage dazu erst einmal einiges Material und Werkzeug zusammen. Die Fotos geben dir Anregungen , was sich alles eignet. Wenn du das MPZ-Materialpäckchen bestellt hast, verwende auch das Material aus dem Umschlag „Tag 1 Schmuckkunst“. Und hier siehst du Ideen von Andrea, Johanna und Verena. Teile deine Ideen mit uns auf Instagram oder Facebook und verwende dafür den Hashtag #MPZschmuck! Dann können wir nach und nach unsere Fotoreihe mit euren Bildern erweitern!Diese wunderbaren Kreationen wurden bereits von euch geteilt: Studium SchmuckkunstSchmuckkünstler*innen haben nach der Ausbildung in einer Goldschmiede oder an einer Fachschule meist ein Studium an einer Akademie der Bildenden Künste, zum Beispiel in München, absolviert. „Die Akademie versteht sich als Versuchslabor …“ kannst du auf der Webseite lesen. Wenn du dir das Lehrangebot ansiehst, erfährst du, dass Schmuck zum Bereich der „Freien Kunst“ gehört - wie auch Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Medienkunst, Grafik, Bühnenbild und -kostüm. Übrigens: Der Schmuckraum in der Pinakothek der Moderne heißt Danner-Rotunde aufgrund der engen Verbindung mit der Danner-Stiftung. Die „Benno und Therese Danner’sche Kunstgewerbestiftung“ gründete Therese Danner 1920 in München mit dem Ziel, das Kunsthandwerk zu fördern. Ein Schwerpunkt war von Anfang an Schmuck und der Aufbau einer internationalen Schmucksammlung. Viele Objekte dieser Sammlung kannst du dir in der Danner-Rotunde ansehen. Nicht nur die einzelnen Stücke, sondern auch deren Zusammenstellung in den Vitrinen werden dich zum Staunen bringen. Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netKonstruktion Passende MPZ-FührungSchmuckkunst – faszinierend, inspirierend! (GS ab Jgst. 3, MS, RS, GYM) Abbildungsnachweis Titelbild: Bettina Dittlmann. Brosche „Wohin“, 2019. Eisen, Lot, Emaille, Granate, Pyrit, Neodymscheibenmagnet. © Danner-Preis 2020. Foto: Danner-Stiftung. Eva Jünger (Ausschnitt)

Unterwegs auf nachhaltigen Sohlen

„Zeig mir deine Schuhe … und ich sage dir, wer du bist!“ – Egal ob Sneakers, Wanderschuhe, Flip-Flops oder Adiletten: Welche Schuhe ich gerne trage, sagt viel über mich selbst und meinen Charakter aus. Schuhe spielen eine wichtige Rolle für uns, denn sie tragen uns wortwörtlich durchs Leben und schützen oder schmücken unsere Füße. Hast du ein oder mehrere Paar Lieblingsschuhe? Und warum liegen sie dir so am Herzen? In der Mode- und Textilsammlung des Münchner Stadtmuseums befinden sich einige hundert Paar Schuhe. Sie zeigen uns, welches Schuhwerk die Menschen früher getragen haben und wie diese Schuhe hergestellt und behandelt wurden. Jedes Paar erzählt eine andere Geschichte. Was können uns diese Schuhe wohl über ihre Entstehung und Herstellung verraten? „Not und Tugend“. Schuhe der Notzeit aus Stroh und Wolle, 1940/45 (hinten), vegane Sneakers aus Heu bzw. Zunderschwamm, THIES 2017 (vorne), © Münchner Stadtmuseum Die Bedeutung von Schuhen für den Menschen hat sich im Laufe der Zeit sehr verändert: Während man früher froh sein konnte, als normaler Bürger überhaupt Schuhe zu besitzen, quillt unser Schuhschrank heute über und es gibt Schuhe für jeden nur erdenklichen Anlass. Weltweit werden im Jahr durchschnittlich 3 Paar neue Schuhe gekauft, in Deutschland sind es 5 und in den USA sogar 7. Wie viele Paar Schuhe befinden sich in deinem Kleiderschrank? Hast du dir eigentlich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie und woraus sie hergestellt werden? Schließlich wachsen Schuhe nicht auf Bäumen … Für Lederschuhe muss als erstes der Rohstoff, also das Leder, gewonnen werden. Dieses besteht aus Häuten und Fellen von Tieren, die oftmals unter sehr schlechten Bedingungen gehalten werden. Damit das Leder haltbar, geschmeidig und dicht wird, muss es gegerbt werden. Dafür verwendet man fast immer Chemikalien, die schädlich für Menschen und Umwelt sind. Viele Arbeiterinnen und Arbeiter tragen trotzdem keine Schutzkleidung. Hier siehst du, wie es in einer Gerberei aussehen kann. Arbeiter in einer Gerberei, © INKOTA-netzwerk/ Change Your Shoes/ GMB Akash© ema_11 auf Pixabay Heute werden viele unserer Schuhe nicht aus Leder, sondern künstlich hergestellt. Diese synthetischen Materialien sind zum Beispiel PVC, Kunstleder oder Plastik. Vor allem die Sohlen der Schuhe sind meist aus Plastik und werden an den Schuhschaft geklebt. Die dabei benutzten Klebstoffe sind hochgiftig und daher schlecht für die Gesundheit der Menschen, die diesen Arbeitsschritt durchführen. Außerdem entsteht durch den Abrieb der Sohlen sogenanntes Mikroplastik. Das sind winzige Plastikteilchen, die kleiner als 5 Millimeter sind und sich durch die Luft in der Umwelt verteilen. Diese Partikel sind oft nicht größer als Sandkörner und haben die verschiedensten Farben und Formen, wie man auf diesem Bild sehen kann. Mikroplastik, © Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), QuelleFischwarm schwimmt durch Plastikverschmutzung, Mikroplastikpartikel im Meerwasser, © iStock by Getty Images. Autor: dottedhippo (Ausschnitt) Das Mikroplastik landet also auf dem Erdboden, in Flüssen und Meeren und wird dort von Lebewesen, zum Beispiel von Fischen, aufgenommen. Viele dieser Fische landen später auf unserem Teller und mit ihnen gelangt das Mikroplastik in unsere Mägen. Forscher gehen sogar davon aus, dass die Weltmeere in etwa 30 Jahren mehr Plastik als Fisch enthalten werden! Plastik ist also ein sehr großes Problem für die Umwelt und damit auch für unsere eigene Gesundheit. Viele Schuhfabriken befinden sich in Asien. Die Menschen dort arbeiten oft viele Stunden am Stück, ohne Pausen. Wenn sie krank werden, bekommen sie keinen Lohn oder verlieren sogar ihren Arbeitsplatz. Außerdem sind die Gebäude, in denen sie arbeiten, nicht sicher. In den letzten Jahren sind eine ganze Reihe von Fabriken eingestürzt und dabei wurden Menschen schwer verletzt. Obwohl das Risiko für die Näherinnen und Näher also sehr hoch ist, werden sie meistens schlecht bezahlt. Viele von ihnen können mit dem geringen Lohn sich selbst und ihre Familien kaum ernähren. Immer mehr Menschen gehen daher auf die Straße, um gegen diese Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Ihre Proteste werden oftmals gewaltsam beendet. Protestierende Arbeiterinnen, © INKOTA-netzwerk/ Change Your ShoesEingestürzte Textilfabrik Rana Plaza 2013 in Bangladesch. Einer der schwerwiegendsten Unfälle der internationalen Textilindustrie mit mehr als 1000 Toten und über 2000 Verletzten. Quelle: iStock by Getty Images, Autor: Farid_Ahmed Auf diesem Schuhsohlen-Diagramm siehst du, dass bei einem Laufschuh, der 120 Euro kostet, nur etwas mehr als 2 % des Endpreises in die Löhne der Arbeiterinnen und Arbeiter fließen. Das wären in diesem Fall knapp 2,50 Euro. Dem Markenkonzern fallen dagegen 26 Euro zu. Er erhält somit neben dem Einzelhandel, der wiederum Ausgaben für seine Beschäftigten und für die Ladenmiete hat, den größten Teil des Gesamtpreises. Die kleinste Summe landet hingegen bei den Menschen, die unter sehr schlechten Bedingungen für uns die Schuhe herstellen. Das ist alles andere als fair! Wertschöpfungskalkulation eines Laufschuhs. © SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene. Ziel 8 der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, Quelle Wie du gerade erfahren hast, ist die übliche Herstellung von Schuhen meist alles andere als nachhaltig. Denn nachhaltig handeln heißt, sich so zu verhalten, dass alle Lebewesen auf der Erde jetzt und in Zukunft gut leben können. Das bedeutet, wir müssen nicht nur Rohstoffvorräte und die Umwelt schonen, sondern auch gerecht wirtschaften und friedlich miteinander leben. Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen 17 Ziele festgelegt, um die Welt nachhaltiger zu gestalten. Ziel 8 soll eine menschenwürdige Arbeit für alle garantieren. Leider orientieren sich viele Unternehmen nicht an diesem Ziel. Andererseits gibt es aber auch Schuhmarken, die nicht auf Masse produzieren, sondern Qualität, die Einhaltung von Menschenrechten und den Schutz der Natur über ihre Profit-Interessen stellen. Einige solche nachhaltig produzierende Markenlabels kommen aus München. Sie sind auch mit Modellen in der Schuhausstellung des Münchner Stadtmuseums vertreten. Hier gibt es zum Beispiel Sneakers aus Pilzen, Steinen oder Milch zu sehen, die das Münchner Label Nat-2 herstellt. Kannst du die Schuhe den Materialien zuordnen? Bestimmt wunderst du dich, wie aus solchen außergewöhnlichen Materialien Schuhe entstehen können. Das Pilzleder wird beispielweise aus dem Zunderschwamm gewonnen, der an Birken und Buchen wächst. In einem aufwendigen Verfahren wird der per Hand gesammelte Pilz viele Monate lang getrocknet, anschließend geschält und in Kombination mit Materialien wie Kork, Biobaumwolle und Velourleder aus recycelten PET-Flaschen zu Sneakers weiterverarbeitet. Auch der Schieferstein kann so weich, leicht und flexibel gemacht werden, dass man ihn als Schuhmaterial verwenden kann. Milch-Sneakers werden aus Milch hergestellt, die im Handel nicht mehr verkauft und weggeschüttet werden würde. Aus einem in der Milch enthaltenen Eiweiß entsteht durch chemische Prozesse eine Faser, die zu einem Milch-Filz verarbeitet wird. HIER siehst du: Wenn man kreativ und innovativ denkt, ist in Sachen Nachhaltigkeit vieles möglich! Möchtest du nun deinen eigenen nachhaltigen Schuh designen? Mit dem Online Shoe Creator der Schweizer Menschenrechts-Organisation Public Eye geht das ganz einfach. Du als Designer kannst dabei selbst entscheiden, unter welchen Bedingungen du deine Schuhe herstellen lassen würdest. So sieht der von mir designte nachhaltige Schuh aus. Und wie ist es mit deinem Modell?! The Shoe Creator. © Public Eye. Quelle Was können wir aber tun, um die Schuhproduktion nicht nur virtuell, sondern auch in der Realität nachhaltiger zu machen? Fallen dir ein paar Möglichkeiten ein? Wir könnten zum Beispiel beim Einkauf darauf achten, dass unsere Schuhe unter fairen und umweltschonenden Bedingungen hergestellt wurden. Verschiedene Zeichen, auch Siegel genannt, informieren darüber, welche Schuhe und Kleidungsstücke nachhaltig produziert wurden. Hier siehst du drei Beispiele solcher Nachhaltigkeits-Siegel. Auf ihrer Rückseite befinden sich Informationen zu den Kriterien der Siegel. Wie du gesehen hast, steckt in so einem Schuh jede Menge Arbeit von vielen Menschen. Wir sollten deshalb die Schuhe, die wir haben, gut behandeln und pflegen. So bleiben sie uns länger erhalten. Aber auch aus alten, abgetragenen Schuhen lassen sich noch tolle Sachen machen. In unserem Beitrag Upcycling! Schuhe bewegen – Schuhe gestalten findest du zum Beispiel eine Anleitung, wie du alten Sneakers ein neues Design verpassen kannst. Drachenschuh, © Museumspädagogisches Zentrum, Fotos: Rosalie Werkmeister Informationen zum MuseumBeim Besuch der Dauerausstellung "Typisch München" des Münchner Stadtmuseums kannst du an den verschiedensten Stellen Schuhe entdecken, die dir etwas über die Geschichte unserer Stadt und ihrer Menschen verraten: von eisernen Kuhmaulschuhen einer Ritterrüstung über die spitzen Schnabelschuhe der Moriskentänzer bis hin zu den seidenen Kreuzbandschuhen, die der bayerische König Ludwigs I. bei seiner Krönung trug. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Anmerkung für Lehrkräfte, Museumspädagog*innen und Vermittler*innenSchuh- und Textilexponate bieten vielfältige Möglichkeiten, das Thema Nachhaltigkeit gemeinsam zu erörtern. Neben ökologischen Aspekten spielen in der Schuhproduktion auch die Bereiche Wirtschaft und Soziales eine zentrale Rolle und können an den Exponaten veranschaulicht werden. Hier lassen sich die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen auch gut einbinden. Mögliche SDGs, die im Zusammenhang mit den Schuhen besprochen werden können, sind die Ziele 6, 8, 9, 10, 12, 13, 16 und 17. Abbildungsnachweis Titelbild: Schablone: © Museumspädagogisches Zentrum, Grafik: Fabian Hofmann. Dahinter: „Not und Tugend“. Schuhe der Notzeit aus Stroh und Wolle, 1940/45 (hinten), vegane Sneakers aus Heu bzw. Zunderschwamm, THIES 2017 (vorne), © Münchner Stadtmuseum (Ausschnitt)

Unsere „zweite Haut“
Hinter eine schwarzen Schabone in Form einer stilisierten Welle: Eine Gruppe von vier kopflosen Schaufensterpuppen mit Kleidung aus diversen Materialien in Hautfarbe und Rot
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Sind das Models, die uns eine neue Kollektion vorführen? Alexandra Bircken, New Model Army, 2016Foto: Haydar Koyupinar, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, © Alexandra Bircken Wie wirken die kopflosen Schaufensterpuppen auf dich – jede für sich und alle gemeinsam? Alexandra Bircken, New Model Army, 2016, Foto: Haydar Koyupinar, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, © Alexandra Bircken Stell dir vor, du könntest die Figuren umstellen – welche Anordnung würdest du wählen? Wie würde sich die Wirkung verändern? © Alexandra Bircken (Detail) Die kopflosen Puppen hat Alexandra Bircken (*1967) zusammengestellt und bekleidet. Sie ist eine bekannte deutsche Künstlerin und Bildhauerin, die u.a. an der Akademie der Bildenden Künste in München unterrichtet. Auch auf der berühmten Kunstausstellung in Venedig, der Biennale, waren schon Arbeiten von ihr zu sehen. Die lebensgroße Skulpturengruppe ist im Münchner Museum Brandhorst ausgestellt. Welchen Titel würdest du diesem Werk geben? Alexandra Bircken hat es „New Model Army“ genannt. © Alexandra Bircken (Detail) „Neue Model Armee“ – Die Kleidung scheint aber alles andere als neu und makellos zu sein? Wenn du genauer hinschaust, kannst du erkennen, dass es sich um Reste von gebrauchter, abgewetzter Motorradbekleidung und von Nylonstrumpfhosen handelt. Was verbindest du mit solcher Kleidung? Wie fühlen sich die Materialien an? Welche Eigenschaften haben sie? Alexandra Bircken arbeitet mit verschiedensten, meist bereits benutzten Materialien und stellt daraus ungewöhnliche und überraschende Kombinationen zusammen. Oft sind es Materialien mit gegensätzlichen Eigenschaften: robust-zart, grob-fein, luftundurchlässig-luftig, rau-glatt, hart-weich, starr-flexibel, kühl-warm, blickdicht-durchsichtig – wie Motorradbekleidung und Nylonstrumpfhosen! Das schafft Spannung und Überraschungsmomente und regt zum genauen Hinsehen und Nachdenken an: Sie kombiniert zarte mit festen Schichten und erzählt so Geschichten von Schutz und Verletzlichkeit.Museum Brandhorst (Hrsg.): PostcART zu A. Bircken, 2019. Die PostcARTs liegen im Museum Brandhorst zum Mitnehmen aus. Ich kombiniere oft Elemente, die sonst nicht zusammengehören, teilweise um die bestehende Ordnung oder Hierarchie aufzubrechen und eine neue Geschichte zu erzählen.A. Bircken im Interview mit E. R. Linn u. L. Wolff: Stretch, in: Kaleidoscope Nr. 31, 2017/18, S. 75. Übers. S. Theil. Die Haut ist das größte Organ des Körpers, voller Nervenenden. Sie ist die Oberfläche, die die Außenwelt sieht […] Wir wollen unsere Haut schützen. Unser Zustand des Glücks und der Gesundheit ist in unsere Haut gezeichnet oder sogar eingeschrieben.A. Bircken, ebd., S. 74. © Alexandra Bircken (Detail) Alexandra Bircken geht es also auch um Kleidung als „zweite Haut“ - um die Frage, welche Bedeutung Kleidung für uns hat und ob sie uns schützen kann. Wärmen und unsere Haut „schützen“ können Nylonstrumpfhosen nicht, doch verschaffen sie uns den Anschein einer glatten, gleichmäßigen Haut. Sie „schützen“ also vor Blicken auf unsere wirkliche Haut. Lederne Motorradanzüge hingegen schützen unsere Haut vor Verletzungen - mit der Haut eines anderen Lebewesens. Hast du ein Kleidungsstück, das dich oder andere besonders (be-)schützt? © Museumspädagogisches Zentrum Welches Kleidungsstück könnte man vielleicht in der Zukunft brauchen: eines, das Superkräfte verleiht, das hochtechnologisch ist oder das einen Schutzschild für den Menschen bildet? NEW MODEL ARMY 2, 3, 4 … Hast du Lust, eine eigene „New Model Army“ zu gestalten, zum Beispiel für (Glieder-) Puppen?Mit welcher Schutzhaut möchtest du die Figurinen versehen? Soll die „Haut“ sie stärker machen?Wähle hierfür am besten auch zwei Upcycling-Materialien, d.h. Materialien, die du wiederverwendest: alte Kleidung, Stoffreste, Verpackungen etc.: © Museumspädagogisches Zentrum Suchst du dir wie Alexandra Bircken zwei Materialien aus, die sich aneinander reiben, die gegensätzlich sind?Wie hat die Künstlerin die Materialien verbunden?Bei ihr wirken die Verbindungen, die Nähte, fast wie Narben, oder?Verbinde deine gewählten Materialien mit Fäden, Stecknadeln, Knöpfen, Tackern, Drähten, Büroklammern … © Museumspädagogisches Zentrum Und so kann das dann aussehen ... © Museumspädagogisches Zentrum MPZ-Album Gerne kannst du vorab wie echte Künstlerinnen und Modedesignerinnen auch Entwürfe zeichnen und dir ein Gestaltungskonzept überlegen. Eine Vorlage findest du HIER. © Museumspädagogisches Zentrum Zum Schluss fehlt vielleicht noch ein Titel für dein Werk! Viel Spaß beim Gestalten und Upcyceln!Wir freuen uns auf deine Ideen und Werke: Teile sie mit uns auf Instagram oder Facebook und verwende den Hashtag #MPZnachhaltig! MODE – NACHHALTIG? Rate mal, was Alexandra Bircken gemacht hat, bevor sie sich der bildenden Kunst zuwandte? Sie arbeitete als Modedesignerin, hat sich aber bewusst der bildenden Kunst zugewandt. Welche Möglichkeiten eröffnen sich dadurch für sie? Was könnte der Unterschied zwischen den Berufen der Künstlerin und der Modedesignerin sein? Wusstet du, dass die Modeindustrie zum Teil ein sehr undurchsichtiges und „unsauberes“ Geschäft ist? Vor allem, wenn es um Fast Fashion geht, eine schnell und billig, meist unter katastrophalen Arbeitsbedingungen produzierte Mode? © MPZ Für die Herstellung einer Jeans zum Beispiel benötigt man ungefähr 8000 Liter Wasser. Das ist eine riesige Menge, mit der man etwa 53 normal große Badewannen füllen könnte. Eine solche Jeans hinterlässt damit einen großen „Wasserfußabdruck“. Diese Bezeichnung verwenden wir in Anlehnung an den „ökologischen Fußabdruck“. Wir drücken damit aus, wieviel wertvolles Wasser zum Beispiel bei der Produktion einer Jeans verbraucht wird. Außerdem werden durch das Färben und Waschen von Kleidung Grundwasser und Flüsse verschmutzt, es gelangt Mikroplastik hinein und auch das Leben im und unter Wasser wird gefährdet. Und wir, was können wir tun? Wie können wir dazu beitragen, dass die Modebranche nachhaltiger wird? Auf Siegel achten, die eine faire Produktion der Kleidung garantieren. Und vielleicht nicht jeden Trend mitmachen und Klamotten wegwerfen, weil sie gerade nicht mehr „in“ sind? Kleidung selbstbewusst länger tragen oder einfach upcyceln! Schreib uns deine Meinung und Ideen auf Instagram oder Facebook und verwende den Hashtag #MPZnachhaltig! Kreative Anregungen und HintergrundinformationenActioncARTs: Das MPZ hat in Kooperation mit dem Museum Brandhorst sogenannte ActioncARTs für die Nutzung im Unterricht an weiterführenden Schulen entwickelt. Drei davon beschäftigen sich mit den Werken von Alexandra Bircken: Unsere zweite Haut I (deutsch/englisch), II (deutsch/englisch), III (deutsch/englisch) Passende MPZ-FührungenExperimentieren zu zeitgenössischer Kunst (FöS, GS, MS, RS, GYM, BS, Horte)"Food for the mind" – sehen, denken, diskutieren (MS, RS, GYM ab Jgst. 8, BS)Schauen, staunen, selber bauen! Mit jungen Kunstforscher*innen ins Museum Brandhorst (FöS, GS, MS, RS, GYM bis Jgst. 7, Horte) Mehr über das MuseumDie „New Model Army“ solltest du dir unbedingt auch im Museum Brandhorst ansehen, denn da wirkt die lebensgroße Skulpturengruppe am allerbesten. Ab 28. Juli sind dort noch mehr Werke von Alexandra Bircken in einer großen Einzelausstellung zu sehen.Für die Älteren unter euch und eure Eltern: Ein spannendes Gespräch über die „New Model Army“ findest du HIER. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Mehr zum Ziel Nummer 14 (SDG 14) „Leben unter Wasser“ HIER. Abbildungsnachweis Titelbild: Schablone: © Museumspädagogisches Zentrum, Grafik: Fabian Hofmann; Dahinter: Alexandra Bircken, New Model Army, 2016, Foto: Haydar Koyupinar, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München © Alexandra Bircken (Ausschnitt)

Lieblingstiere?
antike, kupferfarbene Mäusefigur

Was ist dein Lieblingstier? Ein Hund, eine Maus oder ein wilder Löwe? Tiere gibt es schon sehr lange auf der Welt. Sie haben uns Menschen immer begleitet. Zwölf verschiedenen Tieren begegnest du in diesem Memo-Spiel . Kleinen und großen, wilden und zahmen. Alle haben etwas gemeinsam: Du findest sie zurzeit in München in einem Museum am Königsplatz. Die Darstellungen sind zum Teil über 2500 Jahre alt. Du wirst sie aber erkennen. Das ist ein Memo-Spiel. Du darfst immer zwei Karten aufdecken. Wenn du ein gleiches Paar gefunden hast, erfährst du etwas über das Tier. Lies den Text ganz in Ruhe. Die Zeitmessung stoppt, solange der Text sichtbar ist. Vier kleine Mäuse haben sich versteckt in der Ausstellung „Hund Katze Maus – Tiere in Alltag und Mythos“. Du kannst sie in den Staatlichen Antikensammlungen am Königsplatz besuchen. Die Mäuschen sehen genauso aus wie die Maus im Memo-Spiel. Sie warten darauf, von dir entdeckt zu werden. Genauso wie die Ziegen, die Hunde oder der Frosch. Sogar ein Elefant ist dabei. Schau doch mal vorbei! Du wirst noch vielen anderen Tieren begegnen. MPZ-Entdeckerblätter helfen dir, sie zu entdecken.In einer Kinderecke wartet eine große blaue Maus auf dich. Sie sagt: „Macht mit!“ Lass dich überraschen! Du kannst dort viel selbst gestalten. Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netMethode: Steckbrief, Methode: Innerer Monolog, Methode: Wörter finden Passende MPZ-FührungenGeburtstag feiern mit deinen Freundinnen und Freunden kannst du übrigens auch in den Staatlichen Antikensammlungen. Mehr über das MuseumHier findest du noch mehr Informationen über die Ausstellung. Und hier zu den Staatlichen Antikensammlungen, dem Museum selbst. Abbildungsnachweis Titelbild: Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek, Renate Kühling. Bearb. Dr. des. Ulrich Hofstätter

Wiesn 1810 – live

Stell dir vor, du schlenderst bei strahlendem Sonnenschein über die Theresienwiese, ein Lebkuchenherz um den Hals und eine Tüte mit gebrannten Mandeln in der Hand. Es duftet nach Hendl und Popcorn, aus allen Ecken ertönt Musik und du überlegst, ob du als nächstes lieber zum Riesenrad, zur Achterbahn, zum Flohzirkus oder zum „Schichtl“ ins Illusionstheater gehst … Leider ist das nur ein Traum, denn das Oktoberfest findet 2020 wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Doch wir sorgen dafür, dass du noch ein bisschen weiterträumen kannst. Denn wir haben etwas für dich, was es eigentlich gar nicht gibt: eine Rundfunkreportage live von der Münchner „Wiesn“! Und zwar aus dem Jahr 1810. Damals gab es noch lange kein Radio und auch noch kein Oktoberfest, wie wir es heute kennen. Dafür aber eine riesengroße Hochzeitsfeier! Der bayerische Kronprinz Ludwig I. heiratete - und ganz München stand fünf Tage lang Kopf: überall Straßenfeste mit Musik, Tanz und kostenloser Verpflegung für alle sowie als krönender Abschluss ein großes Pferderennen! Bei dem darfst du nun „live“ dabei sein. Hör genau zu, dann kannst du im Anschluss sicher unsere Quizfragen beantworten! Radioreportage zur Wiesn 1810, © Museumspädagogisches Zentrum, Autorin und Sprecherin: Ruth-Maria Eicher Unsere Reporterin hatte recht mit ihrer Vermutung: Wegen des enormen Erfolgs fand ab 1810 jedes Jahr im Herbst ein Pferderennen statt. Und rund um das Rennen entwickelte sich auf der Wiese ein Volksfest mit Buden und später auch mit immer mehr Fahrgeschäften. Außerdem wurde die Wiese tatsächlich nach der Braut von 1810 benannt.  Passende MPZ-FührungenMünchner Stadtmuseum Geschichte(n) vom Oktoberfest und Wiesnzauber im Museum – ein königliches Brautpaar und krachende Schießbuden (GS, FöS, Horte) Informationen zum MuseumWillst du noch mehr über das Oktoberfest wissen? Dann bist du im Münchner Stadtmuseum genau richtig! Spannendes und Lustiges findest du in der Ausstellung „Typisch München“ und der Sammlung Puppentheater/ Schaustellerei. Abbildungsnachweis Titelbild: Wilhelm von Kobell, Das Pferderennen auf der Theresienwiese am 17. Oktober 1810, 1811, GM-IIb/33, © Münchner Stadtmuseum

#MYGREENCITY – Wie grün ist meine Stadt?

Der Englische Garten, der Olympiapark und die Isarauen: Unsere Stadt hat viele grüne Oasen, in denen man sich so richtig wohl fühlen kann. Doch wie grün ist München wirklich und wie sah es hier früher aus? Um das herauszufinden, begeben wir uns auf eine Zeitreise in das München vor 500 Jahren. Wir finden uns schnell in der mittelalterlichen Stadt zurecht, da viele große, zum Teil bis heute wichtige Gebäude und Plätze bereits zu dieser Zeit bestanden. Du erkennst sie bestimmt wieder, wenn du dir das folgende Stadtmodell anschaust, das im Münchner Stadtmuseum ausgestellt ist. Es zeigt die Stadt im Jahr 1570. Der Bayerische Herzog Albrecht V. wollte damals allen seine Macht demonstrieren und erteilte dem Straubinger Schreinermeister Jakob Sandtner den Auftrag, sehr genaue Holzmodelle von den fünf Hauptstädten seines Landes anzufertigen. Neben München wurden daher auch Landshut, Ingolstadt, Straubing und Burghausen in Modellen abgebildet. Die Originale sind heute im Bayerischen Nationalmuseum zu sehen. Das Modell aus dem Stadtmuseum ist eine vergrößerte Kopie des Originals. Doch etwas fehlt in diesem Modell: die von Sandtner fein geschnitzten Bäume in den vielen Stadtgärten! Wenn du den Regler schiebst, kannst du unser schönes, buntes Modell mit den vielen Grünflächen betrachten. Das Blaue sind übrigens die Hauptstraßen und -plätze. Wie du sehen kannst, war München im Mittelalter eine sehr grüne Stadt. Es gab zahlreiche Gärten: mehr als 460 innerhalb der Stadtmauer! Die Grünflächen wurden damals ganz verschieden genutzt: als private Gärten, in denen Obst und Gemüse angebaut und Vieh gehalten wurdeals Klostergärten, um (Heil-)Kräuter anzupflanzenals Lustgärten, in denen man spazieren gehen, sich erholen und die Sinne erfreuen konnte In den meist schmalen, langgezogenen Obst- und Gemüsegärten hinter den Wohnhäusern baute die ärmere Bevölkerung das Notwendigste an, was sie zum Leben brauchte. Diese Menschen hatten nicht genug Geld, um Lebensmittel auf dem Markt zu kaufen, sie mussten sich weitgehend selbst versorgen. Ein Wohnhaus mit großem Garten deutete also vor 400 Jahren nicht wie heute auf Reichtum hin, sondern eher auf Armut. Zur Erholung wurden diese Privatgärten wohl kaum genutzt. Das Betreten von Lustgärten wie dem Münchner Hofgarten war zu dieser Zeit nur dem Adel erlaubt. Auf dem Gemälde von Peter Jakob Horemans aus dem Jahr 1749 siehst du einen prachtvollen Garten, der im 16. Jahrhundert vor dem Sendlinger Tor entstanden war. Peter Jakob Horemans, Das La-Rosée-Schlösschen, 1749, © Münchner Stadtmuseum Der kunstvoll angelegte Park mit Hecken, Brunnenanlage und Gartenpalais gehörte einer adeligen Familie. 1754 übergaben die Besitzer Garten und Schlösschen der Kirche. Von da an pflegten Klosterschwestern den Park. Auch während dieser Zeit war das Betreten des Gartens streng geregelt und nicht für jeden erlaubt. Dass die Münchner Parks nicht für alle Bürger und Bürgerinnen zugänglich waren, änderte sich mit dem Englischen Garten, der Ende des 18. Jahrhunderts in München entstand. Der Name leitet sich von dem damaligen neuen Gartenstil aus England ab, der dem Vorbild der Natur folgte und sich stark von den symmetrischen französischen Barockgärten unterschied. Der große Park war damals aber nicht nur wegen seines Erscheinungsbilds eine Neuheit. Er war und ist bis heute ein „Volksgarten“, den jedermann betreten darf. Englischer Garten mit Monopteros, © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Georgina Allison Phillips Heute ist es selbstverständlich, dass alle Leute in Parks gehen und sich dort erholen können. Grünflächen in der Stadt sind für alle da. Man achtet heute bei der Stadtplanung sogar besonders auf ausreichend Grün, weil es gesund ist für die Menschen, die in der Stadt leben. Wie viel uns diese vielen grünen Erholungsgebiete in der Stadt wert sind, können wir dadurch zeigen, dass wir unsere Parks und die Isar sauber halten. Leider denken nicht alle Menschen daran! Ramma damma im Englischen Garten, © Museumspädagogisches Zentrum In den Parks werden immer wieder Aufräum- und Müllsammel-Aktionen angeboten, bei denen jeder mitmachen darf. Vielleicht hast du Lust, gemeinsam mit deiner Schulklasse an so einer Aktion teilzunehmen? HIER kannst du dich darüber informieren. Am besten ist es jedoch, jeder achtet von vornherein auf seinen eigenen Müll und hinterlässt die grünen Oasen unserer Stadt so sauber, wie er sie gerne selbst vorfinden möchte. https://17ziele.de/ Dass unsere Stadt sauber, grün und menschenfreundlich gestaltet sein soll, ist eines von 17 Nachhaltigkeitszielen, die die Vereinten Nationen bis 2030 weltweit erreichen wollen. Das Ziel Nummer 11 besagt, dass Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gemacht werden sollen. HIER findest du mehr zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache. Informationen zum MuseumWenn du mehr über das Stadtmodell von Sandtner, die Nutzung der Grünflächen und die Geschichte unserer Stadt erfahren möchtest, besuche gerne das Münchner Stadtmuseum. Anmerkung für Museumspädagog*innen, Vermittler*innen sowie LehrkräfteAnhand des mittelalterlichen Stadtmodells können verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit thematisiert werden. Neben der Grünflächennutzung können beispielsweise auch Fragestellungen zur sozialen Gerechtigkeit, Gesundheit und Mobilität oder zu Müllaufkommen und -vermeidung behandelt werden. Auf diese Weiße lassen sich anhand eines Exponats verschiedene Nachhaltigkeitsziele veranschaulichen. Das sind beim Stadtmodell vor allem die Ziele 4, 11, 13 und 15 der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs). Abbildungsnachweis Titelbild: Christian Steinicken, Wilhelm von Breitschwert, München aus der Vogelschau, Blick in südöstlicher Richtung, um 1880, © Münchner Stadtmuseum (Ausschnitt)

Nachhaltigkeit und Design?

Hat Nachhaltigkeit mit Design zu tun? Ist der Bereich Design denn wichtig, wenn wir die Klimakrise vor Augen haben und jetzt und in Zukunft verantwortungsvoll leben und handeln wollen? Was ist überhaupt mit Design gemeint? Um diese Frage zu klären, schauen wir uns einmal dieses Foto an. Die Neue Sammlung – The Design Museum, Eingangswand, Design Vision. Foto: Rainer Viertlböck Hier siehst du die Eingangswand der Neuen Sammlung – The Design Museum in der Pinakothek der Moderne. Sie zeigt dir, was ein Designmuseum sammelt und ausstellt: Möbel, Fahrzeuge, Sportgeräte, Elektrogeräte. Noch viel mehr kannst du entdecken, wenn du das Museum einmal selbst besuchst, zum Beispiel Geschirr, Schmuck und bald auch wieder Computer und Handys. Sehr viele Dinge, die uns im Alltag ständig begegnen, gehören also zum Bereich Design. Wo bist du gerade? Schau dich einmal bewusst um: Gibt es in deinem Blickfeld irgendetwas, das nicht produziert und gekauft wurde? Bei mir auf dem Schreibtisch liegt zum Beispiel ein Stein, den ich an der Isar gefunden habe. Alles andere – meine Tasse, der Stuhl, auf dem ich sitze, mein Schreibtisch, das Smartphone, der Blumentopf am Fenster usw. – wurde von irgendwem entworfen und produziert, kam dann in den Handel und landete schließlich in meinem Büro. Und vielleicht gelangt eines dieser Objekte sogar irgendwann einmal in ein Designmuseum? Wie hängen nun aber Design und Nachhaltigkeit zusammen? Das schauen wir uns jetzt anhand einiger Beispiele genauer an. Aber so viel schon vorweg: Designerinnen und Designer treffen bereits beim Entwurf eines Produktes wichtige Entscheidungen für oder gegen Nachhaltigkeit! Blick in die Ausstellung „Thonet & Design“. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo)Michael Thonet, Stuhl Nr. 14, c. 1856. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo)Gebrüder Thonet, Stuhl Nr. 13, c. 1860. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo) Diese Stühle kannst du in der Ausstellung „Thonet & Design“ sehen. Der Schreiner Michael Thonet hat sie zwischen 1830 und 1860 entworfen und gebaut und dabei die Technik, Holz zu biegen, weiterentwickelt. Michael Thonet ist für dieses sogenannte Bugholzverfahren berühmt geworden. Vor allem der Stuhl Nr. 14, den du in der Mitte abgebildet siehst, ist auf der ganzen Welt bekannt. Unter der Nummer 214 wird dieser Stuhl, leicht verändert, heute immer noch von der Firma Thonet produziert. Stühle aus gebogenem Buchenholz sind sehr gute Beispiele für nachhaltiges Design. Viele, die einen solchen Stuhl kaufen, schätzen an ihm … – ja was eigentlich? Was fällt dir ein, gerade auch, wenn dir Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit wichtig sind? Trage deine Stichwörter hier in unserer Wortwolke ein: https://www.menti.com/jfuiw2hoab. Aspekte, die oft genannt werden, erscheinen dabei immer größer. Du kannst auch mit deiner Handykamera diesen Code scannen! Michael Thonet hat herausgefunden, dass sich Buchenholz unter Dampf biegen lässt, und so eine neue Herstellungstechnik für Stühle und andere Möbel entwickelt. Wie du auf diesem Foto siehst, trocknen die Holzleisten in Formschienen und behalten dauerhaft ihre gebogene Form. Bugholzverfahren, Biegeform Armlehne. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo).Ein-Kubikmeter-Kiste mit Einzelteilen von 36 Stühlen des Modells Nr. 14. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo). Eine tolle Erfindung! Denn mit dieser neuen Technik entsteht ein Stuhl, der sehr wenig Material braucht, der leicht, aber stabil, haltbar und damit langlebig ist. Die einzelnen Teile - beim Stuhl Nr. 14 sind es fünf - werden verschraubt. Das geht schnell und einfach. Auch für den Transport ist das praktisch, da die Stühle platzsparend in Einzelteilen verschickt werden. So können 36 Stühle in einer 1m³ großen Kiste untergebracht werden, was Verpackungsmaterial und Transportenergie einspart. Außerdem gründete Michael Thonet seine erste Firma in der Nähe großer Buchenwälder, um die Transportwege für das Material kurz zu halten. Regionale Herkunft ist uns heute vielleicht vor allem bei Produkten aus der Landwirtschaft wichtig. Aber auch die Industrie kann, zum Beispiel bei der Möbelherstellung, auf regionale Produktion achten und damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Damit ein Stuhl nachhaltig ist, muss er auch lange verwendet werden. Das heißt, er sollte nicht nur haltbar und praktisch sein, sondern uns natürlich auch lange gefallen. Designer und Designerinnen entwerfen ganz unterschiedliche Stühle. So steht uns eine große Auswahl zur Verfügung, wenn wir einen Stuhl kaufen wollen. In der Ausstellung Thonet & Design findest du zum Beispiel diese drei Stühle: Eddie (Edelhard) Harlis, Stuhl ST 664, 1954. Gebrüder Thonet, Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo).Stefan Diez, Stuhl 404, 2007. Thonet GmbH. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo).Verner Panton, Freischwinger Nr. 275, 1956. Gebrüder Thonet AG 1965. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo). Die drei Designer verwenden hier sogenanntes Formsperrholz, das mit einer besonderen Technik hergestellt wird: Mehrere dünne Holzlagen, Holzfurniere, werden rechtwinklig übereinandergelegt und in einer Formpresse mit viel Druck und Hitze verleimt. Nach dem Trocknen behält das Formsperrholz seine Form dauerhaft und ist auch sehr belastbar. Das zeigt der rot lackierte Stuhl von Verner Panton, der komplett aus Formsperrholz hergestellt ist. Wenn du dich darauf setzt, federt der Stuhl ein wenig nach, da die Sitzfläche nicht von Hinterbeinen gestützt wird. Solche sogenannten Freischwinger werden meistens aus belastbarem Stahlrohr gebaut. Verner Panton hat jedoch erkannt, dass das auch mit dem nachhaltigen Werkstoff Formsperrholz funktioniert. Mit Formsperrholz lassen sich bequeme Holzstühle herstellen, da sich ihre Form an unseren Körper anpassen lässt. Das siehst du auch gut bei der Sitzfläche und Rückenlehne des schwarz lackierten Stuhls von Stefan Diez oder bei der hellgelb lackierten Sitzschale von Eddie Harlis. Design hat also sehr viel mit Nachhaltigkeit zu tun. Nachhaltige Materialien, neue Erfindungen und wenig Energieverbrauch bei Produktion und Transport schützen unser Klima. Und wir als Konsumenten können uns hier ebenfalls einbringen: Wir alle können entscheiden, was und wie viel wir kaufen, verbrauchen oder wegwerfen, und ob wir manches teilen oder selber machen, anstatt es zu kaufen. Das Spannende dabei ist, dass unser Kaufverhalten langfristig auch die Produktion beeinflussen kann! MPZ-Album Werde selbst zur Designerin oder zum Designer und erfinde verschiedene Formvarianten für die Rückenlehne eines Stuhls (ein Beispiel von Thonet siehst du oben in der Abbildung von Stuhl Nr. 13). Dazu druckst du dir die Vorlage (Pdf zum Download) aus und schneidest sie in der Mitte durch. Entweder denkst du dir alleine sechs Formideen aus oder du fragst jemanden, ob er oder sie mitmacht. Am besten verwendest du einen weichen Bleistift. Oder entwirf mit Papierstreifen ein nachhaltiges Modell für ein Möbelstück, das dann aus Formsperrholz hergestellt werden könnte. Schau dir dazu unseren Film an. © Museumspädagogisches Zentrum Teile deine Ideen mit uns auf Instagram oder Facebook und verwende den Hashtag #MPZnachhaltig. Informationen zum MuseumWenn du dich für Design interessierst, ist Die Neue Sammlung – The Design Museum genau das Richtige für dich! Ein Teil der über 100 000 Dinge, die dieses Museum besitzt, ist in der Pinakothek der Moderne ausgestellt. BMA WorkshopIn einem Workshop im Januar 2021 im Rahmen der BMA wird am Beispiel Design gezeigt, wie die Ziele für Nachhaltige Entwicklung im Museum vermittelt werden können. Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netStuhl, Konstruktion Passende MPZ-FührungenFokus Nachhaltigkeit: Designobjekte in der Diskussion (GS ab Jgst. 3, MS, RS, GYM, BS) Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Abbildungsnachweis Titelbild: Blick in die Ausstellung „Thonet & Design“. Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum (A. Laurenzo) (Ausschnitt)Alle Fotos dieses Beitrags: Courtesy Die Neue Sammlung – The Design Museum.

Glas – nachhaltig?
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Woraus wird Glas gemacht? Das Glas, das für Flaschen, Gläser und Fensterscheiben, für Spiegel, Glühbirnen und Schmucksteine gebraucht wird.Glas wird aus Sand gemacht. Der Sand muss sehr stark erhitzt werden, bis er flüssig wird. Wenn die Schmelze erstarrt, entsteht ein durchsichtiges, zerbrechliches Material. Grundbestandteile von Glas: Sand, am besten feiner Quarzsand (unten), Kalk für Härte und Beständigkeit (rechts), Soda für eine tiefere Schmelztemperatur (links), ggf. unterschiedlich viel Altglas (oben),© Deutsches Museum, München, Archiv, CD_64415 Die Herstellung von Glas erfordert viel Energie. Früher kam sie aus der Verbrennung von Holz, dafür wurden ganze Wälder gerodet. Heute werden fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle eingesetzt – Rohstoffe also, die nicht unbegrenzt vorhanden sind und bei ihrer Verbrennung viel CO2 freisetzen. Zudem wird ein sehr feiner weißer Quarzsand verwendet, der auf dem Weltmarkt mittlerweile auch knapp wird. Sog. Onion-Flasche, 17,3 cm hoch, niederländisch, um 1715, © Deutsches Museum, München, Archiv, CD_62946Grünglasproduktion im bayerischen Glashüttenwerk Wiegand-Glas (mit 98 % Einsatz von Recyclingglas), Bildquelle: Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG Die Herstellung von Glas hat sich von der Antike bis zur heutigen Massenproduktion stark verändert. Früher konnte ein Glasbläser nur wenige Flaschen pro Tag herstellen und Glas war ein wertvolles, seltenes Produkt. Heute werden mit modernen Maschinen Tausende von Flaschen pro Stunde produziert. Glas wurde zu einem Massenartikel, der scheinbar unbegrenzt verfügbar ist. Glas als Statussymbol Fassade von Herz Jesu in München, © Museumspädagogisches Zentrum© Bayerische Schlösserverwaltung, www.schloesser.bayern.deGlasgemälde (Hl. Petrus), aus Kloster Hauterive in der Schweiz (um 1340/1350), © Bayerisches NationalmuseumKronleuchter in den Reichen Zimmern der Residenz München, © Museumspädagogisches Zentrum Schau dich in deiner Umgebung um: In vielen Städten findest du moderne Gebäude mit riesigen Glasfassaden oder Kirchen mit bunten Fenstern. In Museen und in alten Schlössern, zum Beispiel im Bayerischen Nationalmuseum, in der Münchner Residenz oder in Schloss Nymphenburg, entdeckst du wertvolle Gläser, Glasgemälde, Kronleuchter und prachtvolle Spiegel. Wie gefallen dir diese Glas-Kunstwerke? Schon immer ist Glas ein Zeichen von Reichtum gewesen. Viele Menschen bewundern und bestaunen Schöpfungen aus Glas, die glänzen, glitzern, funkeln oder spiegeln. Glasgefäße – in Form gebracht © Museumspädagogisches Zentrum Auch in unserem Alltagsleben finden und gebrauchen wir ständig Glas. Vor allem, um etwas darin aufzubewahren. Im Supermarkt oder im Drogeriemarkt findest du eine unüberschaubare Vielzahl an Flaschen und Gläsern in unterschiedlichsten Formen. Wie ist das bei den Produkten, die in Glas abgefüllt sind: Sind bestimmte Glasformen fest mit Markennamen oder Inhalten verknüpft? Was meinst du: Warum bieten die Firmen so viele verschiedene Flaschen an? Es wäre doch einfacher und billiger, nur wenige Formen zu produzieren! Hast du schon mal ein Produkt gekauft, weil dir die Flasche oder das Glas gut gefallen hat? Wie würdest du eine Flasche gestalten, die sich gut verkauft? Probier es doch einmal aus! © Museumspädagogisches Zentrum Du brauchst: Stifte und Papier Überlege dir zuerst, welchen Inhalt deine Flasche oder dein Glas haben soll, z.B. Wasser, Öl, Essiggurken, Parfüm oder etwas ganz anderes.Wie soll dein Glas aussehen: schön, wertvoll, elegant, gemütlich, praktisch, schlank oder bauchig, bunt oder einfarbig, altmodisch oder modern? Soll das Glas oder die Flasche leicht oder schwer sein, handlich, eckig oder rund?Zeichne nun deine Flasche oder dein Glas. Passen Form und Farbe zum Inhalt? Vielleicht kannst du dir jetzt noch besser vorstellen, dass sich das Aussehen einer Flasche auf unser Kaufverhalten und damit auf den Konsum auswirkt. Und du kannst verstehen, warum die Hersteller so viele verschiedene Formen von Glasbehältern produzieren. Sie entsprechen damit unseren Wünschen und Erwartungen. Dadurch, dass es so viele Flaschenformen gibt, wird jedoch das Pfandsystem ziemlich kompliziert. Nur ein kleiner Teil der im Handel befindlichen Flaschen ist deshalb überhaupt in dieses System eingebunden. Der Rest muss in einem Prozess, der erneut viel Energie verbraucht, recycelt werden. Am besten überhaupt kein Glas?! © Museumspädagogisches Zentrum Du hast die Qual der Wahl! Es gibt so viele verschiedene Formen von Wasserflaschen! Über die Qualität des Wassers sagen sie jedoch gar nichts aus. Weißt du, woher zum Beispiel in München das beste Trinkwasser kommt? – Aus dem Wasserhahn! Es ist hier gar nicht nötig, Flaschen zu schleppen, sie herumstehen zu haben und auch noch extra dafür zu bezahlen. Erkundige dich, wie die Trinkwasserqualität an deinem Wohnort ist. Vermutlich kannst auch du dir Arbeit und Geld sparen und das Wasser aus dem Hahn trinken! Auf diese Weise kannst du auch Energie und CO2 sparen, weil keine Glasflaschen hergestellt und transportiert werden müssen . Aber oft ist es auch hilfreich, Glas zu verwenden. Gegenüber Plastik und manchen Metallen hat es klare Vorteile: Es ist absolut geschmacksneutral und verändert den Geschmack des Inhalts nicht und sondert keine Schadstoffe ab. Braunes Glas schützt den Inhalt zudem vor Licht. Frische Milch oder Medikamente sind dann länger haltbar. Und wie gehen wir mit gebrauchtem Glas um? – Mehrmals verwenden und recyceln! Wirfst du sie in den Glascontainer und lässt sie recyceln? Oder kaufst du, wenn möglich, Pfandflaschen, die gereinigt werden und mehrmals verwendet werden können? © Museumspädagogisches Zentrum Die größte Gefahr für das Klima auf unserer Erde ist der hohe CO2-Ausstoß. Mit der Verwendung von Pfandflaschen von regionalen Anbietern leistest du einen Beitrag zum Klimaschutz. Die Vereinten Nationen haben 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) vereinbart, um unsere Erde zu schützen. Unter Ziel 13 werden Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels empfohlen. Kennst du diese Zeichen? © Museumspädagogisches Zentrum Sie stehen für: Mehrwegflasche mit Pfand 8 oder 15 Cent,wird mehrmals genutztRecycling Container, wird einmal genutzt und dann eingeschmolzen und wieder zu Glas recyceltAllgemeines Recyclingsymbol, GL steht für Glas, 70 für Weißglas, 71 für Grünglas und 72 für Braunglas© Museumspädagogisches Zentrum BMA WorkshopIn einem Workshop im Dezember im Rahmen der BMA wird an den Werkstoffen Metall und Glas gezeigt, wie die Ziele für Nachhaltige Entwicklung im Museum vermittelt werden können. Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netFlasche, Konstruktion einer Flaschenform Passende MPZ-FührungenGlas – Konsum und Nachhaltigkeit (GS, RS, GYM, jeweils bis Jgst. 7)Mittelschulprogramm: Glas – Konsum und Nachhaltigkeit (MS bis Jgst. 7) Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Informationen zum MuseumIn der Glasabteilung des Deutschen Museums kannst du mehr über die Herstellung und Verwendung von Glas erfahren. Abbildungsnachweis Titelbild: © Bayerische Schlösserverwaltung, www.schloesser.bayern.de (Ausschnitt)

Iss was!? – Auf geht´s zum Dessert!
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Zum Abschluss noch etwas Süßes? Doch was hat dieser Miniaturgarten aus edlem Nymphenburger Porzellan damit zu tun? Es handelt sich um einen sogenannten Dessertaufsatz, also einen Tischschmuck, den man erst aufstellte, wenn das Dessert serviert wurde. Dessertaufsatz, © Bayerisches Nationalmuseum Die Nachspeise bildete in der Regel den Höhepunkt eines barocken Festmahls. Für das Dessert bevorzugte man Tafelaufsätze mit Figurenschmuck oder kleinen Landschaften. Bevor solche Gebilde aus Porzellan hergestellt werden konnten – das europäische Porzellan wurde erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts „entdeckt“ – hatte oft der Hofkonditor die Aufgabe, den Tafelaufsatz aus eingefärbtem Zuckerwerk, Butter oder Marzipan anzufertigen. Geschickte Zuckerbäcker waren daher bei Hofe sehr gefragt. © Bayerisches Nationalmuseum Auf unserem Tafelaufsatz siehst du eine vornehm gekleidete, höfische Gesellschaft, die durch einen französischen Garten lustwandelt. Stell dir einen langen Tisch vor, in dessen Mitte das Gärtchen stand. An den Seiten der Tafel befanden sich die Gedecke für die Gäste und dazwischen Platten voll von köstlichen Kuchen, Konfekt, kandierten – d.h. in Zucker eingelegten – Früchten und vielem anderen. Hast du Appetit auf etwas Süßes bekommen? Dann teste doch unser Rezept für einen köstlichen Schokoladenkuchen! Du hast Appetit bekommen? Den Rest der Ferienaktion findest du unter Iss was!? - essen, speisen, tafeln .... Mehr über das MuseumIm Bayerischen Nationalmuseum kannst du dir diese prunkvollen Schätze im Original ansehen, außerdem Musikinstrumente, Bauernmöbel, gewaltige Wandteppiche und noch viel mehr! Eine Besonderheit: In diesem Haus passen die Räume hervorragend zu den Kunstwerke, die darin ausgestellt sind. So macht man eine Zeitreise, durchschreitet niedrige mittelalterliche Gewölbe, riesige Kirchensäle oder versteckte Wendeltreppen. Abbildungsnachweis Titelbild: Dessertaufsatz (Ausschnitt), © Bayerisches Nationalmuseum

Iss was!? – Tafelzier und Gaumenschmaus

© Museumspädagogisches Zentrum, Film: Veronika Hafner, Moritz Dehler Welche Form des Essens hat dir im Film am besten gefallen: Pizza to go auf der Wiese, Frühstück zu Hause, Brotzeit im Biergarten oder ein Galadinner mit vergoldetem Besteck, Silbergeschirr und edlem Porzellan? Wie wäre es, an der festlich gedeckten Tafel Platz zu nehmen? Wie würdest du dich fühlen, wenn dann mit Pauken und Trompeten das Festmahl serviert wird? Das silberne Gedeck (mit Teller und Besteck) gehört zum imposanten Hildesheimer Tafelsilber, das heute im Bayerischen Nationalmuseum zu bewundern ist. Friedrich Wilhelm von Westphalen, Fürstbischof von Hildesheim, hatte es um 1760 von Augsburger Goldschmieden anfertigen lassen. Ursprünglich umfasste es 600 Einzelteile. Friedrich Wilhelm musste sogar einen Kredit aufnehmen, um das Service bezahlen zu können! Filmstill: Hildesheimer Tafelsilber im Bayerischen Nationalmuseum (Detail), © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Veronika Hafner, Moritz Dehler Die meisten Fürsten an den europäischen Höfen ließen derartiges Silbergeschirr, das auch noch zusätzlich vergoldet sein konnte, für repräsentative Festmahle anfertigen. Sie wollten damit Rang und Macht zur Schau stellen. Dies verdeutlichen auch die Wappen auf Tellern und Besteck. Die Musik, die du im Film beim Auflegen des Silbergedecks hörst, ist ebenfalls etwas ganz Besonderes. Die Noten zu dem kurzen barocken Stück haben Museumsfachleute auf dem Hildesheimer Tafelsilber entdeckt. Sie sind in einen der großen, dekorativen Aufsätze eingraviert, die in der Mitte der Tafel stehen. Hildesheimer Tafelaufsatz mit Details, © Bayerisches Nationalmuseum Nach dem eingravierten Stück ertönen beim Blick über die Silbertafel Pauken und Trompeten. Auch Letztere sind etwas Besonderes. Sie sind aus Silber und stammen aus derselben Zeit wie das Tafelsilber und -porzellan. Du kannst sie im Bayerischen Nationalmuseum in Saal 89 anschauen. Ist dir im Film aufgefallen, dass auf der festlichen Tafel keine Gläser stehen? Warum wohl? Vielleicht erinnerst du dich an die Szene, in der einem Gast ein Glas gereicht wird. – Auf einem silbernen Tablett, einer sogenannten Kredenz. Er nimmt das Glas, trinkt daraus und stellt es wieder auf die Kredenz zurück.Was wäre dir lieber? Das Glas selbst vom Tisch nehmen zu können oder es immer wieder auf Anforderung angereicht – kredenzt - zu bekommen? Kredenz mit Pokal, © Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Matthias Weniger Nach dem Hauptgang wird das Dessert serviert. Diesmal auf edlem Porzellan, das der französische König Ludwig XV. dem bayerischen Kurfürsten Karl Theodor geschenkt hat. Farbige Porzellane wurden wegen ihrer Empfindlichkeit im 18. Jahrhundert vor allem für den ersten Gang oder das Dessert verwendet. Dafür brauchte man meistens kein Messer. Sonst wäre vielleicht die empfindliche Bemalung des Porzellans zerkratzt worden! Und welche Art zu essen würdest du nun heute bevorzugen: speisen wie ein barocker Fürst an der Silbertafel, picknicken auf der Wiese, gemeinsam am Familientisch oder im Biergarten sitzen? Teile ein Bild auf Facebook oder Instagram, wie du am liebsten isst. Verwende dazu den Hashtag #MPZisswas Du hast Appetit bekommen? Den Rest der Ferienaktion findest du unter Iss was!? - essen, speisen, tafeln .... Mehr über das MuseumIm Bayerischen Nationalmuseum kannst du dir diese prunkvollen Schätze im Original ansehen, außerdem Musikinstrumente, Bauernmöbel, gewaltige Wandteppiche und noch viel mehr! Eine Besonderheit: In diesem Haus passen die Räume hervorragend zu den Kunstwerke, die darin ausgestellt sind. So macht man eine Zeitreise, durchschreitet niedrige mittelalterliche Gewölbe, riesige Kirchensäle oder versteckte Wendeltreppen. Abbildungsnachweis Titelbild: Filmstill, zu sehen: Hildesheimer Tafelsilber im Bayerischen Nationalmuseum, © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Veronika Hafner, Moritz Dehler

Iss was!? – Was kommt in die Kanne?

Was trinken du und deine Familie am liebsten zum Frühstück: Tee, Kaffee oder Kakao? Erst vor etwa 300 Jahren wurden diese Heißgetränke bei uns bekannt. Weißt du, aus welchen Ländern die Rohstoffe für diese Getränke ursprünglich kamen? – Teeblätter, Kakao- und Kaffeebohnen transportierte man mit Schiffen von weit her, aus China, Südamerika oder von der arabischen Halbinsel, nach Europa. Vielleicht kannst du dir vorstellen, wie teuer sie deshalb waren? Aufgrund ihrer anregenden Wirkung wurden sie zunächst als Arzneimittel betrachtet. Doch im Laufe des 18. Jahrhunderts wurden Kaffee, Tee und Kakao schnell zu Mode- und Luxusgetränken für Hof und Adel. Kurfürst Max III. Joseph mit Joseph Ferdinand Graf von Seeau (Salern), George Desmarees, 1755, Inv. ResMü.G 55. Residenz München, © Bayerische Schlösserverwaltung, München Hier siehst du Kurfürst Max III. Joseph, der im Hausmantel in seinem Appartement in der Münchner Residenz sitzt. Der Graf von Salern hat ihm soeben auf einem „Tablett“ – einer sogenannten Kredenz – eine Tasse mit einem dampfenden Getränk gereicht. Was es wohl ist? – Tee oder Kaffee? – Am Morgen hat der Kurfürst vermutlich einen heißen Kaffee getrunken. Sieh dir auch einmal an, wie er die Tasse hält ... – Wahrscheinlich möchte er mit seinem Kaffee ein bisschen „angeben“. Kopie nach Charles Andrée van Loo, Haremsdame (Ausschnitt), um 1747, ResMü.G1081. Residenz München, © Bayerische Schlösserverwaltung, München Die Geliebte des französischen Königs Ludwig XV., Madame de Pompadour, inszeniert sich auf diesem Gemälde nicht nur mit Kaffee, sondern zugleich als eine Art „Haremsdame“ im orientalisch anmutenden Kostüm. Sie ruht auf einem gelben Kissen und lässt sich von einer Dienerin Kaffee in einem feinen Porzellantässchen servieren. Exotisch ist hier also nicht nur der Kaffee, der über die Türkei und Wien bis nach Frankreich kam, sondern die gesamte Inszenierung. Surtout mit Teeservice. Surtout, Silber, vergoldet, Johann Engelbrecht, Augsburg, um 1732/33. Teeservice, Porzellan, Muffelfarben und Gold, Meißen, um 1723/24, Malerei in Teilen Johann Gregorius Höroldt zugeschrieben. Inv.-Nr. ResMü.K.II.Mei.196-206 (WL), Residenz München, © Bayerische Schlösserverwaltung, München Mit den modischen Heißgetränken entwickelten sich neue und kostbare Trink- und Serviergefäße. Edles Porzellan importierte man zunächst aus China. Nachdem es auch in Europa gelungen war, Porzellan selbst herzustellen, wurden dort die ersten Services in Meißen produziert, häufig nach Vorbildern aus China und verziert mit chinesisch anmutenden Motiven. Das wunderschöne Teeservice aus Meißen auf dem gestuften, silbervergoldeten Podest, einem sogenannten „Surtout“ (franz., sprich "Sürtu"), stand auch früher schon in der prächtigen Grünen Galerie der Residenz. Wenn du auf das Bild klickst, kannst du dir die Teekanne, die Zuckerdosen und Tassen genau anschauen. Das Teeservice war nicht nur sehr edel, sondern auch sehr kostbar. Meint ihr, dass es häufig benutzt wurde? – Wohl kaum. Es diente am Münchner Hof allein dazu, Luxus und Reichtum zur Schau zu stellen. Für den alltäglichen Gebrauch verwendete man einfachere Services. Der Tee wurde am Nachmittag bei einer Teezeremonie genossen, er muss aber zu Beginn „gallenbitter“ geschmeckt haben. Man wusste nämlich nicht genau, wie man den Tee zubereiten sollte. Getrunken hat man ihn anfänglich aus henkellosen Tassen, den sogenannten Koppchen. Oder man „schlürfte“ ihn aus der Untertasse!Prinzessin Maria Anna von Sachsen, die Frau Max III. Joseph, besaß in der Residenz sogar ein eigenes Teekabinett. Doch nicht nur Tee und Kaffee, sondern auch der Kakao hatte eine ausgeprägt bittere Note, wenn man nicht ausreichend Zucker hinzufügte. Am Münchner Hof wurde Kakao anscheinend nur selten genossen. Aber vielleicht trinkst du ihn gerne? Was kommt in welche Kanne? Für Kaffee, Tee und Kakao benutzte man speziell geformte Kannen und Tassen. Schau doch einmal in eurem Geschirrschrank nach: Vielleicht findet sich da ein Tee- und ein Kaffeeservice? Du wirst sicherlich Unterschiede bemerken! Der gemahlene Kaffee wurde früher in der Kanne mit kochendem Wasser aufgebrüht oder sogar aufgekocht und schäumte dabei. Damit man sich bei der Zubereitung nicht am heißen Kaffee verbrannte, sind Kaffeekannen höher und schlanker als die bauchigen Teekannen. Die Tülle – also der Ausguss – der Kaffeekanne sitzt sehr weit oben. So gießt man den Kaffeesatz, der sich am Kannenboden absetzt, nicht mit in die Tasse. Kaffekanne mit Chinoserien, Nymphenburg um 1760/67, © Bayerisches Nationalmuseum Für einen Tee wurden die Teeblätter mit heißem Wasser aufgegossen. Durch die bauchige Form der Teekanne konnten sich die mit Wasser aufgesogenen Teeblätter gut ausbreiten. Die Tülle sitzt unten am Kannenrand, so dass die oben schwimmenden Teeblätter möglichst nicht in die Teetasse gegossen wurden. Teekanne aus Teeservice. Surtout, Silber, vergoldet, Johann Engelbrecht, Meißen, um 1723/24, Inv.-Nr. ResMü.K.II.Mei.196 (WL), Residenz München, Porzellansammlung. © Bayerische Schlösserverwaltung, München Früher hat man den Kakao in speziellen Kannen zubereitet. Manche Kannen hatten ein Loch im Deckel, in dem ein Quirl steckte, mit dem man das Getränk umrühren konnte. Der Griff der Kakaokannen befand sich immer seitlich an der Kanne, so dass man sich bei der Zubereitung nicht die Finger verbrannte.Und solltest du nach all dem Kakao nun Appetit darauf bekommen haben, dann bereite dir doch selbst einen zu! Aber achte beim Einkauf des Kakaopulvers darauf, dass er aus fairem Handel kommt und wenn möglich auch noch biologisch hergestellt wurde. Bei diesen Produkten bekommen die Menschen, die den Kakao produzieren, einen „fairen“ Preis. Schokokanne aus Schokoladen Solitaire mit Stoffdekor, Frankenthal um 1770, © Bayerisches Nationalmuseum Im folgenden Spiel erfährst du, wie die Pflanzen aussehen, aus denen Tee, Kaffee und Kakao hergestellt werden, also die Rohstoffe. Die werden verarbeitet zu Produkten, die du im Laden kaufen kannst. Und kannst du dich noch erinnern, welches Getränk in welche Kanne kommt? Ziehe die Rohstoffe und zugehörigen Produkte neben die geeigneten Kannen. Ein kleines Kannenkunstwerk Bestimmt gibt es auch bei dir zuhause jede Menge Kannen oder Kännchen. Wähle die Kanne mit der schönsten Form oder deine Lieblingskanne aus und lass dich zu einem abstrakten Kunstwerk für dein MPZ-Album anregen! Du brauchst: 1 Bogen dickes, weißes Papier im Format DIN A4, aus dem Zeichenblock zum Beispiel1 Blatt weißes Papier im Format DIN A4, Druckerpapier zum Beispiel1 Bogen farbiges Tonpapier im Format DIN A5BleistiftGeodreieckSchereWachsmalkreide oder BuntstifteLocherKlebstoff So geht’s: Zeichne mit einem Bleistift so groß wie möglich (!) auf das dickere weiße Papier (DIN A4) den Umriss der Kanne – am besten zuerst den Bauch, dann den Henkel, die Tülle zum Ausgießen und den Deckel.Auf das dünnere weiße Blatt zeichnest du in der Mitte mit dem Geodreieck ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 13 x 13 cm.Schneide das Quadrat so aus, dass ein Fenster entsteht. Dazu knickst du das Blatt erst einmal und schneidest nur innerhalb des Rahmens.Lege nun das Papier mit dem Fenster auf die Umrisszeichnung und suche durch Verschieben und Drehen nach einem Ausschnitt, der dir gefällt. Es sollte möglichst eine Stelle sein, wo mehrere Linien ein interessantes Bild ergeben.Halte die beiden Bögen fest aufeinander und zeichne die Umrisse des Fensters auf deiner Kanne nach.Jetzt malst du alle Teilflächen, die innerhalb des eingezeichneten Rahmens liegen, jeweils einzeln poppig bunt aus.Schneide das fertige Bild aus.Wähle ein farblich passendes Tonpapier im Format DIN A5 aus, halte es im Querformat und loche es links. Klebe nun dein Bild darauf. Mal sehen, ob deine Familie erkennt, was die Inspiration für dein Kunstwerk war … Du hast Appetit bekommen? Den Rest der Ferienaktion findest du unter Iss was!? - essen, speisen, tafeln .... Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netTeekanne, Tasse, Genussmittelpflanzen Passende MPZ-FührungenExklusiv Wohnen – Fürstenleben im 18. Jahrhundert (GS, MS, RS, FöS, GYM, Inklusionsklassen, BS, Horte)Nutzpflanzen der Tropen und Subtropen (GS, MS, RS, FöS, GYM, BS, Horte) Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Informationen zum MuseumDie beiden Gemälde und der Großteil der kostbaren Serviceteile stammen aus der Münchner Residenz. Du solltest dir die Gegenstände unbedingt mal in den originalen Räumen ansehen! Im Residenzmuseum siehst du zahllose Gänge und Zimmer voller atemberaubendem Prunk! Abbildungsnachweis Titelbild: C. Van Loo/Umkreis, Haremsdame (Ausschnitt), um 1747, Residenz München, © Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen;Abbildungsnachweis Kannen im Zuordnungsspiel von oben nach unten: Schokokanne aus Schokoladen Solitaire mit Stoffdekor, Frankenthal um 1770, © Bayerisches Nationalmuseum; Kaffekanne mit Chinoserien, Nymphenburg um 1760/67, © Bayerisches Nationalmuseum; Teekanne aus Teeservice. Surtout, Silber, vergoldet, Johann Engelbrecht, Meißen, um 1723/24, Inv.-Nr. ResMü.K.II.Mei.196 (WL), Residenz München, Porzellansammlung. © Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen

Iss was!? – Im Biergarten
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Gehst du auch gerne mit der Familie in den Biergarten? Wir packen hierfür den Korb, den Rucksack oder die Fahrradtasche mit allerlei Leckerbissen. Was alles rein muss, ist jedem selbst überlassen. Keinesfalls fehlen dürfen traditionell eine karierte Tischdecke, Brotzeitbrettl und Besteck, Radieserl, frisches Bauernbrot, Butter und Salz sowie Salat, Tomaten oder Essiggurken. oben: No 1, 2, 5: pixabay; alle anderen Galeriebilder: © Museumspädagogisches Zentrum Und Obazda natürlich! Den machst du am besten schon einen Tag vor dem geplanten Biergartenbesuch. Das Rezept dafür findest du HIER – es passt natürlich in dein MPZ-Album. Dass wir in München im Biergarten selbst mitgebrachte Speisen essen dürfen, haben wir König Max I. Joseph zu verdanken. Er erlaubte 1812 mit der Biergartenverordnung den Bierbrauern, von Juni bis September das frisch gebraute Bier in den Gärten direkt über den Bierkellern zu verkaufen. Speisen verkaufen durften sie jedoch nicht. Seither bringen die Münchner ihr Essen einfach selbst mit. Das gehört auch für uns heute zu einem Biergartenbesuch einfach dazu. Dass in den Biergärten meist Kastanien stehen, hat übrigens auch einen Grund. Denn sie hielten mit ihrem dichten Blätterdach die Kellerräume kühl. Diese wurden, lange bevor es elektrisch betriebene Kühlschränke und Kühlmaschinen gab, auch im Sommer noch mit den Eisblöcken kalt gehalten, die im Winter aus dem gefrorenen Wasser des Nymphenburger Kanals geschnitten worden waren. Max Liebermann, Münchner Biergarten, 1884, Bestand Neue Pinakothek [derzeit ausgestellt in der Alten Pinakothek], Bayerische Staatgemäldesammlungen, CC BY-SA 4.0 Wie es vor knapp 140 Jahren an einem schönen Sonntag in einem Münchner Biergarten ausgesehen haben könnte, zeigt ein Gemälde des Berliner Malers Max Liebermann. Hier trafen sich Menschen aus allen Schichten - egal ob Dienstpersonal, Handwerker oder feine Herrschaften. Und alle waren fein herausgeputzt. Die Blaskapelle hat Liebermann aber wohl frei erfunden, weil die nämlich damals im Biergarten gar nicht erlaubt war. Liebermann ging es also nicht unbedingt darum, eine Situation realistisch abzubilden, wie es eine Fotografie könnte. Vielmehr wollte er die Stimmung, die Atmosphäre einfangen. Wer weiß, welche Details er noch erfunden hat? Nimm doch bei deinem nächsten Biergartenbesuch Stifte und einen Skizzenblock – oder dein MPZ-Album – mit und lass dich dort zu einem Bild anregen! Wie unterscheidet es sich von Liebermanns Gemälde? Teile dein Biergartenbild auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag #MPZisswas Du hast Appetit bekommen? Den Rest der Ferienaktion findest du unter Iss was!? - essen, speisen, tafeln .... Informationen zum MuseumEigentlich gehört Max Liebermanns Gemälde in den Sammlungsbestand der Neuen Pinakothek. Weil diese aber aufgrund von umfassenden Sanierungsmaßnahmen geschlossen ist, ist es derzeit in der Alten Pinakothek zu Gast. Abbildungsnachweis Titelbild und Obazda: Filmstills, © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Veronika Hafner, Moritz Dehler

Iss was!? – von Markt und Makrele
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Die gemalten Früchte und Gemüsesorten aus der Alten Pinakothek sehen köstlich aus – findest du nicht auch? Vielleicht hast du Lust bekommen, eines der leckeren Rezepte auszuprobieren, zum Beispiel den grünen Power Smoothie? Um die Zutaten einzukaufen, kannst du entweder zu einem Supermarkt um die Ecke oder zu einem Obst- und Gemüsestand in deinem Viertel gehen.Und vergiss den Einkaufszettel nicht! Obst- und Gemüsestand, Spielzeug, um 1925/30, Holz © Münchner Stadtmuseum Viel schöner ist natürlich ein Besuch auf einem Wochen- oder Bauernmarkt. Dort werden vor allem regionale Früchte und Gemüse der jeweiligen Saison verkauft. Der große Vorteil dieser Produkte ist, dass sie keine weiten Transportwege hinter sich haben und deshalb besonders frisch sind. Außerdem werden sie nicht erst in Plastik verschweißt, das wir dann zu Hause gleich wieder in den Müll werfen. In München gibt es in jedem Viertel Wochenmärkte, die jeweils an einem bestimmtenTag in der Woche stattfinden. Und HIER findest du den Markt in deinem Viertel. Der berühmteste und auch der älteste Markt Münchens ist der Viktualienmarkt, der außer sonntags jeden Tag geöffnet hat. Vielleicht warst du schon einmal dort und hast all die Düfte von Kräutern, frischem Obst, Käse, Backwaren und Gewürzen geschnuppert. Hier bekommst du auch frische Eier, Fleisch, Fisch … und auch Blumen dürfen auf einem Markt nicht fehlen! © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Judith Schenk Der Name „Viktualienmarkt“ leitet sich übrigens von dem alten Begriff für Lebensmittel – „Victuailles“ – ab. Früher war es ein Bauernmarkt, heute sozusagen ein riesiges Feinkostgeschäft unter freiem Himmel. Vor etwa 200 Jahren wurde der Viktualienmarkt auf seinen heutigen Platz hinter dem Alten Peter verlegt. Der alte Marktplatz, der sich auf dem heutigen Marienplatz befand, war inzwischen zu klein geworden. Der Marienplatz hieß sehr lange Zeit nur „Markt“ oder „Marktplatz“. Und so sah der Viktualienmarkt vor etwa 200 Jahren aus – die Bauern, Fischer und Kaufleute boten hier als sogenannte „fliegende Händler“ ihre Waren an. Sie hatten keine festen Stände, sondern verkauften nur an manchen Tagen in der Woche Gemüse, Obst, aber auch Eier oder Geflügel, die sie auf einem Karren transportierten. Wenn du den Regler in der Mitte des Bildes greifst und verschiebst, kannst du die Gemälde von 1835 (links) und 1860 (rechts) vergleichen. Bei dem rechten Bild von 1860 kannst du die überdachten Stände der Händler bereits gut erkennen. Es sind natürlich nicht so viele wie heute, da in München damals weniger Menschen lebten, und das Warenangebot war nicht so groß. Heutzutage gibt es auf dem Viktualienmarkt auch einen Biergarten, wo man seinen Hunger stillen kann. Dort kannst du allerlei köstliche Speisen wie einen Leberkäs mit Kartoffelsalat, Münchner Weißwürste mit frischer Breze oder einen Obazden verzehren. Oder schmeckt dir ein Schweinebraten mit Knödel und Kraut am besten? Münchner Spezialitäten findest du übrigens auch im Münchner Stadtmuseum. Hier kannst du sie allerdings nicht verspeisen, sondern dir nur Appetit holen. Schau doch einfach mal selber vorbei – das Museum ist ganz in der Nähe vom Viktualienmarkt. In der dortigen Ausstellung „Typisch München“ gehst du in den 1. Stock. Dort „begegnet“ dir ein Sushi-Laufband. – Aber nicht mit asiatischen Speisen. Hier drehen sich Leberkässemmel, Steckerlfisch, Obazda und viele andere Münchner Köstlichkeiten vor deinen Augen. Du möchtest wissen, welche Gerichte sich noch auf dem Sushi-Laufband befinden? Dann versuch es mit folgendem Spiel. Ziehe dazu die Begriffe auf die passenden Bilder. Solltest du nun endgültig Appetit bekommen haben, dann schau doch einmal bei unserem Biergartenbeitrag vorbei. Dort wartet ein Rezept für einen Obazden auf dich. Du hast Appetit bekommen? Den Rest der Ferienaktion findest du unter Iss was!? - essen, speisen, tafeln .... Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Informationen zum MuseumDas Münchner Stadtmuseum bietet eine große Bandbreite an Dauerausstellungen. Dazu gehören die stadthistorische Ausstellung "Typisch München!" und die darin integrierte Ausstellung "Migration bewegt die Stadt. Perspektiven wechseln". Außerdem gibt es noch die Sammlung Puppentheater/Schaustellerei, die Ausstellung "Nationalsozialismus in München sowie die Sammlung Musik. Außerdem kannst du regelmäßig Sonderausstellungen zu verschiedensten Themen besuchen, unter anderem aus der beachtlichen Sammlung Fotografie und der Sammlung Mode. Abbildungsnachweis Titelbild: © Münchner Stadtmuseum

Iss was!? – Apfel und Karottengrün

Duftende Quitten, knackige Kirschen, Johannisbeeren, Zwetschgen, Erbsen und Bohnen, Knoblauch, Spargel, Pilze, Artischocken und jede Menge Kürbisarten … Beim Anblick des Gemäldes von Frans Snyders läuft einem das Wasser im Mund zusammen! Es lassen sich die verschiedensten Obst- und Gemüsesorten finden. Sie werden in Porzellanschalen oder Körben präsentiert oder liegen einfach auf dem Boden. Hast du schon entdeckt, was die Meerkatze gerade klaut? Frans Snyders, Obst- und Gemüseladen, um 1625/30, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek München, CC BY-SA 4.0 Frans Snyders kannte wohl all das, was er in seinem riesigen Bild gemalt hat, denn sein Vater hatte eine Art Feinschmeckerrestaurant. Nimm dir einen Meterstab oder ein Maßband und prüfe mal, ob das Gemälde irgendwo in deiner Wohnung Platz hätte – es ist 2,03 m hoch und 3,38 m breit! Die Szene ist also genau so groß gemalt, wie sie in echt wäre. Hast du eine Idee, warum es aber gar nicht sein kann, dass Snyders all die leckeren Dinge so vor sich stehen hatte, als er das Bild gemalt hat? Überleg mal, zu welcher Jahreszeit die einzelnen Obst- und Gemüsesorten jeweils reif sind! Warum aber sind auf dem Gemälde, das vor knapp 400 Jahren in den Niederlanden gemalt wurde, zwar Trauben, Zitronen und sogar ein Granatapfel zu sehen, aber weder Ananas noch Bananen? Und woher kommen eigentlich diese Früchte und wie lange gibt es sie schon bei uns? Hinweis: Diese Pflanzen wachsen im Gewächshaus des Botanischen Gartens München-Nymphenburg, das aber derzeit noch geschlossen ist! Lass dich von Snyders Gemälde anregen, selbst leckere Speisen und Getränke zuzubereiten! Wir lassen uns von dem Gemälde zu einem grünen Power-Smoothie, einem feinen Rote-Rüben-Salat und einem fruchtigen Blitz-Eis inspirieren. Findest du alle Zutaten im oberen Gemälde? Die Zwiebeln sind in der Zimmerecke gut versteckt … Die Rezepte kannst du auch ausdrucken und in dein MPZ-Album heften. © Museumspädagogisches Zentrum © Museumspädagogisches Zentrum Du hast Appetit bekommen? Den Rest der Ferienaktion findest du unter Iss was!? - essen, speisen, tafeln .... Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netStillleben Passende MPZ-FührungenZwiebeln, Quitten und Melonen (GS, Horte)Zwiebeln, Pflaumen und Zitronen (Kindergartengruppen mit Kindern ab 5 Jahren) Informationen zum MuseumDie Bayerischen Staatsgemäldesammlungen verfügen über einen reichen Schatz an barocken Stillleben. Zu bewundern sind diese in der Alten Pinakothek in München, in den Zweiggalerien oder in der Online-Sammlung unter dem Stichwort „Stillleben“. Abbildungsnachweis Titelbild: Frans Snyders, Obst- und Gemüseladen, um 1625/30, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek München, CC BY-SA 4.0

Iss was!? – Essen, speisen, tafeln …

Gemalte Früchte, bayerische Leckerbissen oder kostbar gedeckte Tafeln – wir stellen dir Schätze aus verschiedenen Museen in München vor. Jede Menge sommerlicher Ideen für kreative Momente, aber auch Leckeres für den Biergarten oder das nächste Picknick warten auf dich. Virtuell entführen wir dich dazu in die Alte Pinakothek, das Münchner Stadtmuseum, die Residenz München und ins Bayerische Nationalmuseum. Und ab und zu gibt es auch noch einen kleinen Abstecher in ein anderes Museum. Freche FrüchteApfel und Karottengrünvon Markt und Makreleim BiergartenWas kommt in die Kanne?Tafelzier und Gaumenschmaus Auf geht's zum Dessert! Abbildungsnachweis Titelbild: von links oben bis rechts unten: Dessertaufsatz (Ausschnitt), © Bayerisches Nationalmuseum; Filmstill, zu sehen: © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Veronika Hafner, Moritz Dehler; Hildesheimer Tafelsilber im Bayerischen Nationalmuseum, © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Veronika Hafner, Moritz Dehler; Radieschen-Collage, © Museumspädagogisches Zentrum; pixabay; Frans Snyders, Obst- und Gemüseladen, um 1625/30, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek München, CC BY-SA 4.0; H5P-Spiel, © Museumspädagogisches Zentrum; © Münchner StadtmuseumBeitragsbilder siehe Detailsseiten.

Iss was!? – Freche Früchte
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Wenn der Bauer einen Satyr als Gast mit nach Hause bringt, wird schnell das weiße Tischtuch aufgelegt. Und weil der Satyr eingeladen ist, um sich aufzuwärmen, gibt es etwas Warmes zu essen. Der Gast hat die große Schüssel bekommen, der Bauer die kleine, die er in seiner linken Hand hält. Alle anderen müssen erst einmal warten. - Wie deckt ihr euren Tisch, wenn Gäste kommen? Jacob Jordaens, Der Satyr beim Bauern, um 1620/21, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek München, CC BY-SA 4.0 Weil aber der Satyr etwas Komisches, ihm Unheimliches beobachtet hat, hat er den Löffel fallen lassen, ist aufgesprungen und verlässt im nächsten Moment den Raum. Der Bauer hatte nämlich seine Hände mit seinem Atem erwärmt, später aber das heiße Essen auf dem Löffel kalt geblasen. Dass Menschen offenbar kalt und warm blasen können, ist dem Satyr unsympathisch. Gemalte Früchte und andere Kostbarkeiten Eigentlich ist in diesem Gemälde von Jacob Jordaens eine Fabel erzählt: „Der Satyr und der Mensch“ von Aesop. Uns interessiert hier aber vor allem das Stillleben – also die Anordnung von leblosen Gegenständen - in der Mitte des Gemäldes. Hier ist der Tisch mit einem weißen Tuch bedeckt, darauf eine Schüssel und ein Löffel, der über den Rand des Tisches hinausragt und fast hinunterzufallen droht. Dazu ein Korb voller Früchte. Die Maler waren vor 400 Jahren wahre Meister darin, Dinge und Materialen so zu malen, dass sie wie echt aussehen! Und viele zeigten, was sie konnten, indem sie besonders schwierig zu malende Materialien in ihren Gemälden darstellten. Abraham van Beyeren, Großes Stillleben mit Hummer, 1653, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek München, CC BY-SA 4.0 Kannst du all die süßen Früchte entdecken, Dinge, die nach Meer riechen könnten, etwas, das leise tickt? Dinge, die klirren würden, wenn man sie anstößt? Was würde sich weich, samtig oder kalt anfühlen? Was war vor fast 400 Jahren wohl ganz besonders wertvoll? Was könnte schon ganz bald verderben? Und woher stammen all die Kostbarkeiten? Viele haben einen weiten Weg hinter sich.Prunkstillleben werden solche Gemälde genannt, die ganz besondere Kostbarkeiten zeigen. Oft findet sich darin auch etwas, was fast vom Tisch fällt, bereits vertrocknet ist und damit darauf hinweist, dass wir die Kostbarkeiten nicht ewig haben werden.Aber es geht in einem Stillleben nicht nur um die Dinge selbst, es geht immer auch darum, wie sie angeordnet sind. Kannst du das Dreieck entdecken, in dem sich die meisten der Kostbarkeiten zusammenschließen? Gestalte dein eigenes Stillleben als poppige Collage oder buntes Pop-Up! © Museumspädagogisches Zentrum Du brauchst: weißes Papiereine alte Zeitschrift oder bunte Papierresteschwarzes (oder dunkles) Tonpapier - für die Collage im Format DIN A5, für das Pop-Up-Stillleben im Format DIN A4; TIPP: Wenn du kein Tonpapier hast, kleb einfach zwei dünne Blätter aufeinander!KugelschreiberBleistiftevtl. FarbstifteSchereKlebstoffLocher So geht's: Zeichne zuerst mit Bleistift oder Kugelschreiber von verschiedenen Früchten – Beeren, Obst oder Feldfrüchten – nur die Umrisse auf ein weißes Papier. Achte dabei auf die Größe! Wie groß ist z. B. eine Himbeere im Vergleich zu einer Birne oder einer Wassermelone? Deine größten Früchte sollten nicht höher als 10 cm sein!Die Maler zeigen uns die Früchte manchmal auch von innen – Melonen zum Beispiel. Lass dich inspirieren!Schneide die gezeichneten Früchte aus. Das sind nun deine Schablonen.Lege die Obst- und Gemüseschablonen auf bunte Ausschnitte aus einer Zeitschrift oder farbige Papierreste und fahre den Umriss mit einem Kugelschreiber nach. Lege die Schablonen erneut auf und zeichne weitere Früchte.Schneide so mehrere Früchte einer Sorte aus.Wenn du willst, kannst du noch Details einzeichnen. Collage © Museumspädagogisches Zentrum, Fotos: Rosalie Werkmeister Für die Collage legst du deine Früchte auf das Tonpapier (DIN A5 im Querformat). Sie sollten sich überschneiden. Schiebe sie also übereinander, bis zwischen den Früchten kein Hintergrund mehr zu sehen ist.TIPP: Schau dir das Große Stillleben mit Hummer nochmal genauer an: Wie sind hier die Früchte, die Metallschalen und Gläser angeordnet? Auffällig ist, dass dazwischen kaum Hintergrund durchblickt. Und dass die Anordnung nach rechts immer höher wird. Probiere das auch bei dir einmal aus!Schneide noch ein farbiges Papier aus, das die Tischdecke darstellen könnte. Vielleicht auch ein paar Teller oder Schüsseln.Wenn alles richtig liegt, klebst du es nach und nach auf – lass dazu die Einzelteile so lange wie möglich an ihrem Platz liegen!Um die Früchte dreidimensional wirken zu lassen, kannst du noch auf alle Früchte weiße Glanzlichter aufsetzten – immer rechts oben oder immer links oben.Loche deine Collage links und hefte sie in dein MPZ-Album.Wenn du magst, teile deine Collage auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag #MPZisswas Pop-Up Schwierigkeitsgrad: Für Geübte! © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Rosalie Werkmeister Für das Pop-Up brauchst du zusätzlich noch verschiedene Papierstreifen (schwarzes Tonpapier oder auch Streifen aus einer Zeitschrift), die sich in der Breite nach deinen Früchten richten und zwischen 8 und 18 cm lang sein sollten.Falte dein schwarzes Tonpapier (DIN A4) zur Hälfte, so dass sich eine Klappkarte im Format DIN A5 ergibt.Wenn das Pop-Up ins MPZ-Album soll, klappe die Karte wieder auf. Auf der oberen Hälfte zeichnest du links einen Streifen von 2 cm Breite ein und schneidest dieses Feld weg. Die untere Hälfte lochst du danach links (s. Foto).Forme die Streifen zu Ringen und klebe diese zu.Wenn die Klebung fest ist, drücke den Ring flach und fahre die Knicke nach.Klappe den Ring wieder auf, drücke ihn an einer anderen Stelle nochmals flach und fahre die Knicke wieder nach. Jetzt hast du eine Art offenen Kasten (s. Foto).Verfahre mit mehreren Streifen so und achte darauf, dass du unterschiedliche Kästen erhältst.Klebe deine Früchte jeweils an die Kästen, so dass die Unterkante direkt mit einem Knick abschließt – sehr kleine Früchte solltest du vorher zu Gruppen zusammenkleben.Klebe die Früchte mit den Kästen direkt in den Knick des Tonpapiers, indem du den Papierstreifen an der Unterseite auf die untere Hälfte, die Rückseite auf die obere Hälfte klebst.Tipp: Wenn du etwas tüfteln magst, dann überlege zunächst, wo deine Früchte sein sollen und falte die Papierstreifen entsprechend. Ansonsten überlasse es dem Zufall.Weitere Früchte kannst du auch an andere Früchte oder in mehreren Etagen ankleben.Gut trocknen lassen. Dann die Karte schließen und nochmal flach drücken.Wenn du deine Karte nun aufklappst, stehen die Früchte frech im Raum. Fotostillleben Schwierigkeitsgrad: Für Einsteiger! Du kannst ein Stillleben natürlich auch fotografieren. Stelle ein paar Schachteln auf einen Tisch oder Schrank, drapiere ein Stück Stoff – eine Tischdecke oder ein Halstuch zum Beispiel – darüber, ordne Obst und Gemüse aus der Küche interessant an und lege noch ein paar Gegenstände, die dir persönlich wichtig sind, dazu. Achte darauf, ob der Hintergrund und das Licht passen. Mach ein Foto, vergleiche dein Ergebnis mit den Gemälden der Alten Meister und korrigiere gegebenenfalls die Anordnung für ein weiteres Foto. Noch mehr zu entdecken ... Wenn du auf die Bilder klickst, vergrößern sie sich. Finde die schimmlige Orange, etwas, das gleich vom Tisch fällt, und ein hohes Glas, das sich im Hintergrund versteckt.300 Jahre später wurden aus Stillleben abstrakte Bilder in bunten Farben und vereinfachten Formen.Das Stillleben ist hier an den Rand gerutscht und Teil eines sog. Genrebildes, das in diesem Fall eigentlich die Kinder zum Thema hat.von links nach rechts: Juriaen van Streeck, Stillleben mit Mohr und Porzellangefäßen, um 1670/80, Bayerisches Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, CC BY-SA 4.0; Alexej von Jawlensky, Stillleben mit Früchten, um 1910, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Gabriele Münter Stiftung 1957, CC BY-SA 4.0; Bartolomé Esteban Murillo, Die Pastetenesser, um 1675/82, Bayerisches Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, CC BY-SA 4.0 Du hast Appetit bekommen? Den Rest der Ferienaktion findest du unter Iss was!? - essen, speisen, tafeln .... Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netStillleben Passende MPZ-FührungenEin Fest der Sinne (GS Jgst. 1 - 2, Horte)Ein Fest der Sinne (Kindergartengruppen mit Kinder ab 5 Jahren)Rauschender Seidentaft und andere Kostbarkeiten (GS ab Jgst. 3, MS, RS, GYM, BS, Horte) Informationen zum MuseumIn der Alten Pinakothek sind viele wunderbar gemalte Stillleben und jede Menge Gemälde, in denen Stillleben in die Szene eingebaut sind, zu finden. Die kleinformatigen Stillleben lassen sich in den für Gruppen unzugänglichen Kabinetten entdecken. Abbildungsnachweis Titelbild: Jacob Jordaens, Der Satyr beim Bauern (Ausschnitt), um 1620/21, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek München, CC BY-SA 4.0

Sprache verbindet – Sprache erforschen

Die Römer sind unter uns! Psst! Hallo Detektive!! Die Römer sind unter uns! Wo? Wenn du digital auf vielen Kanälen unterwegs bist, dann sind sie schon da … Warum? Ganz einfach: Die Römer eroberten vor etwa 2000 Jahren viele Gebiete und brachten Wörter mit, die wir auch heute noch in unseren europäischen Sprachen wiederfinden. Auch im Deutschen. Die Sprache der Römer war lateinisch. Sogar viele Bezeichnungen für ganz moderne Dinge, die die Römer noch gar nicht kannten, kommen aus dem Lateinischen: Detektiv z.B von detegere = aufdecken. Digital heißt in Ziffern umgesetzt. Lange bevor es Rechenmaschinen gab, rechnete man nämlich mit den Fingern = digiti. Und das Wort Kanal entstand aus cannula = das Röhrchen. Schau dir die Frisuren auf den beiden Bildern an. Sie sind aufwändig gestaltet. In der Antike war dazu eine Brennschere notwendig. Daher kommt das Wort Frisur: frigere heißt braten, rösten. Heute benutzen wir elektrische Lockenstäbe und Glätteisen. Beide Figuren (von lateinisch figura) findest du im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke. Die Abgüsse dort sind aus Gips. Das lateinische Wort dafür ist gypsum. Das stammt ursprünglich vom griechischen gypsos. Auf geht’s, Detektiv! Decke auf, wo sich die Römer noch in unserer Sprache versteckt halten. Du wirst staunen, wo sie mit ihrer Sprache noch unter uns sind. Schau dir die Bilder an und klicke auf umdrehen. Wer sind die beiden Figuren mit den schönen Frisuren? Das erfährst du in unseren Memospielen oder du besuchst sie direkt im Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke! Und hier gibt's MPZ-Informationen zum Museumsbesuch. Im Buch „Die Römer bei uns“ erfährst du noch mehr über das Leben der Römer in Deutschland. Passende MPZ-FührungenVielfalt entdecken – Auf den Spuren der Römer im Bayerischen Nationalmuseum (FöS, GS, Horte, MS bis Jgst. 7) Mehr aus unserer Reihe Sprache verbindet Abbildungsnachweis Titelbild: © Museumspädagogisches Zentrum, Illustration: Georg SchatzAbbildungsnachweis Bilder in Kreisausschnitten: © Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Foto: R. Hessing

MPZ-Album

entdecken, sammeln und gestalten Nach und nach findest du hier Ideen und Anregungen für kleine künstlerische Experimente: Diese Ideen, Zeichnungen, Entwürfe, Gedichte, und vieles mehr kannst du sammeln und immer wieder ansehen. Was dabei entsteht, ist dein ganz persönliches MPZ-Album – jedes dieser Alben sieht also anders aus. Schritt 1 – Buchdeckel und Seiten vorbereiten dickeres Papier oder einen dünnen Karton für den Einband vorne und hintenam besten im DIN A5 Querformat (Das ist so groß wie die kleinen Schulhefte und das nehmen wir quer.)Innen kommen später ganz unterschiedliche Blätter rein, mal farbig, mal weiß, gemustert oder aus Zeitungspapier.Tipp: Fertige dir eine Schablone für den Zuschnitt der verschiedensten Papiere an. Dazu schneidest du in einen dünnen Karton ein Fenster im Format DIN A5. Schritt 2 – Das Museumsbuch binden Damit das Buch ständig wachsen kann, können wir es nicht gleich fertig binden.Material zum Zusammenbinden der Seiten: z.B. eine Schleife mit einer Schnur oder einem Geschenkband, ein Heftstreifen oder ein Ringbuch. Schau einfach mal, was sich zuhause findet. Schritt 3 – Titelblatt und Museumsliste Wenn du magst, kannst du unser Titelblatt verwenden.Zusätzlich haben wir ein Blatt mit der Übersicht von Münchner Museen vorbereitet. Darin kannst Du festhalten, in welche Museen Du gehen möchtest, wenn die Museen wieder geöffnet sind.HIER kannst du Titelblatt und Inhaltsverzeichnis herunterladen. Und jetzt kann es losgehen! Hier findest du die ersten Ideen. Klicke einfach auf die Bilder, die dich interessieren. Abbildungsnachweis Titelbild: © Museumspädagogisches Zentrum

Was wimmelt da am Marienplatz?
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Wenn du heute ein Bild vom Münchner Marienplatz machen möchtest – kein Problem. Ein Klick am Handy oder Fotoapparat – fertig! Vor 400 Jahren dagegen musste ein solches Bild gemalt werden. Es dauerte Wochen und Monate, bis ein Künstler den Platz mit seiner quirligen Atmosphäre auf die Leinwand gebracht hatte. Bevor er sich an die Arbeit machte, kramte er deshalb zuerst einmal in seinen Erinnerungen: Was habe ich auf diesem Platz in der letzten Zeit Interessantes gesehen oder erlebt? Welche Geschichten möchte ich über diesen Ort erzählen? Möglichst viel von dem, was ihm dazu einfiel, packte der Künstler dann in sein Bild hinein. Das fertige Gemälde bildet daher nicht wie ein Foto einen bestimmten Augenblick ab, sondern liefert dir eine Fülle von Geschichten, Erlebnissen und Bildern, die frühere Zeiten in deinem Kopf lebendig werden lassen. Ein solches Bild vom Marienplatz, der früher einfach nur „Markt-“ oder „Schrannenplatz“ hieß, kannst du im Münchner Stadtmuseum sehen. In welchem Jahr es gemalt wurde, findest du sicher heraus, wenn du dir das Gemälde ganz genau anschaust. Anonym, Der Marktplatz in München zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs, 1634, © Bayerisches Nationalmuseum (Dauerleihgabe an das Münchner Stadtmuseum) Lass uns nun eine kleine Reise zurück in die Zeit machen, in der das Bild entstanden ist. Wir befinden uns mitten im „Dreißigjährigen Krieg“. In ganz Europa streitet man darum, welches die „richtige“ Religion ist: katholisch oder evangelisch? Die Anhänger des evangelischen Glaubens nennt man auch „Protestanten“. Ein protestantisches Heer unter der Führung des gefürchteten Schwedenkönigs Gustav Adolf hat das katholische München 1632 – 2 Jahre vor der Entstehung unseres Bildes also – belagert und besetzt. Die Stadt soll geplündert und in Schutt und Asche gelegt werden. Aber die Münchnerinnen und Münchner können das verhindern, indem sie ein gigantisches Lösegeld auftreiben: 300.000 Reichstaler! Zum Dank für den kampflosen Abzug der Truppen, für das sogenannte „Wunder von München“, wird sechs Jahre später die Mariensäule auf dem Marktplatz aufgestellt. In diesem „Wimmelbild“ verstecken sich noch viel mehr solche Geschichten: spannende, grausame und lustige! Löse die folgenden Rätsel und Suchaufgaben, klicke auf den entsprechenden Playknopf im Bild und höre mehr dazu… Wenn du noch ein bisschen in der Zeit reisen möchtest, dann schau dir doch auch einmal an, wie der Marienplatz vor etwa 250 Jahren ausgesehen hat. Was hat sich seit dem Dreißigjährigen Krieg verändert? Und wie sieht es an der gleichen Stelle heute aus? Joseph Stephan, Schrannenplatz gegen Nordwesten, © Münchner StadtmuseumDer Münchner Marienplatz heute,© Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Judith Schenk Informationen zum MuseumMöchtest du die Zeitreise fortsetzen und wissen, wie es in München früher ausgesehen hat? Dann bist du in der Ausstellung „Typisch München!“ im Münchner Stadtmuseum richtig. Abbildungsnachweis Titelbild: © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Judith Schenk

Sprache verbindet
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Die dritte digitale Themenreihe des MPZ Hier dreht sich alles um Sprache! Du kannst sie trainieren, erforschen, mit ihr lustige Spielchen treiben, sie ausgehend von Kunstwerken kreativ einsetzen, geheime Botschaften senden und Sprichworte besser verstehen. Beim Klick auf die Bilder kommst du zum gewünschten Beitrag. Viel Sprachvergnügen! Sprache lernen Sprache erforschendas Gleiche in GrünKunst als ImpulsBriefgeheimnisse Mehr zur Sprache findest du, wenn du unten am Beitrag oder in der rechten Spalte auf das Schlagwort Sprache klickst!Hier findest du unsere Themenreihen zu Upcycling und Vielfalt entdecken. Abbildungsnachweis Titelbild: © Monacensia im Hildebrandhaus, Nachlass Erika Mann, Briefe, Signatur EM B 231, Kuvert von einem Brief Erika Manns an ihren Bruder Klaus (Ausschnitt)

Sprache verbindet – Sprache lernen
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Bäume, Obst und Jahreszeiten. Farbe, Mode und Design. Wohnen, Stadt und Verkehrsmittel. Tiere, Uhrzeit oder Feste: für Deutschklassen und Sprachlerngruppen bietet das MPZ vielfältige Angebote in 17 Münchner Museen und im Stadtraum an. Jedes Mal steht ein Wortfeld im Mittelpunkt. Zum Thema „Wohnen“ werden z.B. die schönen Räume der Münchner Residenz unter die Lupe genommen und so der Wortschatz rund um das Arbeitszimmer, das Schlafzimmer, das Badezimmer und das Esszimmer vertieft.Ein „Bausteinkoffer“ voller Methoden und Materialien macht das jeweilige Thema anschaulich.Mit differenzierten Aufgabenstellungen wird dabei der individuelle Sprachstand der Teilnehmenden  berücksichtigt. Alle gemeinsam können so die Ausstellungsstücke entdecken und die Museumswelt erleben. So macht Spracherwerb Spaß! Aus den etwa 40 MPZ-Angeboten in den Münchner Museen haben wir zwei methodische Beispiele für Sie ausgesucht. Sie können sie auch im Unterricht einsetzen. Kommen Sie – sobald es wieder möglich ist – persönlich mit Ihrer Gruppe. Die Führungen sind kostenfrei. Sprache lernen mit Kunstwerken August Macke, Mädchen unter Bäumen, 1914 © Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, München Deutsch als Zweitsprache und zugleich Kunst bzw. Design vermitteln sowie eigenes kreatives Gestalten ermöglichen – das gelingt vor den Exponaten der Sammlung Moderne Kunst und der Neuen Sammlung – The Design Museum in der Pinakothek der Moderne. Die beeindruckenden, leuchtend farbigen Gemälde der modernen Kunst regen an, die Vielfalt der Farben zu entdecken und spielerisch den Wortschatz rund um das Thema Farbe zu erweitern. Sind die einfachsten Farbnamen und der Farbkreis gelernt und auch die Abstufung in Hell-, Mittel- und Dunkelwerte verstanden, lassen sich mit Hilfe von Bildwortkarten Komposita bilden, um weitere Farbnuancen benennen zu können. Schülerinnen und Schüler erkennen zum Beispiel tannengrüne oder limettengrüne Farben im Blattwerk der Bäume, wenn sie August Mackes Gemälde „Mädchen unter Bäumen“ genau betrachten. Auch die Kleider der Mädchen werden anfangs einfach blau oder dunkelblau beschrieben, auf der Suche nach noch passenderen Farbnamen dann ozean- und himmelblau gefunden. Durch einen Klick auf die Informationssymbole im Gemälde des folgenden Spiels erscheinen einige anschauliche Beispiele, denen man die Farbkleckse am rechten Rand zuordnen kann.Folgendes Element funktioniert am besten ab einer Bildschirmbreite von 700 Pixeln (Tablet, PC). Anschließende eigene Experimente im Farbmischen mit Trocken- oder Nassfarben verfestigen die Kenntnisse zu Farben und Farbkreis, zugleich machen sie den Schülerinnen und Schülern viel Spaß. Für die selbst hergestellten Farbkarten finden sie ebenfalls und häufig sehr fantasievolle Farbnamen.  Sprache lernen mit Designobjekten Die Neue Sammlung – The Design Museum in der Pinakothek der Moderne präsentiert eine große Vielfalt an Gegenständen: Möbel, Geschirr, Elektro- und Sportgeräte, Fahrzeuge und vieles mehr. An den Objekten können Schülerinnen und Schüler ganz anschaulich den Wortschatz zu Alltagsgegenständen lernen und vertiefen. Bildkarten und Materialproben helfen ihnen dabei. Die Objekte regen zudem an, die eigene Kreativität in Skizzen zu erproben. © Museumspädagogisches Zentrum Ein überdimensioniertes Setzregal, die Eingangswand der Neuen Sammlung – The Design Museum, stellt eindrucksvoll und als Auftakt des Rundgangs den Sammlungsbereich Design mit mehr als 30 Exponaten vor. Für die Deutschklassen oder BIK ist dies eine optimale Vermittlungssituation, da hier, immer abgestimmt auf den jeweiligen Sprachstand der Schülerinnen und Schüler, der Wortschatz spielerisch auf ganz unterschiedliche Art und Weise eingeübt werden kann. Eine einfache Möglichkeit des spielerischen Spracherwerbs zeigt unser Quiz, bei dem die Begriffe den einzelnen Objekten zugeordnet werden können. Was ist was im Setzregal? Möbel, Fahrzeug oder Elektrogerät? Ein Klick auf die Info-Symbole verrät es. Basiswortschatz lässt sich z.B. mit dem Spiel „Ich sehe etwas, was du nicht siehst und das ist…“ trainieren. Neben der Farbabfrage kann auch das Material thematisiert werden: „Was ist aus Holz?“- „Der Tisch!“ Sprachlich etwas höhere Anforderungen stellt die Aufgabe, als Antwort nicht nur das Objekt, sondern auch die damit verbundene Tätigkeit zu beschreiben: Z.B. „Was ist aus Kunststoff?“ – „Der schwarze Stuhl ist aus Kunststoff. Ich sitze auf dem Stuhl.“Folgendes Element funktioniert am besten ab einer Bildschirmbreite von 700 Pixeln (Tablet, PC). Das Setzregal mit gezeichneten Objekten finden Sie hier. Die Schülerinnen und Schüler können die gelernten Begriffe eintragen und noch einmal vertiefen.  Zur Überprüfung dient ein beigefügtes Lösungsblatt mit den zugeordneten Begriffen. Die besondere Lernumgebung Museum und die beeindruckenden Originale motivieren die Kinder und Jugendlichen. Zugleich machen die Sprachspiele zu den Exponaten Freude, schaffen Erfolgserlebnisse und Selbstvertrauen. - Wichtige Voraussetzungen, die das Erlernen der neuen Sprache positiv unterstützen.  Sprachfördernde Angebote des MPZfür Deutschklassen an Grund-, Mittel und Berufsschulen sowie Deutschlernkurse Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netSprache lernen mit Kunst: Farbkarten, Ich sehe was, was du nicht siehstSprache lernen mit Design: Stuhl Entwurf: Michael Thonet, Hersteller: Gebrüder Thonet, WienStuhl Nr. 14 | um 1856, Materialprobe Passende MPZ-FührungenProgramm für Deutschklassen in der Pinakothek der Moderne - Sammlung Moderne Kunst: Die Welt der Farben in der Kunst Programm für Deutschklassen in der Pinakothek der Moderne - Die Neue Sammlung: Stühle, Sessel, Teller, Tassen - besondere Dinge im Designmuseum Mehr über die Pinakothek der ModerneIn der Pinakothek der Moderne präsentieren vier Museen zu Kunst, Design, Architektur und Graphik ihre Sammlungen. Alle vier Museen bespielt auch das interkulturelle und kostenfreie Projekt „KunstWerkRaum“, zu dem wir Sie herzlich einladen, sobald Gruppenveranstaltungen wieder möglich sind. Mehr aus unserer Reihe Sprache verbindet Abbildungsnachweis Titelbild: © Museumspädagogisches Zentrum

Kaleidoskop-Filter
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Das Kaleidoskop ist ein optisches Kinderspielzeug. In einem Rohr spiegeln sich kleine Gegenstände und so entstehen schöne symmetrische Muster. Mit einem Filter eines digitalen Bildbearbeitungsprogramms lassen sich diese Spiegeleffekte auf bekannten Gemälden anwenden. So entstehen ganz neue Bildwelten. Wenn du mit einer Vorlage experimentiert hast, wirst du das originale Gemälde mit ganz anderen Augen sehen. Die Bildmanipulation kannst du leicht mit dem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm „GIMP“ erstellen. Dazu musst du weder ein Künstler noch ein digitaler Experte sein. Lade das Programm kostenlos auf der Website von GIMP herunter, öffne es und folge dieser Anleitung (Schiebe dazu den Regler unter dem Bild Schritt für Schritt nach rechts.): Je nachdem, wie du die Einstellungen wählst, fallen dir an dem originalen Bild jetzt ganz andere Dinge auf. DekorativAls Deckenbild angeordnet, wird deutlich, wie dekorativ das Motiv der zusammensitzenden Frauen ist.OrnamentalWenn die Figuren in den Hintergrund treten, zeigt sich, wie gut die warmen Farben mit den hellen Himmelblau harmonieren.SurrealOhne Gesichter, mit entsprechender Verzerrung entsteht ein völlig neues, surreales Bild. Hier findest du weitere Beispiele zur Anregung. Wenn du die „ungefilterten“ Gemälde sehen und mehr über sie wissen willst, klicke auf die Bilder. Sie führen dich zur Abbildung in der Onlinesammlung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Oder noch besser: Sieh sie dir im Original in der Alten Pinakothek und der Sammlung Schack an! im Filter: Gustav Klimt, Margaret Stonborough-WittgensteinIm Filter: Caspar David Friedrich, Riesengebirgslandschaft mit aufsteigendem Nebel© Museumspädagogisches Zentrum, Bearbeitung: Dr. Alfred Czech Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netKaleidoskop-Filter Zu diesen Bildern gibt es auch Führungen des Museumspädagogischen Zentrums. Abbildungsnachweis Titelbild: © Museumspädagogisches Zentrum, Zeichnungen, Grafik: Dr. Alfred Czech; Basis für Grafik: Gustav Klimt: Margaret Stonborough-Wittgenstein, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, CC BY-SA 4.0

Götter geben Rätsel auf

Wir kennen viele Darstellungen von griechischen Göttinnen und Göttern. Und einige davon können wir in München direkt vor Ort sehen: In den Staatlichen Antikensammlungen sind die Gottheiten vor allem auf Vasen gemalt, im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke finden wir Statuen von ihnen. Vielleicht habt ihr ja mal Lust, sie dort zu besuchen. Acht ausgewählte Gottheiten könnt ihr hier kennenlernen. Ihren griechischen und ihren lateinischen Namen sowie ihre Erkennungsmerkmale. Es gibt drei Schwierigkeitslevel: für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Probiert aus, wie weit ihr kommt! Wichtig: genau hinsehen! Auf den ersten Blick sehen die alle ähnlich aus ... Für Anfänger Das ist ein Memo-Spiel, wie ihr es bestimmt schon gespielt habt. Ihr dürft immer zwei Karten aufdecken. Wenn ihr ein gleiches Paar gefunden habt, erfahrt ihr, wie die Gottheit heißt und wofür sie zuständig ist. Ihr könnt den Text ganz in Ruhe lesen, denn solange er sichtbar ist, stoppt die Zeitmessung. Fangen wir an mit den Statuen. Für Fortgeschrittene Nun wird es komplizierter. Es sind immer noch dieselben acht Gottheiten. Aber die sind ja kaum wiederzuerkennen! Oder vielleicht doch? Tatsächlich hat jede Gottheit mindestens ein Merkmal an sich, das nur sie alleine trägt. Bei den antiken Statuen ist es oft abgebrochen, aber auf den Vasen und an der kleinen Skulptur kann man es gut sehen. Ordne die Symbole links den zugehörigen Darstellungen rechts zu. Das folgende Spiel funktioniert leider erst ab einer Bildschirmbreite von 700 Pixeln (Tablet, PC). Für Profis Respekt, ihr habt es weit geschafft! Nun dürft ihr euch nochmal an einem schwierigeren Memo-Spiel versuchen. Die Göttinnen und Götter bleiben dieselben, aber nun gehören jeweils ein Symbol und eine Darstellung als Memo-Paar zusammen. Einmal gefunden, verraten sie euch, warum sie dieses Merkmal mit sich tragen. Puh, das war schwer! Vielleicht habt ihr es auch ein paarmal gespielt. Dann seid ihr jetzt gut vorbereitet, wenn ihr die Vasen in den Staatlichen Antikensammlungen oder die Statuen im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke seht. Sicher erkennt ihr die ein oder andere Gottheit! Doch das war ja noch lange nicht alles: Unser Büchlein Antike Götter stellt die wichtigsten Gottheiten der Antike und ihre Geschichten vor. Es ist ein idealer Begleiter für Museumsbesuche oder für Streifzüge in eurer Umgebung. Für 5,- € könnt ihr es in der Ausstellung der Staatlichen Antikensammlungen am Königsplatz kaufen. Passende MPZ-FührungenAntike Götter und ihre Sagen (für GS, GYM, MS, RS, im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke)Die unsterblichen Götter (für GS ab Jgst. 3, GYM, MS, RS, in den Staatlichen Antikensammlungen) Informationen zu den MuseenMuseum für Abgüsse Klassischer Bildwerke: Museumshomepage und MPZ-Informationen zum MuseumsbesuchStaatliche Antikensammlungen: Museumshomepage und MPZ-Informationen zum Museumsbesuch Abbildungsnachweis Titelbild: © Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Foto: R. Hessing

Upcycling! Lampen neu gestaltet

Inspirationsquelle: Lampen von Ingo Maurer in der Neuen Sammlung – The Design Museum, Pinakothek der Moderne Heute lassen wir uns von ungewöhnlichen, oft auch lustigen Lampen von Ingo Maurer inspirieren. Die Neue Sammlung – The Design Museum in der Pinakothek der Moderne zeigt einige seiner Lampen in ihrer Dauerausstellung und im neu eröffneten Schaudepot X-D-E-P-O-T. Ingo Maurer war Lichtgestalter – alles, was mit Licht zu tun hat, faszinierte ihn. Oft gaben ihm ungewöhnliche Materialien oder irgendetwas, das ihm in seinem Alltag begegnete, Ideen für neue Lampen. Ingo Maurer, Lucellino Wall, 1992. Foto: Judith Schenk Seine Lampe Lucellino ist ein gutes Beispiel dafür, wie Ingo Maurer Lampen gestaltet. Er verwendet eine energiesparende LED in Form der alten Glühbirne, die ursprünglich sein Lieblings-Leuchtmittel war. An der Fassung befestigt er zwei weiße Flügelchen. Woran denkst du, wenn du diese Lampen anschaust? Ingo Maurer will ein Spiel mit Gedanken, Erinnerungen und Bildern bei uns auslösen. Auch der lautmalerische Name Lucellino, ein Wortspiel aus "luce" (italienisch: Licht) und "uccellino" (italienisch: Vögelchen) ist dafür wichtig. Links: Dagmar Mombach, Ingo Maurer + Team, MaMo Nouchies. Ysmen, 1998. Foto: Judith Schenk; Mitte: Dagmar Mombach, Ingo Maurer + Team, MaMo Nouchies. Poul Poul, 1998. Foto: Judith Schenk; Rechts: Ingo Maurer, One from the Heart, 1989. Foto: Judith Schenk Diese linken beiden Lampen zeigen Ingo Maurers Begeisterung für das Material Papier. Für die „MaMo Nouchies“, zu denen auch „Ysmen“ und "Poul Poul" gehören, wird ein spezielles, eng gerafftes Japanpapier verwendet, das sich ganz unterschiedlich formen lässt. Die Idee zur rechten Lampe kam Ingo Maurer als er den Musicalfilm „One from the Heart“ von Francis Ford Coppola sah. Ingo Maurer hat sich seine Ideen oft aus dem Alltag, manchmal aus einem Film oder einem Buch geholt. Er experimentierte gerne mit unterschiedlichen Materialien, hier zum Beispiel mit einer roten Kunststofffolie. Gestalte Deine eigene Lampe wie Ingo Maurer! Schau dir alle Lampen in deiner Wohnung an und wähle eine für dein Lampen-Upcycling aus. Achte darauf, dass es eine Energiesparlampe ist, die wenig Wärme entwickelt, damit sich deine verwendeten Materialien nicht entzünden. (Liebe Kinder: Fragt unbedingt eure Eltern, welche Lampe ihr verwenden dürft!) Bevor du beginnst, schalte die Lampe aus und ziehe den Stecker. Schau dir die Form der Lampe oder des Lampenschirms genau an. Bringt dich die Form auf eine Idee? Zu welchem Ding, welcher Figur, welchem Tier könntest du deine Lampe verändern? Lass dich wie Ingo Maurer von den eigenen Interessen anregen und probiere unterschiedliche Materialien aus. Und vergiss nicht, dir einen Namen für die Lampe auszudenken! Schau dir doch auch einmal die Lampen-Upcycling-Ideen von Andrea, Rosalie und Susanne an. Anregungen für Materialien und Werkzeuge: zum Beispiel Papiere, Zeitungen, Zeitschriften, Verpackungsmaterial, Folien, Backpapier, Wattepads, Bänder, Dekomaterial, das du in deiner Wohnung findest, Gummiringe, Schere, Kleber, Draht und Kombizange, Tacker, Locher oder was dir sonst noch einfällt. Die hohe, rechteckige Form der Tischlampe hat Andrea auf die Idee gebracht, mit Zeitungspapier und Wattepads einen "Wolkenkratzer" zu gestalten. Lampe „Wolkenkratzer“ mit Fotos des Prozesses. © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Andrea Feuchtmayr Für Rosalie hat sich in der Form ihrer Schreibtischlampe ein Tier versteckt und so ist mit zwei Zeitungspapier-Öhrchen „SchnuppSchnupp“ entstanden. Lampe "SchnuppSchnupp" mit Foto des Prozesses. © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Rosalie Werkmeister In diesem Video siehst du die Idee von Susanne für eine Wandlampe aus geöltem, altem Packpapier. Diese erinnerte sie an einen schwingenden Rock. Mit Wimpern aus Joghurtbecherstreifen wurde sie zu "RocknRoll". Wandlampe aus geöltem Packpapier. © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Lea Becker Filmische Anleitung, © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Lea Becker Facebook/Instagram: #MPZupcyclingZeig uns deine persönliche Designer-Lampe! Teile sie auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag #MPZupcycling.Du kannst uns auch gerne ein Foto an die Email digital@mpz-bayern.de schicken. Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netLeuchte, Konstruktion, Titel finden MPZ-AlbumDu hast noch nicht genug? HIER haben wir noch etwas für dich, um dein Lampendesign fortzusetzen. Passende MPZ-FührungenFokus Nachhaltigkeit: Designobjekte in der Diskussion (für BS, GS ab Jgst. 3, GYM, MS, RS)Technik und Design (für BS, GYM, MS, RS)Programm für Deutschklassen: Mixer, Lampe, Radio - Elektrogeräte und Technik im Designmuseum Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Mehr über das MuseumEinige Lampen von Ingo Maurer kannst du befinden sich in Der Neuen Sammlung – The Design Museum, Pinakothek der Moderne entdecken. Auf der Internetseite des Museums kannst du dich über die Ausstellung von Ingo Maurer informieren und einmal schauen, was es sonst noch in diesem Museum zu sehen gibt.Wichtige Informationen für derzeitige Museumsbesuche Mehr aus unserer Reihe "Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik" Abbildungsnachweis Titelbild: links: Ingo Maurer, Lucellino Wall, 1992. Foto: Judith Schenk; rechts: Lampe „Wolkenkratzer“. © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Andrea Feuchtmayr

Pop Art Kurfürst
Eine SW-Kopie eines barocken Fürstenporträts ist flächig und knallbunt koloriert
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Mache Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz zum Pop Art Star! Jan Frans von Douven hat ihn vor rund 300 Jahren gemalt. Drucke dir die Kopie vom Porträt aus (PDF-Download: DIN A5 für dein MPZ-Album oder DIN A4 zum Weiterexperimentieren). Diese ist extra schwarz-weiß, damit Du sie farbig gestalten kannst. Wieviele unterschiedliche Varianten fallen dir ein? Der Pop Art Künstler Andy Warhol hat etwas ganz ähnliches mit dem Porträt König Friedrichs des Großen gemacht. Sein Ergebnis kannst du dir HIER ansehen. Du brauchst: einen Ausdruck von der Schwarz-Weiß-Kopie von Jan WillemStifte oder Farben zum Gestalten, je nachdem was Du zuhause hast: z.B. Buntstifte, Textmarker, Feinliner, Kreide,… Möchtest Du Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz, auch Jan Wellem, genannt einmal live sehen? Dann geh ins Bayerische Nationalmuseum. In Saal 35 der Barockabteilung begegnest Du ihm. Facebook/Instagram: #MPZupcyclingTeile Deinen Pop-Art-Jan-Willem auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag #MPZupcycling.Du kannst uns das Foto auch gerne an die Email digital@mpz-bayern.de schicken. "Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik"Wir haben uns für diese Aufgabe vom Porträt von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz anregen lassen, das sich im Bayerischen Nationalmuseum befindet. HIER kommst du zu dem Beitrag über sein Porträt in unserer Online-Aktion „Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik“, wo du außerdem eine Anleitung für deine eigene barocke Perücke aus Altpapier findest. Abbildungsnachweis Titelbild: © Museumspädagogisches Zentrum

Upcycling! Alte Meister >< Moderne

Inspirationsquelle: Madame de Pompadour aus der Alten Pinakothek "Alte Meister" nennt man die Künstler, die die Gemälde aus Mittelalter, Renaissance oder Barock geschaffen haben. Ihre Werke sind hunderte von Jahren alt und faszinieren uns doch bis heute! Ein solches Gemälde kannst du hier sehen. Gestatten, Madame de Pompadour (1721 – 1764)! Sie war eine der Modeikonen des Spätbarock, lebte am französischen Hof und war dort die einflussreichste Frau unter König Ludwig XV.   François Boucher (1703 – 1770) hat sie sogar mehrmals gemalt. Eines dieser Porträts hängt in der Alten Pinakothek – an sehr prominenter Stelle, direkt in der Flucht des großen Mittelgangs. Boucher hat in diesem Bild jede Menge Dinge versteckt, die dir etwas über die Porträtierte verraten: Sie war gebildet, konnte lesen und schreiben, zeichnen, singen und vieles mehr. Und sie interessierte sich sehr für Mode. Hier trägt sie ein üppig geschmücktes Kleid aus feinster Seide. François Boucher: Madame de Pompadour, 1756, Alte Pinakothek München Sieh dir einmal diese COLLAGE aus bunt glitzernden Metallfolienstücken von Alexander Sacharoff (1886 – 1963) aus dem Depot des Lenbachhauses an! Er gilt als einer der bedeutendsten Tänzer und war mit den Künstlern rund um den Blauen Reiter befreundet. Auch er nutzte alte Gemälde, um daraus Ideen für seinen Tanz zu entwickeln. Alexander Sacharoff, Pavane Fantastique um 1916_17, © Deutsches Tanzarchiv Köln Entwirf ein Kleid, das Madame de Pompadour gefallen hätte! Du kannst Madame de Pompadour und Sacharoffs Collage als Inspiration für deine eigene Modekreation nutzen! So könnte das aussehen: Collage. © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Rosalie Werkmeister Nutze dazu glitzernde Folien, in denen Schokoosterhasen, Nikoläuse oder Bonbons eingepackt waren, gebrauchtes Geschenkpapier, Taschentuchverpackungen, schimmernde Stoffreste oder was dir sonst so glänzendes unterkommt.Zeichne erst einen Umriss des Kleides oder verwende die Skizze HIER, die du zweimal ausschneidest. Eine verwendest du als Untergrund zum Bekleben. Die zweite, um die Größe der Folienstücke abzumessen.Schneide kleine Folienteile aus, die du zu einem Kleid im Stil des Spätbarock zusammenklebst. So entsteht der Eindruck von Stoffmassen, Rüschen und Schleifen. Ein Tipp zum Kleben der kleinen Folienteile: Drücke etwas Flüssigkleber auf ein Papier und ziehe vorsichtig am besten mit einer Pinzette die kleinen Folienteile darüber.Deinen Entwurf kannst du rahmen oder in deinem MPZ-Album auf eine farblich passende Seite kleben. Facebook/Instagram: #MPZupcyclingTeile deine Collage auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag #MPZupcycling. Du kannst uns auch gerne ein Foto an die Email digital@mpz-bayern.de schicken. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Mehr über das MuseumAuf der Internetseite des Museums Alte Pinakothek kannst du dir einmal anschauen, was es dort alles zu sehen gibt: In der Online-Sammlung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ist Bouchers Gemälde noch genauer zu sehen. Über Google Arts & Culture siehst du die Madame de Pompadour an ihrem angestammten Platz im Museum und kannst dich weiter im Haus umschauen.Tipp: Wenn du im Suchfeld der Onlinesammlung des Lenbachhauses Sacharoff eingibst, findest du auch noch drei seiner ähnlich collagierten Bühnenentwürfe.   Mehr aus unserer Reihe "Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik" Abbildungsnachweis Titelbild: links: François Boucher: Madame de Pompadour, 1756, Alte Pinakothek München (Ausschnitt)rechts: Collage. © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Rosalie Werkmeister

Challenge #1 | Nudeln kochen
Challenge Solakocher

Wasser zum Kochen bringen ohne Strom und Gas Schaffst du es, dir mit 26 Spielkarten, 26 Holzklötzchen (Legosteinen), Alufolie und einem kleinen Topf Wasser dein Mittagessen zu kochen? © Deutsches Museum, München, Archiv, CD_L6683-109 Auflösung: Wickle jede Spielkarte möglichst glatt in Alufolie ein. Stelle deinen Topf in die pralle Sonne und ordne die eingepackten Karten mithilfe der Klötze auf einer Seite so um den Topf herum an, dass möglichst viel Sonnenlicht in Richtung Topf gespiegelt wird.  Die Sonne liefert genug Energie, um 3 Liter Wasser in 40 Minuten zum Kochen zu bringen. Um die Sonnenenergie einfangen und zum Kochen nutzen zu können, brauchen wir einen Solarkocher. Mit Hilfe der Wärmestrahlung der Sonne lässt sich leicht etwas erwärmen. Diese Erfahrung hat jeder gemacht, der im Sommer barfuß über heißen Sand oder Terrassenplatten gelaufen ist. Wenn der Bodenbelag dunkel ist, dann wird er besonders schnell heiß. Er nimmt sehr viel Wärmestrahlung auf. Auch wenn der Boden uns sehr heiß vorkommt - um Wasser in einem Topf zum Kochen zu bringen, reicht das nicht. Wir brauchen ein Hilfsmittel, damit in unserem Kochtopf 100°C erreicht werden. Wir brauchen einen Parabolspiegel. Der Parabolspiegel ist ein Spiegel mit einer nach innen gekrümmten Spiegelfläche. Er sieht aus wie eine große Schüssel. Sonnenstrahlen, die auf diesen gekrümmten Spiegel treffen, werden reflektiert (zurückgeschickt) und treffen sich alle in einem Punkt, dem Brennpunkt. Je größer unser Parabolspiegel ist, desto mehr Strahlen treffen sich im Brennpunkt und desto höher wird die Temperatur. Im Brennpunkt befestigen wir mit Hilfe eines Gestells einen schwarzen Kochtopf, der sich aufgrund seiner Farbe besonders stark erwärmt. Fertig ist unser Solarkocher. Diesen richten wir gut aus, so dass immer möglichst viel Sonne auftrifft.Welchen Nachteil hat unser Solarkocher? Wir können nur bei Sonnenschein und im Freien kochen.Einen großen Vorteil haben Solarkocher jedoch: Sie lassen sich sehr einfach herstellen und können die Menschen in ärmeren Regionen der Welt mit abgekochtem, keimfreiem Wasser versorgen. Facebook/Instagram: #MPZchallengeTeile deinen Solarkocher auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag #MPZchallenge. Wir sind gespannt auf deine Konstruktion!Du kannst uns auch gerne ein Foto an die Email digital@mpz-bayern.de schicken. Informationen zum MuseumIm Deutschen Museum gibt es noch viele weitere Meisterwerke der Naturwissenschaft und Technik zu entdecken. Abbildungsnachweis Titelbild: © Museumspädagogisches Zentrum, Grafik: Fabian Hofmann

Vielfalt entdecken … in der Politik
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Politik, Demokratie, Monarchie – viele Wörter sind uns – zum Beispiel aus den Nachrichten – sehr vertraut und gehören zur deutschen Sprache. Ursprünglich entwickelten sie sich aber vor mehreren tausend Jahren in Griechenland. Dort, genauer in Athen, entstand vor 2500 Jahren die erste Demokratie. Im Gegensatz zu den ringsum liegenden Gebieten, wo Fürsten alleine herrschten, bestimmten in Athen die Bürger die Politik. Auch wir leben heute in Deutschland in einer Demokratie. Hier lernst du ein bisschen Griechisch: Jetzt kannst du dir die Begriffe herleiten: Demokratie ist die Herrschaft des Volkes, Monarchie die Herrschaft eines Einzelnen. Die Herrschaft der Besten nennt man Aristokratie, die Oligarchie bezeichnet die Herrschaft von wenigen und Autokratie die eines Einzelnen ohne Beschränkungen. Das Modell des Parthenontempels im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke© Museumspädagogisches Zentrum Das Wahrzeichen für die Demokratie in Athen war der Parthenon-Tempel auf der Akropolis. Er war der Stadtgöttin Athens, Athena, geweiht. Diesem Tempel ähneln heute auf der ganzen Welt zahlreiche Gebäude, in denen Politik gemacht wird. Hier kannst du einige entdecken. Ziehe die Bezeichnungen auf die zugehörigen Gebäude: Zwei Gesichter sind wesentlich mit der attischen Demokratie verbunden:Der Staatsmann Perikles (ca. 490 - 429 v. Chr.) aus Athen regte den Bau des Parthenontempels an. Er wurde 15- mal zum Strategen, d.h. in das höchste militärische Amt, gewählt und stärkte die Demokratie.Themistokles (ca. 524 - 459 v. Chr.) war Staatsmann und Feldherr in Athen und ebenso Wegbereiter der attischen Demokratie. Er siegte über die Perser und wurde sehr mächtig. Aus Angst, er könne die Alleinherrschaft übernehmen, verbannten ihn die Athener aus der Stadt. Perikles (ca. 490 - 429 v. Chr.), © Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Foto: Roy HessingThemistokles (ca. 524 - 459 v. Chr.), © Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, Foto: H. Glöckler In einer Demokratie kann nicht ein Einzelner oder eine kleine Gruppe alles bestimmen, sondern das Volk darf mitreden. In Deutschland gab es von 1919 bis 1933 die erste Demokratie. Nach der Gewaltherrschaft durch die Nationalsozialisten und dem Zweiten Weltkrieg wurde 1949 erneut eine Demokratie geschaffen. Vieles haben wir von den Griechen übernommen und weiterentwickelt. Probiert einmal dieses Rollenspiel aus. Passende MPZ-FührungWoher unsere Demokratie kommt (für BS, GYM, MS, RS) Informationen zum MuseumIm Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke könnt ihr berühmte griechische und römische Skulpturen der Antike aus den Museen der Welt als originalgroße Gipsabgüsse betrachten.Dort gibt es auch spezielle Angebote für zuhause und für Kinder.Hier findet ihr Informationen zum Besuch im Museum. Mehr aus unserer Reihe Vielfalt entdecken ... Abbildungsnachweis Titelbild: © Deutscher Bundestag / Achim MeldeAbbildungsnachweis Zuordnungsquiz Gebäude-Begriffe:oben (v.l.n.r.): Akropolis, Griechenland: © A.Savin, Wikimedia Commons - WikiPhotoSpace. Lizenz: CC BY-SA 3.0; Sitz des Bundestags in Berlin. © CC BY-SA 3.0; Kapitol, USA: © Martin Falbinsoner. Lizenz: CC BY-SA 3.0unten (v.l.n.r.): Parlamentsgebäude in Wien (mit Athena): © CC BY-SA 3.0; Sitz des Bundesrats in Berlin: campsmum / Patrick Jayne and Thomas. © CC BY 2.0; Modell des Parthenontempels: © Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

Upcycling! Blumen … forever young
Blumenskulptur von Cy Twombly und selbstgestaltete Blumen aus Papier, Draht und einem Stock
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Inspirationsquelle: Cy Twombly im Museum Brandhorst Im Vordergrund: Cy Twombly, Thermopylae (Meudon), 1992 © Cy Twombly Foundation; Im Hintergrund: Cy Twombly, Lepanto, 2001 © Cy Twombly Foundation; Foto: Susanne Theil Wie wäre es mit einer nicht welkenden Blume zum Geburts-, Valentins- oder Muttertag, passend zur Jubiläumsausstellung "Forever Young - 10 Jahre Museum Brandhorst", die zum Teil noch im Museum zu sehen ist. Inspiriert hat uns der US-amerikanische Künstler Cy Twombly (1928-2011), der es liebte, verschiedene Materialien, alltägliche Gegenstände oder Fundstücke zu einer weißen "Skulptur" zu verbinden. Vielleicht kennt ihr ihn von seinen riesigen Rosenbildern? Cy Twombly, Ohne Titel (Roses), 2008, Foto von Haydar Koyupinar. © Cy Twombly Foundation Gestalte eine nicht welkende Blume zum Muttertag! Das brauchst du: Ast (ohne Blüten!)verschiedene AltpapiereDrahtweiße FarbeFlasche, Vase o.ä. zum TrocknenZeitung zum Unterlegen Und so geht's: Forme aus einem Papier oder mehreren eine Blüte.Befestige sie am Ast mit Draht.Tauche die Blume in weiße Farbe oder male sie an.Tipp: Gestalte mehrere Blumen und stelle sie in eine Vase! Übrigens, auch Großmütter freuen sich über Blumen! Papierblumen © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Rosalie Werkmeister "Weiße Farbe ist mein Marmor." C. Twombly Alternativ Wenn du lieber malst, kannst du wie Cy Twombly einen Pinsel an den Ast binden und mit flüssigen Farben eine oder mehrere Riesenblüten auf einen Karton malen. Und wenn du gerne schreibst oder dichtest, setz´ deine Worte wie der Künstler einfach auf, in oder neben die Blüte(n). Pinsel an Stöcken befestigt, Blütenbild © Museumspädagogisches Zentrum Viel Vergnügen beim Gestalten und Verschenken! Facebook/Instagram: #MPZupcyclingTeile deine Blumen auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag #MPZupcycling. Wir sind gespannt auf eure Kreationen!Du kannst uns auch gerne ein Foto an die Email digital@mpz-bayern.de schicken. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Mehr über das MuseumIm Museum Brandhorst kannst du deiner Mutter diese Werke von Cy Twombly selbst zeigen und noch weitere gemeinsam mit ihr entdecken. Das Museum besitzt die weltweit größte Sammlung seiner Werke! Du kannst dir auf der Internetseite einmal anschauen, was es dort noch alles zu sehen gibt. Mehr aus unserer Reihe Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik Abbildungsnachweis Titelbild:links: Im Vordergrund: (Ausschnitt) Cy Twombly, Thermopylae (Meudon), 1992 © Cy Twombly Foundation; Im Hintergrund: (Ausschnitt) Cy Twombly, Lepanto, 2001 © Cy Twombly Foundation; Foto: Susanne Theilrechts: Papierblumen. © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Susanne Theil

Vielfalt entdecken …

Die zweite digitale Themenreihe des MPZ Vieles, was wir für typisch münchnerisch, typisch bayerisch oder typisch deutsch halten, ist in Wirklichkeit oft von sehr weit her gekommen, fand Eingang in das Leben der Menschen hier und wurde zum festen und unverzichtbaren Teil unserer Identität. Gerade aktuell ist es notwendig, diese Zusammenhänge bewusst zu machen und dafür einzutreten, dass München, Bayern und Deutschland für kulturelle Vielfalt offen bleiben. Folgt uns auf Facebook oder Instagram! Dann verpasst ihr keinen Beitrag. Wenn ihr uns eure eigenen Werke zeigen wollt, verwendet den Hashtag #MPZvielfalt. Vielfalt entdecken ... in der KücheVielfalt entdecken … in der StadtVielfalt entdecken … in der NaturVielfalt entdecken … in der PolitikVielfalt entdecken … Perspektive wechselnVielfalt entdecken … in der Schuhmode Hier geht's zur Themenreihe Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik. Abbildungsnachweis Titelbild: Ken Lum, Coming Soon vor dem Hintergrund des NS-Dokumentationszentrums, Foto: Jens WeberAbbildungsnachweis Einzelbeiträge siehe Detailseiten.

Upcycling! Musikalisch

Inspirationsquelle: Musikinstrumente aus dem Museum Fünf Kontinente Überall auf der Welt machen Menschen Musik: sie singen, sie pfeifen und musizieren mit Instrumenten aus ganz unterschiedlichen Materialien. Wichtig ist immer der Rhythmus. Man kann Rhythmus erzeugen, indem man klatscht oder trommelt. Berühmte Trommeln gibt es zum Beispiel von den Ureinwohnern in Südamerika. Eine solche Trommel siehst du unten auf dem linken Bild. Es gibt aber natürlich noch viele andere Instrumente, wie die Saiteninstrumente. Hier geht es darum, dass über einen Klangkörper Saiten gespannt und so ganz andere Töne erzeugt werden können. In Afrika gibt es die sogenannte Kora, die als Klangkörper einen Kürbis hat. Es gibt auch Instrumente, bei denen der Klangkörper aus einem Holzkästchen gebaut ist, wie zum Beispiel bei der afrikanischen Schalenzither auf dem rechten Bild. Links: Keramiktrommel mit Kautschuk-Haut, © Museum Fünf Kontinente; Rechts: Schalenzither, © Museum Fünf Kontinente Eine weitere wichtige Gruppe bei den Instrumenten sind die Blasinstrumente. Im Museum Fünf Kontinente gibt es Schneckenhörner aus großen Meeresschnecken, in die man hineinblasen kann und damit einen lauten Ton erzeugt. Baue dir deine eigenen Upcycling-Instrumente! In diesem Video zeigen wir dir ein paar einfache Ideen, wie du Instrumente bauen kannst. © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Lea Becker Wir haben diese Materialien verwendet: eine alte Keksdose, Gummibänder, einen alten Blumentopf, ein Stück geöltes Packpapier, eine Klopapierrolle und eine Handvoll Splitt. Wenn dein Instrument fertig ist, kannst du es noch verzieren. Rosalie hat sich zum Beispiel aus einer Geschenkbandrolle eine Trommel gebaut und hinterher geschmückt. © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Rosalie Werkmeister Jetzt bist du dran! Schau dich bei dir zuhause um. Probiere den Klang von unterschiedlichen Dingen aus, zum Beispiel von Waschmittelflaschen, Dosen oder Bechern. Wie verändert sich der Klang, wenn du darauf klopfst oder etwas hineinfüllst und schüttelst?Hier haben wir ein paar Anregungen und Ideen für dich für Upcycling-Instrumente. Wenn du viele Instrumente baust, entsteht vielleicht am Ende ein kleines Orchester. RhythmusinstrumenteEine Trommel braucht einen Klangkörper. Das kann ein Topf sein, auf den man mit dem Kochlöffel schlägt, oder eine leere Waschmittelflasche oder ein Eimer, eine Konservendose oder ein Joghurtbecher… Dieses VIDEO zeigt Dir ein paar Musiker, die nur mit Eimern und Stöcken Musik machen.Für Rasseln brauchst du ein hohles Gefäß und etwas, das du hineinfüllst. Du kannst zum Beispiel leere Joghurtbecher oder leere Klopapierrollen verwenden, mit ein paar Kronkorken, Büroklammern oder Steinchen füllen und zukleben. SaiteninstrumenteWir haben dir oben schon von der Kora erzählt. Hier ist ein VIDEO, das dir zeigt, wie sie klingt.Du kannst einfache Saiteninstrumente bauen, indem du zum Beispiel eine leere Farbstiftschachtel oder einen Malkasten aus Metall nimmst. Über den Deckel spannst du verschiedene Gummiringe, an denen du dann zupfen kannst oder über sie streichst. BlasinstrumenteHier brauchst du einen Trichter oder ein Rohr, mit dem du einen Ton erzeugen kannst. In Indien nimmt man zum Beispiel Schneckenhörner, wie dir dieses VIDEO zeigt. Eine Tröte kann man sich auch aus Zeitungspapier zusammenrollen. Wichtig ist nur, dass eine Öffnung gerade noch groß genug ist um hinein zu blasen und die andere, wie ein Trichter weit geöffnet ist. Wer eine alte Plastikflasche zuhause hat, kann den Boden abschneiden, den Deckel abschrauben und es damit probieren. Facebook/Instagram: #MPZupcyclingZeig uns dein Instrumente! Teile es auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag #MPZupcycling.Du kannst uns auch gerne ein Foto an die Email digital@mpz-bayern.de schicken. Didaktische Anregungen und Hintergrundinformationen auf www.xponat.netSaiteninstrument bauen Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Mehr über das MuseumDas Museum Fünf Kontinente hat seit 12.5.2020 wieder geöffnet. Du kannst dir auf der Internetseite des Museums einmal anschauen, was es sonst noch in diesem Museum zu sehen gibt. Mehr aus unserer Reihe "Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik" Abbildungen in der linken Spalte:links: Schalenzither, © Museum Fünf Kontinenterechts: Filmstill, © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Lea Becker

Vielfalt entdecken… in der Küche
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Mostsemmeln – Auf den Spuren der Römer in Bayern Die Römer brachten uns bereits vor 2000 Jahren so manche Lebensmittel, die für uns heute selbstverständlich geworden sind. Bei der Walnuss hört man die römische Herkunft sogar noch im Namen: Das "Wal-" steht für die Walchen oder Welschen, wie die Römer früher genannt wurden. Dieses Wort steckt auch heute noch in vielen Ortsnamen. Auch viele Gewürze haben wir den Römern zu verdanken, die diese stets experimentierfreudig verwendet haben. Sehr beliebt waren neben den Gewürzen aus dem Mittelmeerraum, wie etwa Petersilie, Oregano, Basilikum, Rosmarin, Thymian, Schnittlauch, Lorbeer, Salbei oder Kümmel auch Zimt, Ingwer, Pfeffer, Kardamom, Kurkuma, Nelken, Anis, Koriander und Safran aus dem asiatischen Raum. Natürlich darf man als Geschmacksverstärker nie die berühmte römische Fischsauce, das liquamen, vergessen. Die Semmel gehört im Grunde genommen auch zu den Mitbringseln der Römer, da ihr Aussehen den Semmeln der Römerzeit entspricht und der Name Semmel vom lateinischen Wort simila kommt, was eine Bezeichnung für feines Weizenmehl ist.Hier findest du ein Rezept für römische Semmeln in einer dem heutigen Geschmack angepassten Form. Im Video zeigen wir dir genau, wie sie hergestellt werden. © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Zeno Legner Mehr zu Römermuseen in BayernIn Bayern gibt es zahlreiche Museen, in denen du dir Überreste aus der Römerzeit anschauen kannst. Manche von ihnen sind Freilichtmuseen. Das heißt, man kann dort an Originalschauplätzen sehen, wie die Römer gelebt haben. Viel Spaß dabei!Archäologische Staatssammlung München, Staatliche Antikensammlungen München, Glyptothek München, kelten römer museum manching, Römermuseum Kastell Boiotro, RömerMuseum Weißenburg, Archäologischer Park Cambodunum (APC), Limeseum, Museum Quintana, Historisches Museum Regensburg, Römer und Bajuwaren Museum Kipfenberg, Römermuseum und Umgebung in Bad Gögging, Römervilla Möckenlohe, Abodiacum Epfach, Römermuseum Bedaium Mehr aus unserer Reihe Vielfalt entdecken … Abbildungsnachweis Titelbild: Triclinium © Archäologische Staatssammlung, Foto: Manfred Eberlein

Vielfalt entdecken… in der Küche
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Mostsemmeln – Auf den Spuren der Römer in Bayern Die Römer brachten uns bereits vor 2000 Jahren so manche Lebensmittel, die für uns heute selbstverständlich geworden sind. Bei der Walnuss hört man die römische Herkunft sogar noch im Namen: Das "Wal-" steht für die Walchen oder Welschen, wie die Römer früher genannt wurden. Dieses Wort steckt auch heute noch in vielen Ortsnamen. Auch viele Gewürze haben wir den Römern zu verdanken, die diese stets experimentierfreudig verwendet haben. Sehr beliebt waren neben den Gewürzen aus dem Mittelmeerraum, wie etwa Petersilie, Oregano, Basilikum, Rosmarin, Thymian, Schnittlauch, Lorbeer, Salbei oder Kümmel auch Zimt, Ingwer, Pfeffer, Kardamom, Kurkuma, Nelken, Anis, Koriander und Safran aus dem asiatischen Raum. Natürlich darf man als Geschmacksverstärker nie die berühmte römische Fischsauce, das liquamen, vergessen. Die Semmel gehört im Grunde genommen auch zu den Mitbringseln der Römer, da ihr Aussehen den Semmeln der Römerzeit entspricht und der Name Semmel vom lateinischen Wort simila kommt, was eine Bezeichnung für feines Weizenmehl ist.Hier findest du ein Rezept für römische Semmeln in einer dem heutigen Geschmack angepassten Form. Im Video zeigen wir dir genau, wie sie hergestellt werden. © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Zeno Legner Mehr zu Römermuseen in BayernIn Bayern gibt es zahlreiche Museen, in denen du dir Überreste aus der Römerzeit anschauen kannst. Manche von ihnen sind Freilichtmuseen. Das heißt, man kann dort an Originalschauplätzen sehen, wie die Römer gelebt haben. Viel Spaß dabei!Archäologische Staatssammlung München, Staatliche Antikensammlungen München, Glyptothek München, kelten römer museum manching, Römermuseum Kastell Boiotro, RömerMuseum Weißenburg, Archäologischer Park Cambodunum (APC), Limeseum, Museum Quintana, Historisches Museum Regensburg, Römer und Bajuwaren Museum Kipfenberg, Römermuseum und Umgebung in Bad Gögging, Römervilla Möckenlohe, Abodiacum Epfach, Römermuseum Bedaium Mehr aus unserer Reihe Vielfalt entdecken … Abbildungsnachweis Titelbild: Triclinium © Archäologische Staatssammlung, Foto: Manfred Eberlein

Vielfalt entdecken … in der Stadt
vor dem NS-Dokumentationszentrum steht ein Billboard, auf dem eine multikulturelle Kleinfamilie zu sehen ist Darauf steht oben "Coming soon", darunter vier asiatische Schriftzeichen

Ken Lum experimentiert mit Kombinationen aus Bild und Schrift bzw. Sprache. Besonders gern verwendet er Spiegel und spiegelnde Scheiben, die zum Teil beschriftet sind. Durch deren spezielle Anordnung entstehen raffinierte Spiegelungen und Spiegelbilder. Und die wiederum rufen neue „Verlinkungen“ in unseren Köpfen hervor. Wir nehmen alltägliche und gewohnte Eindrücke plötzlich anders wahr. Diese Methode wendet Lum auch auf gängige Marketing-Muster an: Vertraute Bildmotive, grafische Elemente und Slogans werden infrage gestellt, indem z.B., wie in „Coming Soon“, kein Markenname zur Identifizierung auftaucht. Das irritiert uns zunächst, aber es eröffnet auch vielfältige neue Denkräume (und macht uns bewusst, wie „leer“ Werbung manchmal sein kann). Auf dem Münchner Königsplatz kannst du Ken Lums Werk „Coming soon“ in voller Größe auf dich wirken lassen. Du findest es auf einem Billboard, also einer „Werbetafel“, direkt vor dem NS-Dokumentationszentrum. Denn es ist Teil der Ausstellung „Tell me about yesterday tomorrow“, die noch bis Ende August in diesem Haus und in der Umgebung zu sehen ist. Fast 50 Künstler*innen aus der ganzen Welt setzen sich hier mit der Frage auseinander, inwieweit die Vergangenheit auch unsere Gegenwart und Zukunft bestimmt. Ein spannender Mix aus Bildern, Fotos, Designs, Videos, Installationen und Performances lädt zum Nachdenken ein: über Themen wie Rassismus und Ausgrenzung, Manipulation, Unterdrückung, Ausbeutung, Gewalt und Vertreibung. Ohne geografische Begrenzung. Ohne vorgefertigte Meinungen und Erwartungen. Weg von Schwarz-Weiß- oder Gut-Böse-Mustern. „Es ist ein kühner Versuch, eine didaktische Ausstellung mit offenen Kunstwerken zu kombinieren. […] eine der besten, die in den letzten Jahren in München zu sehen war.“(Quelle, BR 24, 28.11.2019) „Die Stadt München […] setzt mit dieser furchtlosen und waghalsigen Ausstellung erstmals […] ein Zeichen für eine neue Erinnerungskultur.“(Quelle, der Freitag 49/2019) "Tell me about yesterday tomorrow" ist eine starke Botschaft des weltoffenen München, in dem kein Platz für Rassismus und Fremdenhass ist.“ (Quelle, AZ 2.12.2019) Wie herrlich verrückt und „bunt“ die künstlerischen Beiträge zu dieser Ausstellung sind, siehst du an einem anderen Billboard, das Anfang dieses Jahres auf der Kunstinsel am Lenbachplatz ausgestellt war: Emeka Ogboh, Sufferhead, Foto: Orla Connolly Es gehört zu einer Installation des Kenianers Emeka Ogboh. Extra für die Ausstellung hat er die „Munich Edition“ eines Craft-Biers kreiert. – Abgestimmt auf den Geschmack und die Erfahrungen von Afrikaner*innen, die in Europa leben. Das interkulturelle Bier nennt sich „Sufferhead Original“ und wird mit dem Slogan „Wer hat Angst vor Schwarz?“ durch Plakate, einen Werbespot und eine Flaschen-Installation als Kunstwerk „beworben“. Mehr aus unserer Reihe "Vielfalt entdecken" Abbildungsnachweis Titelbild: links: Ken Lum, Coming Soon, 2009, Courtesy the artist; rechts: Ken Lum, Coming Soon vor dem Hintergrund des NS-Dokumentationszentrums, Foto: Jens Weber

Upcycling! Schuhe bewegen – Schuhe gestalten

Inspirationsquelle: Schuhe aus Münchner Museen Magst du Schuhe? Und wie sehen deine Lieblingsschuhe aus? Einfarbig oder bunt, sportlich oder schick? Zähl doch mal, wer in deiner Familie die meisten Schuhpaare hat. Du kannst eure Modelle auch nach Farben sortieren oder beispielweise nach Halbschuhen, Turnschuhen, Abend- oder Regenschuhen - oder auch nach flach, hoch, einfarbig, bunt. - Was fällt dir noch dazu ein? So entsteht vielleicht sogar eine kleine private Schuhausstellung. Das Münchner Stadtmuseum besitzt eine große Sammlung an Schuhen: für Kinder, Frauen und Männer, für Sportler*innen Tänzer*innen und Models – von uralt bis neu, von altmodisch bis modern, von verrückt bis „normal“. Auch im Bayerischen Nationalmuseum kannst du wertvolle Schuhe aus der Zeit des Barock oder Rokoko bewundern. Wie wäre es mit einem zierlichen Pantöffelchen oder einem edlen Damenschuh mit elegantem Absatz? Diese luxuriösen Schuhe wurden aus edlen grünen Seidenstoffen und mit kostbaren Stickereien für wohlhabende Damen angefertigt. Damenpantoffel Seidendamast mit Stickerei, Frankreich 1720-30 © Bayerisches NationalmuseumDamenschuh Seidendamast mit Stickerei, Frankreich 1760 – 80 © Bayerisches Nationalmuseum Doch schauen wir uns nun ein paar neuere Modelle an, die in den 1960er und 1970er Jahren topmodern waren. - Zu der Zeit also, als deine Großeltern jung waren. Wer weiß, vielleicht wirst du ja auch in den Schuhschränken deiner Großeltern oder -tanten fündig? Oder auch in einem Second Hand Laden? Schuhe mit hohen Plateausohlen waren in den 1960er und 70er Jahren bei Frauen und Männern sehr beliebt. - Zum Beispiel der pinkfarbene sommerliche Frauenschuh mit der quietschbunten Sohle. Wie es sich wohl anfühlt, in solchen Plateauschuhen zu gehen? Manche Modestile werden nach einigen Jahren wieder modern. Auch Plateauschuhe kamen in den 1990er Jahren wieder in Mode, z.B. die schwarz-weißen Stiefel aus glänzendem Lackleder mit der gestreiften Zebrasohle. Abbildungen alle © Münchner Stadtmuseum; oben: Slingpantolette, Stefano Marazzin, 1968/70; Damen-Plateaustiefel, No Way, El Dantes, um 1990; unten: Dr. Martens Air Wair, Modell Pascal 1460, um 1995; Flip-Flops, 2015 Du trägst wahrscheinlich lieber Turnschuhe oder flache Boots wie diesen Schnürstiefel hier. Die schwarzen Workerboots haben das Design einer Blumenwiese. Als bequemen Arbeitsschuh hat der Arzt Dr. Märtens sie entworfen, daher wurden sie nach ihm benannt. Später wurden diese Workerboots richtig modern - und sie sind es bis heute. Blumenwiese, Sommerzeit und Badespaß … Welches Modell würdest du für diese Jahreszeit bevorzugen? Vielleicht die luftigen Flip-Flops mit oder ohne Pailletten? Übrigens: Flip-Flops lassen sich besonders leicht z.B. mit Glitzersteinen neu designen. Die Leiterin der Sammlung Mode des Münchner Stadtmuseums, Isabella Belting, hat Schuhe nicht nur neu designt, sondern ein Schuhobjekt – ein kleines Kunstwerk - aus ihnen geschaffen. Mit Glasaugen, Plastikzähnen, einem Luftballon und noch vielem mehr hat sie ein Paar hochhackige Pumps so umgestaltet, dass sie an Reptilien erinnern. Und nicht nur das! Kleine Plastiksoldaten haben die Schuhe „erobert“. Was meinst du, hat das zu bedeuten? „Paradise Lost“ hat Isabella Belting ihr Schuhobjekt genannt. Wenn auch du Lust hast, aus alten Schuhen neue zu kreieren oder ein Schuh-Kunstwerk zu entwerfen, haben wir hier eine Idee für dich. „Paradise lost“, Isabella Belting, 2019. © Münchner Stadtmuseum Aus alt mach neu oder Rosalies Drachenschuh Suche dir einen passenden, gebrauchten Schuh aus. (Liebe Kinder: Bitte fragt Eure Eltern, welches Modell ihr dafür nehmen dürft!) Dann überlege dir, was zu deinem Schuh passt und wie du ihn verwandeln möchtest. Schau dir an, was du an Bastel- und Recyclingmaterial zuhause hast (Pailletten, Klebestreifen, bunte Schnürsenkel, Acrylfarben … ) Du kannst deiner Fantasie freien Lauf lassen und mit verschiedenen Materialien experimentieren. Hier siehst du zum Beispiel, wie Rosalie aus ihren Sneakers einen Drachenschuh gestaltet hat. Drachenschuh. © Museumspädagogisches Zentrum, Fotos: Rosalie Werkmeister Wenn du auch einen Drachenschuh designen möchtest, überleg dir, welche Materialien sich zum Beispiel für eine „Drachenhaut“ eignen. Soll dein Drachenschuh auch Augen, Zähne und Zunge bekommen wie bei Rosalie? Oder hast du andere Ideen?HIER geht's zur Drachenschuh-Anleitung! Facebook/Instagram: #MPZupcyclingZeig uns dein Schuhkunstwerk! Teile deinen Schuh auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag: #MPZupcycling .Du kannst uns auch gerne ein Foto an die E-Mail digital@mpz-bayern.de schicken. Mehr über das MuseumDu kannst dir auf der Internetseite des Münchner Stadtmuseums einmal anschauen, was es dort alles zu sehen gibt.Informationen zur Öffnung im "Corona-Modus".Hier geht´s zu einem kurzen akustischen Rundgang durch die Schuhgeschichte mit Exponaten aus der Ausstellung "Ready to go! Schuhe bewegen", die vom 15.11.2019 bis zum 17.01.2021 im Münchner Stadtmuseum gezeigt wurde. Unter #mstmstayconnected und #mstmdahoam postet das Münchner Stadtmuseum auf Facebook, Instagram und Twitter regelmäßig Videos zu den aktuellen Ausstellungen. Mehr aus unserer Reihe "Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik" Abbildungsnachweis Titelbild: links: Dr. Martens Air Wair, Modell Pascal 1460, um 1995. © Münchner Stadtmuseum (Ausschnitt)rechts: Drachenschuh. © Museumspädagogisches Zentrum, Foto: Rosalie Werkmeister

Upcycling! In Szene gesetzt
barockes Porträt und Modell mit selbst gestalteter barocker Perücke
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Inspirationsquelle: Porträt aus dem Bayerischen Nationalmuseum Beim Fotografieren zeigen wir uns alle gerne von unserer besten Seite. Dazu setzen wir uns in Szene: mit Blicken, Körperhaltung, Kleidung, Frisuren und Accessoires. Für Models und Bodybuilder gehört das zum Beruf. Aber auch wir inszenieren uns häufig im Alltag und posen auf Gruppenfotos oder Selfies. Sich selbst für Bilder zu inszenieren gab es schon vor 300 Jahren – auch ohne Handys und Selfies. Schau Dir dazu einmal das Gemälde von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz an, auch Jan Willem genannt. Es sollte ihn als mächtigen Herrscher darstellen. Rüstung, Perücke, Orden, wertvoller Stoff – alles auf dem Bild soll seine Macht unterstreichen. Jan Frans von Douven: Johann Wilhelm von der Pfalz, © Bayerisches Nationalmuseum Was unterscheidet ihn von heutigen mächtigen Frauen und Männern? Denk zum Beispiel mal an Königin Elisabeth II. von England oder Donald Trump. Welche Kleidung tragen sie, wie sind ihre Körperhaltung und ihr Gesichtsausdruck? Wie inszenieren sie sich auf Fotos oder im Fernsehen? Bau dir deine eigene barocke Perücke! Material: Altpapier wie Zeitungen oder ZeitschriftenBüroklammern, Tacker, Tesafilm oder einen Klebestift Wie es funktioniert, zeigt Dir unser Film. © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Lea Becker Facebook/Instagram: #MPZupcyclingInszeniere Deine Perücke witzig in Deiner Wohnung – z.B. auf einem Fussball, einem Teddy oder einer Lampe. Teile Deine Perücke auf Facebook oder Instagram und verwende den Hashtag: #MPZupcyclingDu kannst uns auch gerne ein Foto an die Email digital@mpz-bayern.de schicken. Passender Beitrag auf Xponat.netWirkungsmöglichkeiten mit Perücke MPZ-AlbumDu hast noch nicht genug? HIER haben wir noch eine Idee für dich, wie Jan Willem zum Pop Art Star wird. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Mehr über das MuseumDas Bayerische Nationalmuseum ist seit 15.5.2020 wieder geöffnet. Du kannst dir auf der Internetseite des Museums einmal anschauen, was es dort alles zu sehen gibt. Mehr aus unserer Reihe "Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik" Abbildungsnachweis Titelbild: links: Jan Frans von Douven: Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz. © Bayerisches Nationalmuseum München (Ausschnitt)rechts: Filmstill © Museumspädagogisches Zentrum, Film: Lea Becker

Upcycling! Mode – Kunst – Design – Musik

Wir holen uns einige Werke aus Münchner Museen digital nach Hause und lassen uns von ihnen anregen, selbst etwas zu gestalten. Dazu benötigen wir neben Klebstoff und Schere einfach das, was zuhause in den Papiermüll wandern würde oder zur Wertstoffinsel gebracht werden müsste. Denn aus Abfallmaterialien lässt sich allerlei zaubern: Ideen für Schuh- und Modekreationen, fantastische Lampenschirme, niemals welkende Blumen oder Musikinstrumente. Die Inspirationen hierzu finden wir in den einzigartigen Objekten der Museen. Folgt uns auf Facebook oder Instagram! Dort werden wir auch alle neuen Aktionen verlinken. Wenn ihr uns eure Kunstwerke zeigen wollt, verwendet den Hashtag #MPZupcycling. Upcycling! In Szene gesetzt: Bau dir deine eigene barocke Perücke nach einem Porträt aus dem Bayerischen Nationalmuseum!Upcycling! Schuhe bewegen – Schuhe gestalten: Designe deinen eigenen Drachenschuh frei nach Schuhen aus dem Münchner Stadtmuseum!Upcycling! nach Lampen von Ingo Maurer: Gestalte deine eigene Lampe nach Vorbildern von Ingo Maurer aus der Pinakothek der Moderne!Upcycling! Musikalisch: Baue deine eigenen Musikinstrumente nach Vorbildern aus dem Museum Fünf Kontinente!Upcycling! Alte Meister treffen auf Moderne: Entwirf ein Kleid, das Madame de Pompadour aus der Alten Pinakothek gefallen hätte!Upcycling! Blumen … forever young: Gestalte eine nicht welkende Blume zum Muttertag nach Werken von Cy Twombly im Museum Brandhorst! Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen mit Erklärungen in leichter Sprache findest du HIER. Abbildungsnachweis Titelbild von links nach rechts:Jan Frans von Douven: Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz. © Bayerisches Nationalmuseum München (Ausschnitt)Doctor. Martens Air Wair, Modell Pascal 1460, um 1995. © Münchner StadtmuseumIngo Maurer, Lucellino Wall, 1992. Foto: Judith SchenkSchalenzither. © Museum Fünf KontinenteFrançois Boucher: Madame de Pompadour, 1756, Alte Pinakothek München (Ausschnitt)Im Vordergrund: (Ausschnitt) Cy Twombly, Thermopylae (Meudon), 1992 © Cy Twombly Foundation; Im Hintergrund: (Ausschnitt) Cy Twombly, Lepanto, 2001 © Cy Twombly Foundation; Foto: Susanne Theil Abbildungsnachweis Einzelbeiträge siehe Detailseiten.